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[Retrostar] Rollenspielsystem für 70er-Jahre-Sci-Fi-Serien
Jed Clayton:
--- Zitat von: Sagittarius am 23.01.2013 | 17:12 ---Auch wenn ich hier den Miesepeter spiele, aber der Name bringt mir alles, aber kein 70er-Jahre-feeling. Mit dem Namen will man wohl eher auf der Retro "für was auch immer" Welle surfen. Schade
Wie der Inhalt dann aussieht ist natürlich ein ganz anderes Thema.
--- Ende Zitat ---
Nun ja, meine eigene Befürchtung wäre lediglich gewesen, dass "Retrostar" eher nach einer Fernseh-Popmusik-Casting-Show klingt, in der die Kandidaten alte oder altmodische Lieder singen müssen ... ;)
Cynthia hat das anders gesehen. Sie und die anderen waren absolut begeistert von diesem Namen. Sie meinte vor zwei Tagen auch noch zu mir, der Vorteil an "Retrostar" wäre, dass eben im Englischen der "star" entweder ein Stern am Nachthimmel sein kann oder der Hauptdarsteller in einem Film oder einer Serie: the star of the show, der Fernsehstar eben. Das war letzten Endes wichtig, weil wir ja nicht nur Serien recherchieren und wiedergeben wollen, die im Weltall spielen, sondern auch trashige 70er-Jahre-Phänomene wie den Sechs-Millionen-Dollar-Mann, die mehr oder weniger "nur" auf der Erde unterwegs waren (... wohlgemerkt hat ja Steve Rogers, der Sechs-Millionen-Dollar-Mann, auch ab und zu gegen Aliens gekämpft).
Jed Clayton:
--> Für alle, die am kommenden Wochenende in Erlangen bei den Erlanger Spielertagen sind:
Ich werde bei genug Interesse am Sonntag, den 27.01., eine Testspielrunde mit den noch komplett unveröffentlichten, nicht endgültigen Grundregeln von Retrostar anbieten. Maximal 6 Spieler, keine Charaktererschaffung vor Ort, das Setting ist schon das Grundgerüst von WarpCruise 76, also Space Opera an Bord eines Vergnügungsschiffes.
Wir haben am Sonntag vort Ort nur ein sehr enges Zeitfenster, von etwa 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr (oder maximal 17:00 Uhr).
Ich werde gegen 12:00 Uhr zum Brunch da sein.
Jed Clayton:
Meine erste Playtest-Runde für Retrostar lief heute von genau 13:30 Uhr bis 17:30 Uhr. Im Endeffekt ganz planmäßig.
Ich hatte fünf Spieler, die alle sehr interessiert und "gut drauf" waren. Ich bekam zum Glück auch kräftig Lob für die Runde und meine Spieler wollten das System am liebsten sofort weiterbenutzen. Es scheint ein Riesenspaß zu sein. Deshalb werden wir auf jeden Fall weiter daran arbeiten und es schnell fertigstellen.
Ich möchte ja nicht prahlen, aber Retrostar war, zumindest heute Nachmittag, so etwas wie der "Star" auf der Convention. ;D
D. M_Athair:
Liest sich toll.
Den Namen finde ich ... austauschbar.
Starforce Epsilon oder Starforce Qoph ... hätte mir z.B. besser gefallen (nur muss man auf solche Ideen auch immer rechtzeitig kommen. :P )
--- Zitat von: Jed Clayton am 23.01.2013 | 22:45 ---Nun ja, meine eigene Befürchtung wäre lediglich gewesen, dass "Retrostar" eher nach einer Fernseh-Popmusik-Casting-Show klingt, in der die Kandidaten alte oder altmodische Lieder singen müssen ... ;)
--- Ende Zitat ---
Die Assoziation lässt sich nicht leugnen. Allerdings passt die Gleichsetzung "Retro = 70er" durchaus. Ist beim Retro-Rock, bei der OSR, bei Einrichtungegenständen im Retrostyle... ja auch der Fall.
Jed Clayton:
Danke für die Rückmeldung, Athair.
Am Sonntag war es auf jeden Fall sehr lustig und zugleich sehr flüssig. Das macht mich außerordentlich froh. Die Regeln scheinen wirklich zu funzen, ich bekam keine negativen Reaktionen dazu. Die Spieler waren sich eigentlich alle einig, dass die Regeln greifen und für schnelles offenes Spiel geeignet sind. Sie haben sogar schon über andere Charaktere und Welten nachgedacht. Die Regeln waren auch sofort verständlich, und das ist mir nur mit ganz wenigen Systemen passiert.
Vor einer Weile habe ich an den Verlag in Amerika diesen ersten Kurzbericht gesendet. Ich kann ihn hier einfach mal zitieren. Es steht auch kein Regelzeug drin, nur die Ausgangssituation zum Abenteuer.
Ich hatte nun gerade keine Zeit zum Übersetzen, deswegen ist der Bericht hier mal in Intercosmo ... ich meine, im terranischen Esperanto geschrieben:
--- Zitat ---System: RETROSTAR
Series: WarpCruise
Episode: “Loaded in Space, or: The One With the Tentacles is My Mother-In-Law”
Player-characters:
Captain Perry Sholano (cruise captain and space ace, commander)
Dr. Mahendra Chowdhury (medical doctor, also a military cyborg)
Jake B. Roosevelt (barkeep, doubling as face/basher)
G.J. “Geejay” McLane (cruise director, doubling as public relations, emcee, and decoy)
Rascal Thunders (purser, doubling as gunner and infiltrator)
This was my first attempt at using the Buck Rogers-meets-The Love Boat setting that I made up at the end of last year. The basic premise was that the adventure would take place during the maiden voyage of the new Omega-9 cruise ship, a flight to Alpha Centauri and beyond. The five PCs did not only have to excel at their task of making the voyage pleasurable and perfect for all the passengers (spoiled and bored rich people, for the most part), this being their debut flight for the brand-new enterprise called Retrostar Voyages, Inc., but also were faced with the added danger that the greedy and underhanded rival corporation of Interstar Cruises had probably smuggled a saboteur, a spy, or an overly critical journalist on board of the Omega-9. That was yet to be figured out. There were a few hints and rumors, but nothing more. Once near Alpha Centauri, the cruise ship’s small pleasure shuttle was also snatched by space-junk pirates looking for precious metals and spare parts, while a busload of passengers from the Omega-9 voyage was still inside of it.
Hilarity and swashbuckling action ensued…
What I can safely say about this game session is that all five players instantly embraced the trash sci-fi television genre to the fullest, and three of the five players were even familiar with The Love Boat as well as a German television soap opera that it inspired. In addition, everybody instantly got into character, there was almost no hesitation and very, very few questions about rules and limitations. Far fewer than I had recently experienced in other games, with the exception of a few sessions of CC&VF, perhaps. There was laughter from the very beginning, all in a good way, I mean, and the general mood and feel of this episode was that of a wacky space comedy, with a farcical, but not absurd quality. So, it drifted more towards the 1979-era Buck Rogers and the 1980 Flash Gordon than, for instance, “Space Balls” or “Mom and Dad Save the World”. That was absolutely intentional. The players equally balanced space adventure with Love Boat-like scenes at the bar or lounge, also, and the banter and tension within the quintet of player-characters included several obvious nods to Star Trek: The Original Series. What was not to love?
So, next I am going to tell you what happened, scene by scene.
--- Ende Zitat ---
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