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[Vampire Ma/Re] Was macht einen guten, glaubwürdigen Prinzen aus?

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גליטצער:
Irgendeine Begabung darin, Krisen zu meistetn, und am Leben zu bleiben. Zumindest alte Prinzen. Junge Prinzen sind, egal wie doof sie sich aufführen, immer glaubhaft.

Zauberelefant:
Wobei zu bedenken ist, daß der Standard-Fürst im Setting eher mal alt ist. Und Konvention ist, daß sich die jüngeren Ersatz-Fürsten denn auch mal ziemliche Patzer leisten, die der alten Garde nicht passiert wären.

Wisdom-of-Wombats:
Redest Du von Requiem oder Maskerade? Das ist in diesem Zusammenhang ein deutlicher Unterschied.

Enlil:

--- Zitat von: GIGiovanni am 28.08.2012 | 21:49 ---einen guten Prinzen generell gibt es nicht

ein "guter" Prinz ist für mich ein duchdachter und ausgearbeiteter charakter und jeder charakter löst probleme auf seine weise




--- Ende Zitat ---

this.

Es spricht nichts dagegen, einen launischen und tyrannischen Prinzen zu haben, vor allem wenn er etwas älter ist - solange es plausibel erscheint (muss nicht mal auf den ersten Blick), dass er seine Macht behält. Auch der geschickte Taktierer und ewige "zwischen den Zeilen"-Läufer kann sich so hemmungslos in seinem Gewirr aus Gefallen und Intrigen verstricken, dass er effektiv machtlos ist.

Wie ein Prinz rüberkommt ist eine andere Sache. Wenn du da ständig nur so eine (extremes Beispiel) jahrunderte alte Zicke hast, die sich aber effektiv wie eine 15 jährige, amerikanische Vorstadttussi aufführt und nichts anderes ihren Status legitimiert als "sie ist Prinz hier", man sich dazu noch ständig fragt, warum die nicht längst Jemand abgesäbelt hat, sollte man sich wohl die Frage stellen, ob man sie nicht.. absetzt. Ersetzt. Oder völlig umkrämpelt.

Die Begründung für die Absetzung eines Amtes fand ich auch eher dürftig und schreit nach Revolte, wie ich finde - wenn ein Prinz allerdings mächtig genug ist, um sowas zu ertragen oder im Keim zu ersticken, warum nicht?

Der "ideale Prinz" ist in meinen Augen Augustus (der erste, römische "Kaiser", vielmehr princeps). Er hatte zwar nicht offiziell die gesamte potestas (amtliche Gewalt) des Systems, wohl aber überragte seine auctoritas (Würde, Ansehen, Einfluss) jeden anderen. Der Senat versauerte in der Illusion Macht zu heben, effektiv ging aber nichts ohne den Zuspruch von Augustus. Seine Macht erlangte er effektiv, als er seine Armee vor den Mauern Roms lagern ließ und mit einer bewaffneten Garde in den Senat marschierte, um sich zum consul sine collega (quasi Alleinherrscher) ausrufen zu lassen. Das Wichtige ist: er hat die Zeichen der Zeit genutzt, vorher musste er natürlich dafür sorgen, dass ihm überhaupt eine Armee zur Verfügung gestellt wurde.

Nun gehen wir davon aus, dass der (autokrate) Prinz (der nicht etwa nur Marionette des Rates ist) seinen Posten zurecht hat, dass heißt er hat die erforderlichen Mittel an Ressourcen, Schlagkraft und Einfluss. Jemand wie Augustus stellt sich nur in den Momenten, wo es absolut notwendig ist, offen hin und "befiehlt", den Rest lässt er machen. Wenn Augustus wollte, dass ein bestimmter, ihm unliebsamer Mann aus einem Amt "entfernt" wurde, fand sich sicher ein aufstrebsamer, einflussreicher anderer Bürger und / oder Senator, der das gerne für ihn übernahm. Dafür brauchte es kein offizielles Urteil, vielmehr genug Leute, die im Interesse des princeps arbeiten, teilweise auf seinen stillen Befehl hin, teilweise aus Eifer um seine Gunst, teilweise mit stiller aber nicht direkt oder gar öffentlich geäußerter Zustimmung.

Ähnlich läuft es bei mir in Vampire.

GIGiovanni:

--- Zitat von: Enlil am 30.08.2012 | 13:14 ---


Wie ein Prinz rüberkommt ist eine andere Sache. Wenn du da ständig nur so eine (extremes Beispiel) jahrunderte alte Zicke hast, die sich aber effektiv wie eine 15 jährige, amerikanische Vorstadttussi aufführt und nichts anderes ihren Status legitimiert als "sie ist Prinz hier", man sich dazu noch ständig fragt, warum die nicht längst Jemand abgesäbelt hat, sollte man sich wohl die Frage stellen, ob man sie nicht.. absetzt. Ersetzt. Oder völlig umkrämpelt.

--- Ende Zitat ---

das ist für mich kein durchdachtes konzept, stellt sich tatsächlich deine frage



--- Zitat von: Enlil am 30.08.2012 | 13:14 ---Der "ideale Prinz" ist in meinen Augen Augustus (der erste, römische "Kaiser", vielmehr princeps). Er hatte zwar nicht offiziell die gesamte potestas (amtliche Gewalt) des Systems, wohl aber überragte seine auctoritas (Würde, Ansehen, Einfluss) jeden anderen. Der Senat versauerte in der Illusion Macht zu heben, effektiv ging aber nichts ohne den Zuspruch von Augustus. Seine Macht erlangte er effektiv, als er seine Armee vor den Mauern Roms lagern ließ und mit einer bewaffneten Garde in den Senat marschierte, um sich zum consul sine collega (quasi Alleinherrscher) ausrufen zu lassen. Das Wichtige ist: er hat die Zeichen der Zeit genutzt, vorher musste er natürlich dafür sorgen, dass ihm überhaupt eine Armee zur Verfügung gestellt wurde.

--- Ende Zitat ---


klasse beispiel


--- Zitat von: Enlil am 30.08.2012 | 13:14 ---Nun gehen wir davon aus, dass der (autokrate) Prinz (der nicht etwa nur Marionette des Rates ist) seinen Posten zurecht hat, dass heißt er hat die erforderlichen Mittel an Ressourcen, Schlagkraft und Einfluss. Jemand wie Augustus stellt sich nur in den Momenten, wo es absolut notwendig ist, offen hin und "befiehlt", den Rest lässt er machen. Wenn Augustus wollte, dass ein bestimmter, ihm unliebsamer Mann aus einem Amt "entfernt" wurde, fand sich sicher ein aufstrebsamer, einflussreicher anderer Bürger und / oder Senator, der das gerne für ihn übernahm. Dafür brauchte es kein offizielles Urteil, vielmehr genug Leute, die im Interesse des princeps arbeiten, teilweise auf seinen stillen Befehl hin, teilweise aus Eifer um seine Gunst, teilweise mit stiller aber nicht direkt oder gar öffentlich geäußerter Zustimmung.

Ähnlich läuft es bei mir in Vampire.

--- Ende Zitat ---

für die alte WOD gibt da als erstes zwei fragen
Prinz aus eigener Macht oder Marionette und dann von wem?

so vier grundkonzepte

1) aus eigener macht

a) starker prinz und starker rat

oder

b) starker prinz und schwacher rat  

2) marionette

a) schwacher prinz und starker rat

oder

b) schwacher prinz und schwacher rat, dann mit einen starkem schattenspieler

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