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[nWoD] Ist die WoD ST-zentriert? ...
Nin:
... oder: Die Definition des Würfelpools obliegt den SpielerInnen!
Da wird gerade in den Regeln zur nWoD immer mal wieder an der Stellschraube für ein Player Empowerment gedreht ... und dann so etwas:
--- Zitat von: Teylen am 26.01.2013 | 20:58 ---
--- Zitat von: Matt McFarland ---(...) The Storyteller sets the repair roll as Wits + Crafts. (...)
--- Ende Zitat ---
Extended Actions: Digging in Deeper
--- Ende Zitat ---
Eigentlich hatte ich gehofft, dass sich die Spielweise, in der ST den zu würfelnden Pool vorgibt, mittlerweile erledigt hat.
--- Zitat von: Nin am 27.01.2013 | 14:47 ---(Die ST-zentrierte Schreib-/Denkweise stört mich. Z.B. die Vorgabe der zu würfelnden Kombination. Aber das wäre wohl ein eigenes Thema wert.)
--- Ende Zitat ---
--- Zitat von: La Cipolla am 27.01.2013 | 15:20 ---Na ja, die nWoD ist schon SL-zentriert.(...)
--- Ende Zitat ---
--- Zitat von: Murder-of-Crows am 27.01.2013 | 16:41 ---Also mit den kommenden Änderungen gibt es da einen deutlichen Shift weg vom SL.
--- Ende Zitat ---
Ich glaube, ich habe da ein ganz anderes Grundverständnis des WoD-Pool-Systems als die Autoren. Für mich lebt das System vorallem dadurch, dass SpielerInnen ihr Vorgehen im Rollenspiel umsetzen und sich dadurch individuelle Kombinationen von Attribut und Fertigkeit ergeben.
Beispiel: Der Charakter möchte etwas reparieren (tendenziell mit Repair), kann er dies analytisch, systematisch tun (Intelligence) oder intuitiv, aus dem Bauch heraus (Wits). Vielleicht wird es aber auch physisch erspielt (Dexterity oder auch Strength).
Bestimmt nur der ST den Pool, kommt es sehr schnell zu bestimmten Standard-Kombination. Das bringt in der Praxis häufig eine Reduzierung an Möglichkeiten der Kombis. Auch führt es gerne mal dazu, dass bestimmte Attribute oder Fertigkeiten öfter/regelmäßiger genutzt werden als andere.
Das freiere Kombinieren schafft die Chance Probleme auf unterschiedliche Arten anzugehen - erhöht somit die Möglichkeiten des Handelns - und erleichtert ein Übereinstimmen von Charakterfähigkeiten, Herangehen und Pool.
* Was glaubt ihr, inwieweit die nWoD ST-zentriert?
* Warum ist das aus eurer Sicht gut? Oder schlecht?
* Liegt es an den Regeln?
* Liegt es an dem Fokus auf Storytelling?
* Liegt es an der Gewohnheiten der SpielerInnen?
* Wo soll die Reise hingehen?
* ...?
Die Textschnippsel stammen aus dem Beitrag The God-Machine
Thema Player Empowerment in der nWoD und auch CtL siehe auch:
http://tanelorn.net/index.php/topic,65005.0.html
http://tanelorn.net/index.php/topic,53774.0.html
La Cipolla:
Ist dieses "ST-zentriert" im Titel gewollt?
Bei uns läuft es SL-zentriert, aber ich finde auch, man kann es gut anders machen. Bin mir auch nicht GANZ sicher, was ich von diesen Beats und ähnlichem halten soll. Sind halt alles Regeln, über die die Spieler nachdenken müssen (wahrscheinlich). Mal sehen, bin so oder so sehr gespannt.
Nin:
--- Zitat von: La Cipolla am 28.01.2013 | 00:41 ---Ist dieses "ST-zentriert" im Titel gewollt?
Bei uns läuft es SL-zentriert,
--- Ende Zitat ---
Naja, die WoD kennt keinen SL. Zumindest nicht vom Begriff her. (Für die meisten sind Storyteller bzw. Spielleitung/leiter Synonyme.)
killedcat:
--- Zitat von: Nin am 28.01.2013 | 00:26 ---Eigentlich hatte ich gehofft, dass sich die Spielweise, in der ST den zu würfelnden Pool vorgibt, mittlerweile erledigt hat.
--- Ende Zitat ---
Echt? Warum? Ich hoffe, dass sich das nie erledigt und jede Gruppe das individuell für sich bestimmen kann.
