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Wechselwirkungen von Würfelmechanismen auf das Spielgefühl

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pharyon:
Hallo allerseits,

ich habe mich zwischenzeitlich mehrfach an Eigenwerken versucht und mir immer überlegt, wie ich bestimmte Handlungen und Ereignisse, die ich gerne im Spiel haben möchte, umsetze. Dabei habe ich als grundlegenden Resolutionsmechanismus verschiedene Würfelproben ausprobiert und dabei festgestellt, dass diese - abgesehen von den statistischen Verteilungen - auch ganz eigene Spielgefühle vermitteln.

Darüber würde ich mich gerne mit euch austauschen.

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?
Welche Würfelprobe benutzt ihr am liebsten und warum?

Ich weiß, dass es auch andere Mechanismen gibt, möchte die jedoch nicht an erster Stelle besprechen. Allerdings können diese natürlich auch neue Perspektiven auf "die Würfelprobe" eröffnen.

Bin gespannt auf eure Beiträge.

Grüße, p^^

Eulenspiegel:
Zwei Lieblingssysteme:
1) 2W10 mit Explosion, Implosion und Mindestwurf: Eine gute Mischung aus Gaußverteilung und leicht zu addieren. Wahrscheinlichkeiten sind halbwegs intuitiv zu schätzen.

2) Dogs in the Vineyard: Da ist das Würfeln ein kleines Minigame. Quasi ein Spiel im Spiel. Das hat mich auch gereizt.

Ausnahme:
Bei RPGs, wo es regelmäßig zu Massenkämpfen kommt, lege ich wert darauf, dass pro Figur nur ein Würfel geworfen werden muss. Dann kann ich mehrere Figuren auf einmal würfeln.

8t88:
Ich mag Pools ala WoD. (feste Zielzahl!)
Und WX + Wert...
Letzteres hat eine Saubere Progression und ist oben offen
Kult hat noch einen interessanten Mechanismus, der auch oben Offen ist obwohl er unterwürfelt.
Bei Liquid werden auf ähnliche weisen Qualitäten verglichen.

Grey (away):
Oh Man, das Spielgefühl in Worte fassen...

Mein Lieblingswürfel ist eindeutig der W20. Er ist das Schwert in meiner Hand, der Dietrich in meinen Fingern, der Talisman und die Spruchkomponente - ein Gegenstand von magischer Gestalt, der alles repräsentieren kann, was ich in ihn hineindenke.

Um so bedauerlicher finde ich daher, daß ich es nicht geschafft habe, ihn in mein Heroen-Regelwerk einzubauen. W20-Systeme haben sich einfach (zumindest meiner Erfahrung nach) als unausgewogen herausgestellt. Du mußt bei der Systemerschaffung sehr viel Vorarbeit in die Wahrscheinlichkeitsrechnung stecken, damit sich die kuriosen Ausreißer in Grenzen halten.

Praktisch gesehen ist mein Lieblingssystem: erfolgsbasiert, mehrere W6, explodierende Würfel. Es funktioniert sehr gut mit groben Attribut- und Fertigkeitsskalen und macht - mit den richtigen Mechanismen - den Ausgang einer Aktion gut berechenbar. Statistische Ausreißer der Charaktere relativ zueinander sind eher selten, ein gut ausgebildeter Profi-Kämpfer macht einen Anfänger fast immer mühelos platt; ein Kampf zweier ebenbürtiger Gegner hingegen wird spannend und steckt voller spannender Wendungen. Was nun aber das "Spielgefühl" betrifft... keine Ahnung, es ist irgendwie nüchterner als mit W20.

6:
Ich würde viel lieber ein elegantes Kartensystem verwenden, statt mit Würfeln zu würfeln.

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