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[erzählt mir von]Shadows of Esteren
Blizzard:
Hat bislang denn noch jemand anders SoE mal gespielt oder geleitet? Wäre an Erfahrungsberichten interessiert, da ich vorhabe, das demnächst auch zu leiten.
Inzwischen habe ich mich durch Prologuegelesen und ackere mich gerade durch Universe. Bislang gefällt mir SoE recht gut. Das Setting ist schön düster, die Charaktere sind WarHammer-like nicht die Überhelden und das Regelsystem scheint schlank&einfach zu sein. Auch optisch gefallen mir die beiden Bücher gut-nur hätte ich auf Grund der Lobhudelei hier einfach etwas mehr von der Optik erwartet-zumal die Qualität der Bilder in Universe etwas schwankend ist. Bei Prologuewurmt mich etwas, dass es von sich behauptet, ausreichend zu sein, um damit losspielen zu können. Das wiederum finde ich nicht bzw. nur bedingt, denn es gibt da einige Dinge die leider unvollständig sind. Zum einen beim Hintergrund/Setting, das zwar grob an-/umrissen wird-wo aber ein bisschen mehr (Liebe zum) Detail nicht geschadet hätte. Andererseits wird auch der Kampf nicht ausreichend erklärt. So finde ich in Prologue z.B. nirgends, ob ein Kampfbeteiligter einem Angriff auch ausweichen kann und zudem steht auch nirgendwo, wie viele Aktionen ein Kampfbeteiligter pro Runde hat. Zudem ist/wird auch nicht erklärt, was ist, wenn zwei oder mehr Kampfbeteiligte den selben Speed-Wert haben. Gut gefallen an Prologuehaben mir hingegen, dass es mit vorgefertigten Charakteren und 3 Abenteuern aufwartet. Mir wäre es aber lieber gewesen, Prologue hätte nur 2 Abenteuer-aber dafür die o.g. Punkte geklärt gehabt.
der.hobbit:
Einmal gespielt, nächstes Mal wohl im Januar. Das Regelwerk bietet nichts, was wirklich fancy wäre. Survival Points werden z.B. über Erfahrung gekauft, statt als echte 'Gummipunkte' den Spielstil zu unterstützen. Die Attribute als charakterliche Disposition und nicht als physische Eigenschaft zu interpretieren, ist nett, aber ändert das Spielgefühl nicht. In manchen Bereichen ist die Regellage etwas dünn - z.B. was genau die Magientists jetzt wie machen können.
Proben gehen recht flüssig, Kampf auch, beides aber so schon oft da gewesen. Die Aufbereitung der Regeln ist stellenweise ungeschickt; nicht immer steht die Information da, wo man sie braucht. Z.B. ist die Startmenge an Runensteine des Demorthén nicht etwa bei der Charaktergenerierung beschrieben, sondern unter den Demorthén Arts. Die sehr unübersichtliche Darstellung des Hintergrunds hilft auch nicht beim Vorbereiten und Leiten.
Ansonsten gilt alles, was ich in meiner Rezension geschrieben habe nach wie vor.
Fazit: Ein sehr schönes System, um es zu lesen, in den Schrank zu stellen und davon zu träumen. Wenn man gerne klassische Systeme spielt und sich vor einiger Einarbeitungs- und Nachschlagearbeit nicht scheut, dann kann man es auch gut spielen. Dann empfehle ich aber, eine längerlaufende Kampagne anzupeilen, damit der Aufwand und der Nutzen im Verhältnis stehen; hilfreich sind dafür natürlich genauso angefressene Spieler. Was angesichts der Aufmachung wiederum leicht fallen dürfte.
Blizzard:
--- Zitat von: der.hobbit am 5.01.2014 | 12:10 --- Die Aufbereitung der Regeln ist stellenweise ungeschickt; nicht immer steht die Information da, wo man sie braucht. Z.B. ist die Startmenge an Runensteine des Demorthén nicht etwa bei der Charaktergenerierung beschrieben, sondern unter den Demorthén Arts.
--- Ende Zitat ---
Das ist in der Tat etwas ungeschickt.
