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[Taktischer Nahkampf] Vor- und Nachteile für Waffen

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Gummibär:

--- Zitat von: ArneBab am 13.10.2012 | 19:24 ---Wieso unterscheidest du zwischen Waffen und Rüstung? Wäre das nicht einfacher als allgemeine „Bewaffnung“? Oder „Ausrüstung“? Da wären dann auch Sachen wie Fußhaken drin.

--- Ende Zitat ---
Was sind Fußhaken?

Abgesehen von unterschiedlicher Schutzwirkung gegen unterschiedliche Waffen, die bereits unter den Waffen aufgelistet ist, welche Vor- und Nachteile haben bestimmte Rüstungen denn im Kampf?
Klar, in der Wüste zieht man kein Kettenhemd an. Das ist für mich aber keine Frage der Taktik, sondern einfach selbstverständlich.
Für einen Kampf spielt es auch keine Rolle, ob man in einer Rüstung schleichen kann.


--- Zitat von: GIGiovanni --- Zudem kommt es eigentlich nicht nur gleichzeitig auf die Waffen, sondern auf auf die Rüstung und Verteidigungwaffe  dazu zu an.
--- Ende Zitat ---
Wenn Waffe, Rüstung und Verteidigungswaffe je bestimmte Vor- und Nachteile haben, die in sinnvoller Weise miteinander verrechnet werden (z.B. stört der Turmschild auch beim Angreifen, während der Verteidigungsmalus der Axt natürlich nicht zum Tragen kommt, wenn man mit dem Schild pariert), sind die Ergebnisse dann plausibel? Oder entsteht aus den Kombinationen ganz neue Dinge?


--- Zitat von: GIGiovanni ---Z.B. ein Dolchkämpfer in schwerer Rüstung ist eigentlich widersinnig, bei den meisten Rollenspielensystemen leider nicht. 
--- Ende Zitat ---
Was ist daran widersinnig? Gegen einen Gegner in Plattenrüstung wär der doch nicht schlecht?

ArneBab:

--- Zitat von: Gummibär am 14.10.2012 | 05:16 ---Was sind Fußhaken?

--- Ende Zitat ---

W4 mit Spitzen, die auf dem Boden verstreut werden und damit eine taktische Situation schaffen.


--- Zitat von: Gummibär am 14.10.2012 | 05:16 ---Abgesehen von unterschiedlicher Schutzwirkung gegen unterschiedliche Waffen, die bereits unter den Waffen aufgelistet ist, welche Vor- und Nachteile haben bestimmte Rüstungen denn im Kampf?

--- Ende Zitat ---

Sie sind z.B. schwer (Bewegungseinschränkung) oder kaum zu durchdringen (der Kämpfer kann bestimmte Waffen fast ignorieren und damit große Gruppen schwacher Gegner niedermachen - das ist mehr als nur weniger Schaden).


--- Zitat von: Gummibär am 14.10.2012 | 05:16 ---
--- Zitat ---Dolch in schwerer Rüstung widersinnig
--- Ende Zitat ---
Was ist daran widersinnig? Gegen einen Gegner in Plattenrüstung wär der doch nicht schlecht?

--- Ende Zitat ---
Ein Dolchkämpfer muss den Schwerpunkt seines Körpers schnell bewegen können, weil er nicht parieren kann. Und er muss schnell vorwärts kommen, um an längeren Waffen vorbei zu können.

PS: Fühl dich frei, Teile aus meinen Posts hier, die besser in deinen anderen Thread passen, in diesen Thread zu übernehmen. Ich wollte die Argumentation lieber zusammen lassen.

Gummibär:
Fußhaken würde ich als Waffen sehen - nur nicht als Nahkampfwaffen. Es sind Minen. Du darfst aber gerne erklären, wie man diese gut einsetzen kann und wogegen sie wirkungslos sind.



Kämpfer in Plattenpanzer brauchen nicht parieren - also stört es nicht, dass der Dolch nicht parieren kann. Die Beweglichkeit in Plattenrüstungen ist nur leicht reduziert - wenn Rüstungen beim Kämpfen stören würden, wären sie schlecht gebaut. Der Kämpfer in Plattenpanzer muss jedoch auch Angst vor Gegnergruppen mit schwachen Waffen haben. Diese können ihn zu Fall bringen (beim Aufstehen stört der Plattenpanzer tatsächlich mal), durch Einengung im Kämpfen behindern und mit ihren Seitenwaffen (Dolch, Kurzschwert) die Schwachstellen der Rüstung angreifen und schweren Schaden verursachen.

