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Welches war bis jetzt Euer abgedrehtestes Buch?

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Woodman:

--- Zitat von: Destruktive Kritik am  3.03.2013 | 02:05 ---ubik von pkd
eine traumwelt-realismus-schnitzeljagd ohne festen boden unter den füßen.


--- Ende Zitat ---
+1
Ubik hat mich auch ein wenig verwirrt, und die aus heutiger Sicht retro SF macht das Verständnis nicht einfacher.

aingeasil:
Für mich waren die abgedrehtesten Bücher immer noch die Kafkas, die ich bisher gelesen hatte (Der Prozeß und Die Verwandlung). Ich denke, es lag vor allem an der Schreibweise in Zusammenspiel mit den Themen; wobei ich bis heute kein Fan des Autors geworden bin.

condor:
"The Unconsoled" von Ishiguro Kazuo. Alles nur ein Traum? Amnesie? Geisteskrankheit? Drogen? Und dabei ist das meiste, was passiert, nicht sehr spektakulär. Nur mit dem Zeitverlauf stimmt irgendetwas nicht. Und mit dem Verhalten des Ich-Erzählers. Und praktisch aller anderen Personen.

-> Nicht unbedingt eine Empfehlung, aber vielleicht ist es auch genial, wer weiß?

Bluerps:
"Valis", von demselben Autor der hier schon zweimal erwähnt wurde. In dem Buch hat Philip K. Dick versucht eine Reihe von Halluzinationen zu verarbeiten, die er unter dem Einfluss von Schmerzmitteln hatte, als er sich von der Entfernung seiner Weisheitszähne erholte (er hat darüber noch mehr Bücher geschrieben, aber ich habe davon nur Valis gelesen). Inkohärent und komplex. Das Buch ist im Wesentlichen für Leute interessant, die wissen wollen was den Mann in den letzten Jahren seines Lebens getrieben hat.


Bluerps

korknadel:
Abgedreht ist so eine Sache. Abgedreht ist ja immer stark abhängig von dem, was man für "normal" hält, und ich finde es eigentlich ziemlich bedenklich, so etwas wie "normal" in der Literatur zu definieren.

Aber Bücher, die konventionellen Lese-Erwartungen zuwiderlaufen, lese ich eigentlich sehr gern, ob man sie nun abgedreht nennen mag oder nicht.

Das fängt bei Fischarts Geschichtskliltterung an (auch wenn ich die nicht komplett gelesen habe). Im Grunde ist auch der Don Quixote ziemlich "abgefahren".

Ansonsten wären meine Tipps für "Abgedrehtes" "Franz Müllers Drahtfrühling" von Kurt Schwitters (allerdings kein Buch, sondern nur eine "Geschichte"), "Fälle" von Danil Charms oder "Schaum der Tage" von Boris Vian. Und überhaupt das meiste von Arp, Schwitters und Kollegen.

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