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[Glorantha] 3 gewaltige Quellenbücher, bald 4

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Xemides:
Dann hast du mehr als ich  ;D

Was Glorantha eindeutig von Aventurien unterscheidet ist, das Glorantha nicht nur ein großen Pantheon, ein paar Halbgötter und wenige andere Kulte hat.

Jedes Land, jede Kultur hat ihre eigenen Pantheone, und selbst innerhalb des Pantheons gibt es noch unterschiedliche Sichtweisen und Anbetungsformen.

Und an den Grenzen dann noch Überschneidungen.

Jed Clayton:
Ja, genau so ist das, Fred.

Das ist auch wieder genau der Punkt, den meine früheren Spieler in Glorantha, RuneQuest und so weiter nie wirklich verstanden haben.

"Wie? Was? Warum gibt es da zwanzig verschiedene Kriegsgötter? Warum ein Dutzend Gottheiten allein für Landwirtschaft ...?"

Heute weiß ich natürlich, wie ich darauf antworten würde, auch wenn es inzwischen ein Gemeinplatz ist:

Das ist so, weil Glorantha eben dezidiert von ECHTEN, organisch gewachsenen Kulturen der Menschheitsgeschichte abgeguckt ist... von Griechen, Römern, Kelten, Germanen, dem alten China, Indien, Mesopotamien, nordamerikanischen Indianern und anderen! Die Realität und die reale Geschichte und Volkskunde ist eben viel, viel vielfältiger als eine mechanische Spielwelt, in der Götter und Kulte nach der Spielnützlichkeit zusammengestellt und in handliche kleine Schubladen gepackt werden: bitte nur eine Kriegsgottheit, eine Gottheit für den Heiler, eine für den Bauern, eine für die Liebe. So einheitlich und bürokratisch funktioniert eine reale Religion eben nicht. Und eine polytheistische Gesellschaft funktioniert auch nicht so, wie es uns Fantasy-Romane, Fernsehserien und Schulbücher oft weismachen wollen.

Dazu kommt der Umstand, dass man es in Glorantha oft mit den Randgebieten großer Imperien zu tun hat, wo sich Völker und ihre Traditionen ständig begegnen und allmählich vermischen. Die Kriegswirren und die generelle Umbruchsstimmung, das Heraufdämmern großer epochaler Umwälzungen, tun das Übrige. Einheitlichkeit und Konformismus sind da nicht angesagt.

Xemides:
Wir sind bei 190.000 Dollar und noch 4 Tage. Ob die letzten beiden Schwellen auch noch geknackt werden ?

Der Nârr:
Stafford ist doch selbst Schamane, da hat er sicher auch einiges aus seinen privaten Studien einfließen lassen.

Die vielen verschiedenen Göttersysteme hat man auch in anderen Settings. Was bei Glorantha gelungen ist, ist die überzeugende Integration der Religion in die Gesellschaft. Und das besondere ist natürlich die Unterstützung der Mythologie durch Quellentexte. Der Nachteil ist, dass dadurch der Zugang erschwert wird. Aber dem soll ja nun Abhilfe geschaffen werden. Dennoch: Mir ist es einfach zu teuer und wenn ich anfange, anderen Spielern von Glorantha zu erzählen, ist das denen in der Regel schnell zu abgehoben oder nicht Mainstream genug.

Glorantha, kommt gut an bei den Kritikern, hängt wie Blei in den Regalen.

Xemides:

--- Zitat von: Der Narr am 14.12.2012 | 08:20 ---Stafford ist doch selbst Schamane, da hat er sicher auch einiges aus seinen privaten Studien einfließen lassen.
--- Ende Zitat ---

Das ist so, in der Tat.


--- Zitat ---Dennoch: Mir ist es einfach zu teuer und wenn ich anfange, anderen Spielern von Glorantha zu erzählen, ist das denen in der Regel schnell zu abgehoben oder nicht Mainstream genug.
--- Ende Zitat ---

Zu teuer nur, weil es alles auf einmal gefordert ist. Insgesammt würdest du für die 3 Bücher und die ganzen Extras wahrscheinlich nicht weniger ausgeben.

Was andere Spieler angeht, ja das kann ich leider bestätigern. Aber ich habe mir vorgenommen, das zu ändern und Glorantha wieder bekannter zu machen.


Und Talislanta fand ich abgehobener.


--- Zitat ---Glorantha, kommt gut an bei den Kritikern, hängt wie Blei in den Regalen.

--- Ende Zitat ---

Naja, nun ist  ja auch jahrelang kaum etwas zu Glorantha erschienen, was in den Regalen liegen kann. Die Sarter-Bände und das Pavisband sind ja so alt noch nicht und werden auch erst neuerdings wieder groß vertrieben.

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