--- Zitat von: Nin am 28.01.2013 | 00:26 ---Bestimmt nur der ST den Pool, kommt es sehr schnell zu bestimmten Standard-Kombination. Das bringt in der Praxis häufig eine Reduzierung an Möglichkeiten der Kombis. Auch führt es gerne mal dazu, dass bestimmte Attribute oder Fertigkeiten öfter/regelmäßiger genutzt werden als andere.
--- Ende Zitat ---
Da haben wir unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Bei uns ist das traditionell locker. Grundsätzlich gibt der SL die Möglichkeiten vor, was sich gerade bei Anfängern eine enorme Erleichterung erwiesen hat. Wenn aber der Spieler mit einer ungewöhnlichen Idee kommt und alle damit Spaß haben, lassen wir uns auch auf abwegige Kombinationen ein.
--- Zitat von: Nin am 28.01.2013 | 00:26 ---Das freiere Kombinieren schafft die Chance Probleme auf unterschiedliche Arten anzugehen - erhöht somit die Möglichkeiten des Handelns - und erleichtert ein Übereinstimmen von Charakterfähigkeiten, Herangehen und Pool.
--- Ende Zitat ---
... und schafft Ungerechtigkeiten. "Warum hab ich meine Intelligenz so teuer hochgelernt, der Thomas macht alles mit Wits?!?". Eine Verlässlichkeit bei den Kombinationen ist nicht nur schlecht.
--- Zitat von: Nin am 28.01.2013 | 00:26 ---Was glaubt ihr, inwieweit die nWoD ST-zentriert?
--- Ende Zitat ---
Ich vermute du meinst mit "ST" den Storyteller. ST könnte man hier auch als Storytelling verstehen. Die nWoD kennt den Spielleiter noch. Insofern folgt es der klassischen Aufteilung Spielleiter + Spieler. Die Möglichkeiten der Spieler gestaltend in die Handlung einzugreifen sind ebenfalls klassisch auf die Möglichkeiten der Figuren beschränkt. Kein Player-Empowerment oder sowas. Ich sehe die nWoD daher "normal" ST-zentriert. Eben so, wie praktisch alle Systeme, die diesem Prinzip folgen.
--- Zitat von: Nin am 28.01.2013 | 00:26 ---Warum ist das aus eurer Sicht gut? Oder schlecht?
--- Ende Zitat ---
Für mich unterstützt das den liebgewonnenen Mittelweg aus spielerischer und erzählerischer Betonung. Man ist flexibel und das System ist intuitiv.
--- Zitat von: Nin am 28.01.2013 | 00:26 ---Liegt es an den Regeln?
Liegt es an dem Fokus auf Storytelling?
Liegt es an der Gewohnheiten der SpielerInnen?
--- Ende Zitat ---
Woran liegt was? Das vermittelte Spielgefühl und die Möglichkeiten, die Attributs-/Skillzuteilung zu bestimmen liegen natürlich (aber nicht ausschließlich) an den Regeln. Einen besonderen Fokus auf "Storytelling" im Sinne von "es sind Elemente zur Konflikt-/Geschichtengestaltung regelseitig verankert" kann ich nicht erkennen. Da liegen doch ganze Welten zwischen der WoD und Systemen wie Fate, cinematic Unisystem oder gar dem "Artsy-Fartsy"-Kram, weswegen ich ja oWoD und nWoD so mag.
--- Zitat von: Nin am 28.01.2013 | 00:26 ---Wo soll die Reise hingehen?
--- Ende Zitat ---
Persönliche Vorliebe oder Voraussage? Hmmm... mir persönlich wäre eine nWod lieb, die ein kleinwenig vom Abstraktionsgrad einbüßt und die Merits ein wenig schlanker gestaltet. Aber ich sage eine Entwicklung hin zum Artsy-Fartsy voraus, mit Player-Empowerment und mehr Crunch. Warum? Weil ich damit dann persönlich nichts mehr anfangen kann und das Schicksal es für gewöhnlich mag, mir die Rollenspiele zu versauen, mit denen ich spielen möchte ;-)
Teylen:
In wie weit würde ein Spieler orientierter Ansatz hinsichtlich der Kombination von Attribut und Fertigkeit verhindern das ein Attribut oder eine Fertigkeit übermäßig stark belastet wird?
Führt die Vorgehensweise nicht unter Umständen zu Herausforderungen hinsichtlich von allgemein vergleichenden Proben und ganz spezifisch den Kampf? Schließlich wäre es mehr oder weniger natürlich das man versucht das jeweils höchste Attribut zu wählen.
Auch hätte ich bedenken das mitunter Schwächen effektiv nicht mehr zum tragen kommen.
Letztlich sollte darauf Rücksicht genommen werden das der ST weiterhin mittragend in das Spielgeschehen eingebunden ist.
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