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Frage zu Proben - unterwürfeln und Skalierbarkeit
Vanderil:
Guten Tag zusammen,
ich knabbere gerade gedanklich an einer Frage, wo ich so keine richtige Lösung habe. Es betrifft grundsätzlich Systeme, in welchen ein Wert für das erfolgreiche Bestehen einer Probe unterwürfelt werden muss. Ist der Wurf höher, scheitert die Probe.
Bei einem System, wo ich unterwürfele, habe ich Probleme mit der Sklalierbarkeit sehr mächtiger Figuren und Werte. In einem System, wo die Attributswerte eines Elfen/ Menschen/ Zwergen als normale Range genommen wird, wie stellt sich das dann bei einer mächtigen Kreatur dar, also z. Bsp. einem Drachen? Wie kann das dann in ein Verhältnis gesetzt werden?
Ein Beispiel:
Probe Wurf mit W% (call of cthulhu). Ist das Ergebnis des Wurfes kleiner gleich des der Probe zugrunde liegenden Wertes, gilt die Probe als Erfolg. Ist das Ergebnis höher, gilt das als Fehlschlag. Wenn ein Mensch nun mit seinem Angriffswert 85% aufweist, was mache ich dann mit einem Jahrhunderte alten Vampir, dessen Angriffswert z. Bsp. 250 (sprich wesentlich stärker und heftiger als der eines Menschen) beträgt? Wie würdet ihr das handeln?
Merci
Vanderil
sir_paul:
Im prinzip schwer zu beantworten wenn man den genauen Ansatz nicht kennt. Warum z.B. hat der Vampir einen Angriffswert von 250? Ist das überhaupt möglich? Werden die Angriffswerte im Kampf verglichen? etc...
Allgemein kenne ich da folgende Ansätze:
1) Hohe Werte helfen vor allem dabei auch schwierigste Situationen (mit Probenerschwernissen) noch zu schaffen, so wird der Vampir eventuell eher Angriffe auf schwer zu treffende Ziele schaffen als der Mensch.
2) Falls Würfelergebnisse verglichen werden hat GURPS zwei schöne Ansätze. Zum einen einen Festen Abzug für beide (also beide erhalten -50 auf ihren Wurf) oder bei so großen unterschieden (80 zu 250) werden beide Werte dividiert, in deinem Beispiel eventuell durch 5 (ums einfach zu halten) dann hat der Mensch nur noch einen Wert von 9% und der Vampir immer noch 50%.
Maarzan:
Das ist eine Frage der Probe und ihrer Umstände.
Einfach nur "geschafft" braucht keine weitere Klärung.
Was soll dieser höhere Wert denn eigentlich ausdrücken?
Bei RQ kann man meiner Erinnerung bei Werten über 100% den Angriff splitten und hat so Extraangriffe.
Geht es um die Ausführungsqualität, so verbleibt ja eine Differenz zum Wurf als Wert, der dann interpretiert werden kann.
ErikErikson:
Wenn du also bsp. einen Drachen aus einem anderen System in CoC konvertieren willst?
Du kannst dem Drachen einfach einen Angriffswert von über 100% geben, dann trifft er auch noch, wenn die Probe erschwert ist. Und du erhöhst den Schaden des Drachen, etwa auf 2w10, was bei Cthulhu schon extrem ist.
Robert:
BRP(der Regelkern von Cthulu) macht das doch AFAIK so, das immer eine geringe Fehlschlagchance bleibt und Werte über 100% nur die kritischen Erfolge häufiger und kritische Fehlschläge seltener machen?
Für eigene Systeme kann man übermächtige Wesen vielleicht so darstellen:
- Spieler würfeln mit 1 Würfel(beispiel: d8 oder d12), 1 = Patzer
- Wesen würfelt mit 2 Würfeln(2d4 = 1d8, 2d6 = 1d12), kann also nicht patzen, skaliert aber ebenfalls nur bis 8 bzw. 12
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