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Star Wars EpVII Spoilerparty
Jiba:
Ich find's hier ja wieder sehr interessant, wie schnell man hier wieder dabei ist "für Kinder" mit "schlechter Film" gleichzusetzen... "Avatar: The Last Airbender" ist auch für Kinder und trotzdem eine strukturell hervorragende Serie mit facettenreichen Figuren. Und schaut auch mal in die zeitgenössische phantastische Literatur: Da ist das Beste, was es gibt (abgesehen von Martin vielleicht) ganz dezidiert für Kinder und Jugendliche geschrieben.
Und auch Disney ist nicht per se der Teufel, vor allem wenn man bedenkt, wie (von den moralischen Implikationen mal abgesehen, die jetzt aber auch nicht bei allen Filmen des Konzerns so ins Gewicht fallen) solide erzählt die meisten populären Filme von Disney eigentlich sind (gut, die Familienkomödien lasse ich mal raus, aber ich denke auch die erreichen von der Narration her ihre Zielsetzungen) – klar, die alten Märchenfilme "für Kinder" sind allen im Gedächtnis und das kann man als Vollblut-Nerd natürlich nicht gut finden, schon gar nicht, wenn da gesungen wird (aber sich andererseits als Bronie outen, jaja :D ). Dabei wird aber übersehen, wie ambivalent die Trickfilme schon zum Teil sind: "Dornröschen" weist zum Beispiel allein durch den Stil schon eine gewisse inhärente Düsternis auf, "Pocahontas" hat das Happy End aus den Disneyfilmen getilgt und "Der Glöckner von Notre Dame" enthält sexuelle Subtexte (von solchen coolen Socken wie "Darkwing Duck" will ich gar nicht erst anfangen). Disney ist schon gealtert und hat sich schon verändert und ist auch ein stückweit offener geworden. Wenn ich mir dann ansehe wie andere Leute, denen man sonst gute Storyführung unterstellt auf der Leinwand versagen: "Wunderkind" Shyamalan, Matt Groening (der "Simpsons"-Film ist ein furchtbar enttäuschendes Machwerk gewesen) oder James Cameron ("Avatar" ist total gurkig).
Also ich stehe der Disney-Star-Wars-Union erstmal neutral gegenüber, da kann was Gutes draus wachsen oder auch nicht.
El God:
--- Zitat ---Da ist das Beste, was es gibt (abgesehen von Martin vielleicht) ganz dezidiert für Kinder und Jugendliche geschrieben.
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Hoffentlich meint er nicht Harry Potter, hoffentlich meint er nicht Harry Potter, hoffentlich meint er nicht Harry Potter, hoffentlich meint er nicht Harry Potter, hoffentlich meint er nicht Harry Potter, hoffentlich meint er nicht Harry Potter, hoffentlich meint er nicht Harry Potter, hoffentlich meint er nicht Harry Potter, hoffentlich meint er nicht Harry Potter, hoffentlich.... :-X
--- Zitat ---Also ich stehe der Disney-Star-Wars-Union erstmal neutral gegenüber, da kann was Gutes draus wachsen oder auch nicht.
--- Ende Zitat ---
Das ist allerdings tatsächlich das einzig vernünftige, was man zu dem Thema sagen kann.
Yerho:
--- Zitat von: Dark_Tigger am 2.11.2012 | 12:17 ---Ich weiß echt nicht was alle gg John Carter hatten. Ich meine es ist eine Verfilmung von einer der Sword&Planet Geschichte...
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Was ist an meiner Bewertung "leidlich unterhaltsames Mittelmaß" so schwer verstehen? Der Film war nicht schlecht und einigermaßen unterhaltsam, aber es gibt noch viel Spielraum nach oben. Und als Vorbild für zukünftige Filme ähnlicher Machart hätte ich dann doch lieber richtige Bringer, statt sich am Mittelmaß zu orientieren.
Die Eingeborenen waren mir zu niedlich, die Kämpfe zu übertrieben-effektlastig und von den textilsparend ausgestatteten Damen gab's viel zu wenige. Außerdem zog sich das Ganze stellenweise mächtig, während durch die Mars-Wüstenei gezockelt wurde und stellenweise kam eben doch die typische "Ein Film für die ganze Familie"-Mentalität von Disney durch: Hektische, aber handzahme Kämpfe wie mit Polsterwaffen (durch deren übertriebene Größe eben dieser Eindruck noch verstärkt wurde) und ein Umgang mit Sexualität, der problemlos in jedem katholischen Landschulheim der 1960er Jahre von Oberin Hildegard höchstpersönlich durchgewunken worden wäre.
