Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Ist Pathfinder 'Das Böse'(tm)?
Little Indian #5:
--- Zitat von: Uebelator am 30.01.2013 | 12:24 ---Ich würde behaupten bei einer Battlemap-Allergie ist PF absolut das falsche System.
--- Ende Zitat ---
Nicht unbedingt. PF funktioniert auch ohne Battlemap ganz prima (wir spielen es so). Natürlich muss man dann einige Faktoren wie "In die Zange nehmen" oder Bewegungsweiten schätzen, aber das gibt eigentlich nie Probleme. Und tatsächlich helfen die detaillierten PF-Kampfregeln sogar, weil man so besser abschätzen kann, welche Aktionen möglich sind und welche Auswirkungen sie haben.
Es mag sein, dass einige Manöver, Zauber und Talente ohne Battlemap weniger wichtig (oder sogar sinnlos) werden, aber das macht das Spiel insgesamt nur einfacher, was dem Spielstil zumindest meiner Gruppe durchaus entgegen kommt.
Mit PF kann man genz unterschiedliche Arten von Kampagnen spielen, auch wenn das System wohl eher auf Min-/Maxing, langfristige Planung der Charakterentwicklung und taktische Kämpfe ausgelegt ist. Das ist uns nicht so wichtig, und deshalb stehen diese Elemente des Spiels etwas im Hintergrund. Natürlich könnten wir auch ein anderes System verwenden aber warum, wenn wir mit den Ergebnissen, die PF liefert, zufrieden sind?
Andererseits haben wir auch Savage Worlds konsequent ohne Minis gespielt und das System ist immerhin aus einem Tabletop-Strategiespiel hervorgegangen. Und es hat auch prima funktioniert.
Talivar:
Hallo,
ich denke, dass viele merken, dass wir der sogenannten "Evolution" oder Fortschrittspirale nicht ganz nachkommen.
Vieles sollte mehr ausgetestet werden, bevor aus auf den Markt kommt (das betrifft nicht nur RP sondern auch
andere Produkte).
Daher spielen wir auch wieder AD&D 2nd Edition und bessern ein paar "Fehlerstellen" aus.
Alle kennen das System und man muss keine neue Zeit und Geld in neue Produkte investieren.
Dafür gibt es mehr Raum für Kampagnendichte.
"Back to the roots" ist eben auch immer wieder gut.
Grüße,
Praion:
--- Zitat von: Talivar am 13.02.2013 | 18:39 ---Hallo,
ich denke, dass viele merken, dass wir der sogenannten "Evolution" oder Fortschrittspirale nicht ganz nachkommen.
Vieles sollte mehr ausgetestet werden, bevor aus auf den Markt kommt (das betrifft nicht nur RP sondern auch
andere Produkte).
Daher spielen wir auch wieder AD&D 2nd Edition und bessern ein paar "Fehlerstellen" aus.
Alle kennen das System und man muss keine neue Zeit und Geld in neue Produkte investieren.
Dafür gibt es mehr Raum für Kampagnendichte.
"Back to the roots" ist eben auch immer wieder gut.
Grüße,
--- Ende Zitat ---
Wobei ich denke, dass diese Spirale zwischen "Mega-genaue-taktische Spiele" und "Story-Now, leichtere Regeln" uns wieder auf dem Rückschwung richtung Story bewegen. 4e war so der Höhepunkt der taktischen Battlemap Spiele. Mit Sachen wie EotE zeigt sich, dass wir uns wieder zurück bewegen.
(Order 66 Theorie)
La Cipolla:
Aber wie passt da der ganze Oldschool-Kram rein? War doch praktisch dieselbe Zeit wie 4e. Ich denke, es gibt da eher parallele Entwicklungen (aber gut, ich bin dann auch solchen Verallgemeinerungen gegenüber skeptisch).
Guennarr:
--- Zitat von: La Cipolla am 13.02.2013 | 19:02 ---Aber wie passt da der ganze Oldschool-Kram rein? War doch praktisch dieselbe Zeit wie 4e. Ich denke, es gibt da eher parallele Entwicklungen (aber gut, ich bin dann auch solchen Verallgemeinerungen gegenüber skeptisch).
--- Ende Zitat ---
Foren sind nicht die gesamte Spielerschaft, aber bei jeder neuen Edition gab es immer ein paar Spieler, die sich abwandten und bei "ihrem" Spiel blieben.
Beim Erscheinen von 2e schimpften viele 1e-Spieler über die Unausgegorenheit der 2e-Regeln und beim Wechsel auf 3e brach eh für viele eine Welt zusammen, da 3e erstmals zur Vorauflage vollständig inkompatibel ausfiel. ;)
Gleichzeitig zog 3e aber ungemein viele Spieler durch ihre attraktive Gestaltung an, die in den Jahren davor aufgehört hatten, (A)D&D zu spielen.
Und dann kamen einige Faktoren zusammen:
- verstärkte Vernetzung über Internet (ich erinnere mich an die AD&D-Zeiten vor der OGL, als TSR auf Hexenjagd ging und alles nicht offizielle Material aus dem Netz nehmen ließ).
- natürlich die OGL!
- die ersten Anbieter, die mittels OGL de facto Klone der Alt-Editionen erschufen: Hackmaster fällt mir da ganz konkret ein.
Die Editionskriege zwischen 3.5- und 4e-Fans taten das übrige. Einige entschieden sich, beidem den Rücken zuzukehren und es kamen immer mehr OSR-Regeln heraus.
Ein anderer Faktor war sicherlich auch, dass aus den Studenten der 3e-Ära längst Berufstätige bzw. Familienväter geworden waren, die deutlich weniger Zeit für ihr Hobby aufwänden konnten. Eine schnelle, regelleichte OSR-Runde kann da attraktiver als die letzte Regelinkarnation sein, in die man sich erstmal einarbeiten muss.
Aber letztlich wird niemand genau beziffern können, wie hoch der OSR-Anteil an der ebenfalls nur näherungsweise bezifferbaren Zahl der RSPer ausfällt...
Thema umbenennen oder Thread splitten? ;)
LG
G.
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