ArneBab:

--- Zitat von: Gummibär am 16.10.2012 | 05:43 ---Fußhaken würde ich als Waffen sehen - nur nicht als Nahkampfwaffen. Es sind Minen. Du darfst aber gerne erklären, wie man diese gut einsetzen kann und wogegen sie wirkungslos sind.

--- Ende Zitat ---

Die ändern die Kampfsituation. Plötzlich haben alle mit schwachem Schuhwerk in dem Bereich echte Probleme. Schwaches Schuhwerk heißt „keine Stahlsohlen“.


--- Zitat ---Kämpfer in Plattenpanzer brauchen nicht parieren - also stört es nicht, dass der Dolch nicht parieren kann. Die Beweglichkeit in Plattenrüstungen ist nur leicht reduziert - wenn Rüstungen beim Kämpfen stören würden, wären sie schlecht gebaut. Der Kämpfer in Plattenpanzer muss jedoch auch Angst vor Gegnergruppen mit schwachen Waffen haben. Diese können ihn zu Fall bringen (beim Aufstehen stört der Plattenpanzer tatsächlich mal), durch Einengung im Kämpfen behindern und mit ihren Seitenwaffen (Dolch, Kurzschwert) die Schwachstellen der Rüstung angreifen und schweren Schaden verursachen.

--- Ende Zitat ---

Point taken. Das waren doch die, gegen die Rabenschnäbel entwickelt wurden, oder?

Wobei ich mir vorstellen kann, dass ein heftiger Schwerttreffer auf den gepanzerten Arm ganz ordentlich weh tut - und auch Knochen brechen kann.

Der Plattenpanzer ändert damit die eigenen Möglichkeiten.

Gummibär:

--- Zitat von: ArneBab ---Point taken. Das waren doch die, gegen die Rabenschnäbel entwickelt wurden, oder?
--- Ende Zitat ---

Rabenschnäbel sind gegen schwere Rüstungen eine gute Wahl. Alternativ der verlinkte Halbschwertkampf oder andere Formen einer Art Ringkampf z.B. mit Dolch. Das bilden nur wenige Rollenspiele ab. (GURPS berücksichtigt sowas z.B.)



Meine These ist: Man wird sich für reine Kampfzwecke unter mitteleuropäischen Wetterbedingungen immer eine möglichst schwere Rüstungsart besorgen. (Für Schleich- und Kletteraktionen inkl. Alpenüberquerung natürlich nicht.) Eine schwerere Rüstung hat dort keine nennenswerten Nachteile. (Geringe Nachteile bei Ausweichen und Sprint gibt es. Aber in einem normalen Kampf ist es viel klüger, zu parieren und Formation zu bewahren.) Außer man fällt zu Boden, dann ist aufstehen schwieriger. Aber am Boden liegen und nur ne Lederrüstung anzuhaben ist auch scheiße, oder?

Zu beachten ist auch, dass eine Plattenrüstung besser schützt als ein Kettenhemd, aber weniger wiegt! Ihr eine größere Behinderung zuzuschreiben ist also falsch.

Insofern denke ich, dass Rüstungen nicht wirklich über das in der Waffenliste hinaus genannte Vor- und Nachteile haben. Außer, dass manche sich besser für den Einsatz in heißen Gegenden oder für Schleich- und Kletteraktionen eignen. Aber darum geht es mir zur Zeit nicht.



--- Zitat von: ArneBab ---Wobei ich mir vorstellen kann, dass ein heftiger Schwerttreffer auf den gepanzerten Arm ganz ordentlich weh tut - und auch Knochen brechen kann.
--- Ende Zitat ---

Ja. Wobei Plattenrüstungen aber z.B. auch so gebaut werden, dass Schwerttreffer davon abgleiten, also die Wucht in eine andere Richtung umgelenkt wird und nicht beim Träger ankommt. Und Schwerter relativ leicht gebaut werden, damit man damit gut fechten kann.

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