Damit wir uns nicht falsch verstehen und auch weil Du das Conan-Remake angesprochen hast: Der bedient das genau andere Extrem, versucht kramphaft durch exzessiven Einsatz von (Film-) Blut und (Silikon-) Titten ein erwachsenes Publikum anzusprechen und vergibt sich dadurch viel. Nur dass hier noch das deutlich geringere Budget zusätzlich Punkte kostet und den Streifen teilweise wie eine TV-Produktion aussehen lässt.
Was mir vorschwebt, ist ein gesundes Augenmaß beim Erfassen der Zielgruppe. Bei den Marvel-Verfilmungen hat es geklappt: Das sind immer noch eindeutig Comic-Verfilmungen, aber sie orientieren sich an dem Stand, den die Comics bereits erreicht haben. Und wenn es möglich ist, Geschichten über Typen in Spandex-Anzügen vernünftig zu erzählen, ist auch ein Star-Wars-Revival ohne den Jarjar-Binks-Effekt möglich. Der und alles, wofür er inhaltlich steht, kann von mir aus gerne in einer eigene Serie ausgelagert werden, die dann meinetwegen im Disney Club läuft. :)
Skele-Surtur:
--- Zitat von: Nocturama am 1.11.2012 | 16:16 ---Oder einfach alle neu casten, mit Nathan Fillion als Han Solo. Da kann dann auch kein weiblicher Zuschauer mehr Einsprüche erheben :)
--- Ende Zitat ---
Und Nathan Fillion würde wirklich perfekt in die Rolle passen. An und für sich bin ich ja sehr skeptisch was so Neubesetzungen angeht, aber Fillion muss den Vergleich mit Ford in keinerweise Scheuen.
--- Zitat von: Seadog am 1.11.2012 | 07:02 ---Carrie Fishers Karriere ist nicht "derart den Bach runtergegangen". Sie hat sich HINTER die Kamera verzogen, wohl weil ihr die mediale Aufmerksamkeit zu viel war. Eine kaputte Karriere hat eher Mark Hamill.
--- Ende Zitat ---
Na, da muss ich aber mal zwischenkrätschen. Mark Hamill ist in die Theaterschauspielerei gewechselt und zwar durchaus erfolgreich, Film hat er nurnoch nebenbei betrieben, weswegen er sicher eher in die Liga der "unbekannten" Schauspieler gewechselt ist, von einer kaputten Karriere zu sprechen trifft die Situation aber hinten und vorne nicht. Der Mann hat ein Auskommen, um das ihn viele hier beneiden würden, ist verheiratet und zieht seinen Nachwuchs groß. Sich in ruhigere Gefilde des Bizz oder ganz daraus zurückzuziehen ist mit einer kaputten Karriere nicht gleichsetzbar.
--- Zitat von: Teylen am 1.11.2012 | 01:00 ---Ich glaube irgendwie nicht das Carrie Fisher schneller gealtert ist als Harrison Ford.
--- Ende Zitat ---
Ehrlich gesagt... doch. Die Frau hatte afaik ein schlimmes Drogenproblem, hatte sie auch schon, als Das Imperium schlägt zurück gedreht wurde. Später kamen zu Kokain (iirc) noch andere Sachen hinzu, wohl auch wegen einer psychischen Erkrankung, Manisch-Depressiv, wenn ich das jetzt noch richtig im Kopf habe (nagelt mich nicht drauf fest).
Bei einem öffentlichen Auftritt vor einiger Zeit (1 Jahr oder so) meine ich auch deutliche Probleme beim Sprechen bemerkt zu haben.
Die Frau ist physisch deutlich älter, als sie sein müsste, im Gegensatz zu einem Harry Ford, der zwar zweifelsohne schon ein alter Mann ist, für seine sieben Jahrzehnte aber doch noch recht gut in Schuss ist.
Das Hauptproblem: Ihre Mimik hat ganz massiv gelitten.
Insofern: Wenn man in der Zeit wieder ansetzen will, wäre es wohl besser, die Schauspieler neu zu besetzen. Aber im Moment weiß ja noch kein Mensch, was die vor haben.
Allerdings muss ich meine erste Einschätzung revidieren, ich bin inzwischen sehr optimistisch. Ich glaube, dass Disney wirklich was aus den Lizenzen machen könnte.
Callisto:
Aber Hamill hatte durchaus einen Bruch in der Karriere. Mittlerweile ist er wohl wieder gut aufgestellt, aber direkt nach Star Wars hatte er erstmal keine Chance mehr im Fernsehen. Ich erinnere mich an ein paar wenige B- eher C-Movies aus den 90ern mit ihm. Ich war Fan, ich hab die gesehen, er sah scheisse aus. Das er sich gefangen hat und Theater gemacht hat, ist natürlich gut und schön für ihn.
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