--- Zitat --- Die sehr unübersichtliche Darstellung des Hintergrunds hilft auch nicht beim Vorbereiten und Leiten.
--- Ende Zitat ---
Wie meinst du das? Kannst du das -evtl. an einem Bsp.-konkretisieren?
--- Zitat ---Wenn man gerne klassische Systeme spielt und sich vor einiger Einarbeitungs- und Nachschlagearbeit nicht scheut, dann kann man es auch gut spielen.
--- Ende Zitat ---
Oh, davor scheue ich mich nicht.
--- Zitat --- Dann empfehle ich aber, eine längerlaufende Kampagne anzupeilen, damit der Aufwand und der Nutzen im Verhältnis stehen; hilfreich sind dafür natürlich genauso angefressene Spieler. Was angesichts der Aufmachung wiederum leicht fallen dürfte.
--- Ende Zitat ---
Ich hatte eh' vor, einen Kampagne anzupeilen. Von daher...
Was mich noch interessieren würde: Wie hast du deinen Spielern Flux erklärt/definiert?
der.hobbit:
@unübersichtliche Darstellung: Da alles aus der Sicht von Einwohnern geschrieben ist, hast du nie eine greifbare Information. Selbst wenn es etwas gibt, findet man es in der Vielzahl verschiedener Berichte und Flufftexte um die eigentliche Darstellung praktisch nicht mehr wieder. Als Beispiel - ich wollte kurz nachschauen, was Feond in der alten Sprache bedeutet. Ich erinnere mich, dass das irgendwo stand und als 'alter Feind' oder so ähnlich übersetzt war. Aber die Stelle wiederzufinden - keine Chance oder nur, indem man das gesamte Kapitel (einige Seiten) noch mal komplett liest - und hofft, dass es nicht irgendwo früher bei der allgemeinen Vorstellung der Feondas zu finden ist.
@Flux: Aktuell noch gar nicht. Da der eine oder andere Spieler auch hier vereinzelt mitliest, packe ich mal meine aktuellen Gedanken dazu in einen Spoiler :)
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)In den Abenteuern des Prologue Heftes stellt sich das Flux ein bisschen als das "Blut der Erde" dar, also die Essenz des Seins. Aktuell gehe ich von einer Gaia-ähnlichen Entität in der Welt aus, deren Energie kondensiert und damit das natürliche Flux bildet, während sie natürlich auch allem Dasein inne wohnt und somit aus Mineral, Pflanze und Tier extrahiert werden kann. Die Feondas interpretiere ich aktuell als eine Entartung dieser "Gaia", noch nicht sicher, ob sie die Einheit beschützen oder im Gegensatz zu ihr stehen. Auf jeden Fall will ich Flux verstärkt in ihrer Nähe auftauchen lassen.
Keine Ahnung, wie nahe ich damit an der offiziellen Story bin - aber gerade das ärgert mich ja, dass oft die Butter komplett fehlt, um das Brot zu schmieren.
Blizzard:
--- Zitat von: der.hobbit am 5.01.2014 | 17:42 --- Als Beispiel - ich wollte kurz nachschauen, was Feond in der alten Sprache bedeutet. Ich erinnere mich, dass das irgendwo stand und als 'alter Feind' oder so ähnlich übersetzt war. Aber die Stelle wiederzufinden - keine Chance oder nur, indem man das gesamte Kapitel (einige Seiten) noch mal komplett liest - und hofft, dass es nicht irgendwo früher bei der allgemeinen Vorstellung der Feondas zu finden ist.
--- Ende Zitat ---
Ich lese mich gerade durch das GRW-vielleicht finde ich die Stelle ja. ;)
--- Zitat --- (Klicke zum Anzeigen/Verstecken) Die Feondas interpretiere ich aktuell als eine Entartung dieser "Gaia", noch nicht sicher, ob sie die Einheit beschützen oder im Gegensatz zu ihr stehen.
--- Ende Zitat ---
Hm,bei dem,was ich bislang (vor allen Dingen in Prologue) über die Feondas gelesen habe, musste ich unweigerlich sofort an (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Die Wendol aus "Der 13.Krieger"denken.
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