Pen & Paper - Spielsysteme > Fate
Einschüchtern - Meine Probleme
winterknight:
Danke für Euren Antworten, haben mir sehr geholfen.
--- Zitat von: Jolly am 28.10.2012 | 11:38 ---
--- Zitat von: Bad Horse ---Weil der Spieler, der die Konsequenz verursacht, auch festlegen darf, welche Konsequenz das ist. Zumindest bei FreeFate.
--- Ende Zitat ---
Atrgh verdamtm Du hast Recht.. war wohl schon zu spät gestern ...
--- Ende Zitat ---
Was???? . Habe ich überlesen. Ich dachte immer derjenige der sie erhält sucht sich das aus.
Das Fate-igste wäre gewesen, dass als Manöver zu sehen. (habe auch gerade per zufall in F2G, gelesen in einen physischen Kampf, kann man geistige Fähigkeiten nur für Manöver verwednen. SL38/39).
Der Räuber hat jetzt den Aspekt: "Eingeschüchtert und verunsichert"
DO ähnlich wie :
--- Zitat ---Hätte der Räuber nicht einfach die Konsequenz nehmen können "Scheisse .. Wenn der hier lebend raus kommt bin ich dran "
--- Ende Zitat ---
Nur nicht als Konsequenz, sondern als Aspekt.
Wenn ich ein Schwert in der Hand habe und so ein "Held mit de weißen Fahne" mich versucht einzuschüchtern, dann lache ich nur drüber. Habe aber ein komisches Bauchgefühl.
Wenn vor mir der Große, Böse XXX steht und mich einschüchtert, heißt das nicht, dass ich fliehe. Sondern ich muss gegen Ihn kämpfen, weil er meine Liebste hat, aber er kann meine Angst ausnutzen.
Rabe:
Bei FreeFate bestimmt der Spieler die Konsequenzen die bei ihm angerichtet werden und die, die er bei anderen anrichtet (es sei denn, das sind auch SC). Wobei der SL stets ein Vetorecht hat.
Ob jemand ein Maneuver oder einen Angriff macht entscheidet IMHO derjenige Spieler selbst.
Ich selbst würde es ungern sehen, wenn mir ein SL diktiert, dass ich nur ein Maneuver gemacht habe, ich aber eigentlich meinen Gegner ausschalten wollte.
Ich bin allerdings auch der Meinung, dass man nicht immer alles machen kann. Was in pysischen Konflikten vielleicht einfacher oder klarer zu erkennen ist (fliegt mein Gegner 10m über mir, kann ich ihn nicht mit einem Nahkampf angriff treffen). Genauso kann ich vielleicht als virtuoser Künster mit riesigem Ruf einen ungebildeten Räuber auch nicht überzeugen, mich nicht auszurauben. In deiner Situation hätte ich hoffentlich dem Spieler vorher gesagt, das es nur ein Maneuver möglich ist, er den Gegner mit einem sozialen Angriff aber nicht treffen kann. (Ich sage hoffentlich, weil man während des Spielens ja nicht so viel Zeit hat, wie hier, darüber nachzudenken ;D )
Eine generelle Regel, dass man geistige Fähigkeiten in physischen Konflikten nur für Manöver verwenden kann, halte ich für problematisch (Mysterien ist zB. wohl eher eine geistige Fähigkeit). Und ich würde es auch einem Anführer durchgehen lassen, wenn er einem seiner Untergebenen verbal eine Niederlage bereitet, obwohl dieser eine Waffe in der Hand hat. Ich würde das sehr von den Umständen abhängig machen. Oder gilt das auch umgekehrt? Es wäre schließlich auch unpassend, aber sehr wohl eine Option, wenn während eines Rededuells auf einem Ball plötzlich der Zweihänder gezogen würde. Das würde ich dann eher als Konsequenz oder gar als Effekt einer Niederlage oder Kapitulation sehen.
winterknight:
Der Spieler entscheidet - schön. Haben wir so nicht gespielt. Ist aber gut.
Ja im SPiel schnell zu entscheiden ist wichtig. Lieber falsch entscheiden , dann nachschauen/diskutieren/Forum nutzen- das nächste Mal kann ich schneller entscheiden.
In Fate bin ich noch nicht so lange drin. in anderen Systemen kenne ich mich besser aus und wäre schneller auf die Lösung gekommen.
Ich finde die F2G Regel wirklich gut. (Körperlich Kampf - Nur Nahkampf/Fernkampf/ .... )
Mysterien ersetzt ja immer eine andere Fertigkeit.
Wenn der "Zauberer" also im physischen Kampf einen Feuerball zaubert - Angriff
Wenn der "Zauberer" also im physischen Kampf ein MindControl Zaubert - Manöver
Bad Horse:
Das Ganze funktioniert wahrscheinlich besser, wenn die Fiktion dem Würfelergebnis folgt und nicht andersrum.
Heißt: Wenn der junge Herr Baron dem Räuber im sozialen Konflikt eine Konsequenz einschenkt, dann sollte man überlegen, wie das jetzt passiert sein kann - und nicht, wieso das jetzt aber grade gar nicht geht und unplausibel ist.
Offensichtlich hat der Räuber ja nun eine Scheißangst vor dem Knaben; und kein Wunder: Im Moment ist völlig ein Kopfgeld von 5 Silberdukaten auf ihn ausgesetzt, was nicht ausreicht, um einen Profi ernsthaft zu motivieren, auf die Jagd nach ihm zu gehen. Wenn er den Sohn des Barons umbringt... dann steigt das Kopfgeld auf 5.000 Silberdukaten, und der Baron wird jede Kastanie dreimal umdrehen, bis er ihn gefunden hat.
Und außerdem: Er hat gerade sämtliche Kämpfer des jungen Barons umgeholzt und steht mit blankem Schwert vor ihm - und der junge Mann schaut ihn nur herablassend an, mit diesem spöttischen Lächeln, als hätte er alle Trumpfkarten in der Hand. Da kann man schon nervös werden.
Nocturama:
Ich finde es immer sehr schade, wenn man im Konflikt die Angriffsart nicht wechseln kann. Ich mag ja die klassische Situation, in der ein Duell mehr der moralischen Überzeugung dient, zum Beispiel wenn Darth Vader seinen Sohn auf die dunkle Seite der Macht locken will oder wenn der Held seinen lange verlorenen Bruder aus dem Dienst des finsteren Fürsten locken will.
Da nur mit Manövern zu arbeiten, fände ich unbefriedigend. Es ist doch gerade das Schöne an Systemen wie Fate, dass man auch soziale Konflikte ganz dramatisch durchspielen kann - und wirklich die Chance besteht, dass Luke zur dunklen Seite übertritt oder der Bruder mit dem Held den dunklen Fürsten stürzt.
Es ist außerdem toll, wenn Luke hinterher nicht nur die physische Konsequenz "Hand ist ab" sondern auch die geistige Konsequenz "Habe ich die Dunkelheit meines Vaters geerbt?" mit sich herumtragen und überwinden muss...
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