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[Vampire Ma/Re] Was macht einen guten, glaubwürdigen Prinzen aus?
Tim Finnegan:
--- Zitat von: Quaint am 21.08.2012 | 01:12 ---Naja, vielleicht weil Anpassung praktisch ist? Und weil Prinzen der Chef von dem Raubtierhaufen sind und, wenn sie sich nicht anpassen, immer mehr ins Hintertreffen geraten und schließlich von dynamischeren Leuten abgesetzt werden?
--- Ende Zitat ---
An genau der Stelle stellt sich mir die Frage: "Du bist King of the Hill, Top Dog, Oberblutsauger. Ist es nicht ein Zeichen von Schwäche mit den Zeiten zu gehen?"
Teylen:
--- Zitat von: Althena am 21.08.2012 | 00:18 ---Was macht einen guten, glaubwürdigen Prinzen aus?
--- Ende Zitat ---
Das er entweder sehr stark Autorität ausstrahlt oder (und) über Autorität verfügt.
Das, wenn er als Marionette geführt wird, er das Amts soweit trägt das es glaubhaft ist. Das heißt man man ein Gefühl dafür hat wie die Marionette sich dort halten kann respektive wie ein etwaiger Putsch dem Spieler in die Hände spielt.
Als Spieler finde ich es positiv wenn der Prinz als Figur, respektive die Personen mit entsprechend hohen Amt, Ansatzpunkte bieten die einen mehr oder weniger rationalen Umgang ermöglichen. Das kann über einen Handel mit Gefallen sein, das kann über politische Züge sein, es könnte Gewalt und Terror oder Standesdünkel und dergleichen mehr einschließen.
Es fällt mir eher negativ auf wenn die Präsentation der Figur den Eindruck erweckt gänzlich irrational zu sein, von Willkür getrieben und letztlich weniger auf einem glaubhaften Hintergrund basierend sondern total frei nach SL-Gusto.
Hinsichtlich des Eingangs erwähnte Post.
Nun, ich habe kein Problem mit dem Namen, dem Gehabe oder der Art und Weise wie der Prinz spricht. Aber der Inhalt...
Es wird nicht ein Hüter eines Elysiums des Amts enthoben sondern der Hüter aller Elysien, aller Elysien enthoben. Was erstmal ein großes WTF-Gefühl hinterlässt. Einerseits weil man sich doch fragt wieso der Hüter nicht vielleicht ein Elysium behalten durfte, andererseits weil man ja davon ausgehen kann das den Spieler-Charakteren doch genau das selbe passieren kann.
Weshalb ich dann auf die Gründe sehe. Nun sind diese für mich absolut nicht nachvollziehbar. Ich kann mir kaum vorstellen das die alten Elysien alle dreckig und laut waren sowie muffend. Naja und wenn dann noch Langeweile angeführt wird.
Wenn der Prinz in einer Szene einen NSC-Hüter wirklich alles nimmt, ohne das als Spieler die Gründe nachvollziehbar sind, sowie dort noch eine Laune angeführt wird. Dann fragt ich mich ob da wirklich ein solider ausgearbeiteter Hintergrund besteht, eine Logik die das rechtfertigt, eine Verhältnismäßigkeit oder ob meinen Charakter, sollte er es schaffen ein/alle Elysium/Elysien zu kriegen, vielleicht nicht ein vergleichbarer Akt der reinen Willkür blüht, dem er schutzlos ausgeliefert ist weil er gegen den SL-geführten NSC ja eh nicht ankommen wird.
Für positive Beispiele fallen mir nicht allzuviele Prinzen ein (was mit dran liegt das ich nicht sooo viel las).
Aber imho ist selbst Modius in Dust to Dust cool. Auch wenn er eigentlich eine eher bedauernswerte Gestalt ist. ^^
8t88:
Es gibt verschiedene Arten von Prinzen.
Philip Maldonato Regiert Mit eiserner hand aus der Kirche heraus.
Mein Wesley Steel ist ein fieser Opporturnist gewesen, der Sich an die Spitze der Carthianischen Bewegung geschwungen hat um seine Freunde in den Primogenrat zu setzen.
Wieder andere Regieren garnicht, sondern sind nur eine Marionette des Primogenrates.
Das kommt halt darauf an was Du spielen willst.
GIGiovanni:
einen guten Prinzen generell gibt es nicht
ein "guter" Prinz ist für mich ein duchdachter und ausgearbeiteter charakter und jeder charakter löst probleme auf seine weise
Wisdom-of-Wombats:
--- Zitat von: Quaint am 21.08.2012 | 00:51 ---Gemeinhin ist ja davon auszugehen, dass Prinzen persönlich mächtig sind, mächtige Freunde haben und dazu auch geschickt politisch zu agieren wissen, ebenso wie sie sich meist durchaus auf Intrigen verstehen.
Insofern mag ein solcher eher launenhaft-zickig wirkender Auftritt einen da stocken lassen. Und ob derartig schwülstige Sprache notwendig ist, sei auch mal dahingestellt.
--- Ende Zitat ---
Das trifft es eigentlich ganz gut was ich meinte. Ich finde den Auftritt der Fürstin auch bis an die Stelle:
--- Zitat ---oder beflügelnde Musik genießen können. Meine Elysien langweilen mich, diese Domäne ist zu laut, die Straßen verdreckt und die Luft ist nicht mehr geschwängert vom lieblichen Duft frischer Rosen beim Morgentau.”
--- Ende Zitat ---
Da driftet das ganze ins lächerlich überzeichnete ab. Davor war das durchaus gut und danach wird es auch wieder besser. Aber dieser Satz und das Fragment davor geben die Fürstin in meinen Augen der Lächerlichkeit preis.
Was einen "guten" Fürsten ausmacht, weiß ich nicht. Aber was einen "kompetenten" Fürsten ausmacht:
- Er hat sein Primogen im Griff und nicht umgekehrt.
- Sie macht sich nur Feinde, die sie auch besiegen kann.
- Er hält die Neugeborenen unauffällig bei der Stange, da er sie zur Lösung unvorhergesehener "Situationen" braucht, bei der die Entbehrlichkeit der Ausführenden im Mittelpunkt steht.
- Sie vergibt die Ämter nach einem ausgeklügelten System, das die verschiedenen Clans bzw. Bündnisse nicht zu mächtig und nicht zu unzufrieden macht. Da empfehle ich einen Blick auf den "Regionalproporz" der CSU und das System "Merkel".
Ansonsten sollte der Fürst schon von einer gewissen Aura der Unberechenbarkeit umgeben sein. Das verunsichert potentielle Fürstenmörderinnen.
In meiner Kampagne hat Fürst Ozymandias (schon im Namen liegt hier ein Schlüssel zur Persönlichkeit) den wichtigsten Bündnissen Plätze im Rat der Erstgeborenen eingeräumt - und dabei unauffällig Clansmitglieder in den Rat buxiert. Denn auch in den Bündnissen geben sehr oft Ventrue den Ton an. Und privat vergnügt er sich damit, Menschen und Vampire zu allen möglichen Schandtaten zu verführen, die an ihrer Menschlichkeit/Moral nagen. Viele Spielercharaktere misstrauen dem Fürsten, manche mögen ihn nicht, aber es will sich so richtig niemand aufraffen, was gegen ihn zu tun. Was vielleicht auch an den Ersatzkandidaten liegt... die sind nämlich fast alle durchgeknallter als der Fürst selber.
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