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[Taktischer Kampf] Qualitätskriterien eines taktischen Kampfsystems

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Eulenspiegel:

--- Zitat von: Gummibär am 31.10.2012 | 00:59 ---Dann wird eine Karte zufällig aus einem Poker-Spiel gezogen. Alle Beteiligten, deren Manöverkarte damit farblich übereinstimmt, machen 1 Punkt Schaden, alle anderen verursachen keinen Schaden. Die gezogene Karte wird nicht in den Stapel zurückgelegt.
--- Ende Zitat ---
Aus einem Pokerspiel oder aus dem vom SL präparierten Stapel?

rettet den wald:

--- Zitat von: Gummibär am 31.10.2012 | 00:59 ---Welches ist die optimale Handlungsweise für Runde 1? Welche die für Runde 2? Sind die optimalen Handlungsweisen offensichtlich?

--- Ende Zitat ---

Persönliche Meinung von mir: Das ist im Endeffekt reines Glücksspiel. Hat nichts mit Taktik zu tun. Optimale Handlungsweise für Runde 1 ist "Das von dem ich glaube dass der SL am meisten in den Stapel getan hat.". Die Optimale Handlungsweise für die folgenden Runden ergibt sich dann aus dieser Abschätzung und den Karten, die schon gezogen wurden (wodurch sich auch die Abschätzung ändern kann). Das ist ein geometrischer, bedingter Wahrscheinlichkeitsraum. Daher: Ja, die optimalen Handlungsweisen sind mit ein bisschen Statistikwissen offensichtlich.

Gummibär:
@ Eulenspiegel

Aus dem Stapel.



@ rettet den wald

Für Runde 1 nehmen wir mal an, dass der SL in der Lage ist, seine Lieblingsfarbe nicht zu bevorzugen. Dass die Chancen also gleichverteilt sind. Was ist für die 4 Spieler dann besser? Jeder nimmt eine andere Farbe oder jeder nimmt die gleiche Farbe?

Nehmen wir an, im konkreten Beispiel nimmt der SL 8 Kreuz, 4 Pik, 2 Herz und 1 Karo.

Für Runde 2 kannst du mit einbeziehen, wie oft der SL welche Farbe für seine NSCs verwendet hat. So könnte der SL z.B. für alle NSCs Kreuz wählen. Wenn er das tut, kann man vermuten, dass es noch 7 bzw. 8 Kreuz im Stapel gibt und dann genau so verfahren.

Deshalb wird der SL das vllt nicht so simpel verteilen. Vllt legt er 4 Pik, 3 Kreuz, 2 Herz und 1 Karo. Dann wäre das sogar eine Finte, weil die Farbe, die er am meisten wählt, gar nicht die Farbe ist, die am meisten im Stapel vertreten ist.
Die Spieler wählen nun alle Pik, während der SL nur Kreuz wählt. Die Taktik, die gerade noch für die Spieler funktioniert hat („nehmt alle die Farbe, die die meisten NSCs hatten“) ist jetzt nicht mehr so gut.



--- Zitat von: ErikErikson am 30.10.2012 | 20:32 ---Ich sag mal ,wenn ich z.B. Fantasy general spiele, dann mach ich mir da vorher auch keinen großen Plan. Da zieh ich recht zügig. natürlich überleg ich mir schon , was ich mache, aber da stecken ja auch zig taktische Erwägungen drin, nicht vergleichbar mit der Endlos-Planerei im RPG.

ich denke, es liegt an der Informationslage. Im RPG ist die oft ausgesprochen mau. Dadurch wird der Taktiker massiv verunsichert und eiert nur noch rum, weil er keine fundierte Entscheidung mehr treffen kann. Es handelt sich quasi um einen taktiker in für ihn extrem schwieriger Umgebung, was zu einem Lock-Down führt, der sich in endloser Planerei äußert.  Dazu kommt dann noch die Team Komponente, da jeder ne eigene Meinung hat, ist das ganze weniger taktieren sondern sich durchsetzen.

--- Ende Zitat ---

Qualitätskriterium wäre demnach, dass das Spiel dafür sorgt, dass die Spieler eine reichhaltige Informationslage bekommen. Anhand derer sie dann in relativ geringer Zeit eine fundierte Entscheidung treffen können.

Buddz:
@Gummibär:
Ja, schönes Spiel. Aber wo is da der Spielweltbezug? Da könnte man ja auch Stein-Schere-Papier spielen und bei zwei von drei schafft das Team von GSG9 Beamten den Raum zu stürmen, ohne dass die Terroristen die Geisel erschießen. Da kann man dann auch spekulieren, hm, beim ersten Mal hat der SL Stein genommen und verloren, jetzt nimmt er beim nächsten Mal warscheinlich was anderes. Oder doch nicht...

Daran anknüpfend dann noch eine ganz zentrale Frage: Man kann nur einem Gott dienen, also welcher ist es bei dir? Der Fähigkeitswert, der auf dem Charakterbogen steht, oder die Fähigkeit des Spielers das Mini-Game zu spielen?

Eulenspiegel:

--- Zitat von: Buddz am 31.10.2012 | 20:53 ---Aber wo is da der Spielweltbezug?
--- Ende Zitat ---
Wo ist bei Primetime Adventure oder Dogs in the Vineyard oder "Engel-Arkana" der Spielweltbezug?

Du hast erstmal einen Konfliktmechanismus. Für die Umsetzung in den SIS ist dann der erzählende Spieler verantwortlich. Anstatt "Kreuz, Pik, Herz, Karo" könnte man die Karten natürlich auch "Mut, Vorsicht, Finte, Direktheit" nennen.


--- Zitat ---Daran anknüpfend dann noch eine ganz zentrale Frage: Man kann nur einem Gott dienen, also welcher ist es bei dir? Der Fähigkeitswert, der auf dem Charakterbogen steht, oder die Fähigkeit des Spielers das Mini-Game zu spielen?
--- Ende Zitat ---
Nicht unbedingt. Bei D&D4 oder DSA4 ist auch beides wichtig: Der Fähigkeistwert auf dem Charakterbogen (und dem Ausrüstungsbogen) und die Fähigkeit, das Mini-Game zu spielen.

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