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Mark Rein-Hagens neues Rollenspielprojekt! [Das erste komplett neue nach V:tM]

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Luxferre:

--- Zitat von: Teylen am  9.04.2013 | 08:16 ---Ah da steht:
Willst Du etwa ernsthaft, dass er Zombies so trivialisiert wie Vampire?
Also das V:tM bzw. MRH mit V:tM Vampire trivialisiert hat. Nun und es steht da schon das es V:tM ist, den "er" MRH hat kein anderes "Vampire" als V:tM geschrieben.

--- Ende Zitat ---

Er trivialisiert aber Vampire. Und? Mir fehlt gerade der Inhalt Deiner Gegenargumentation.
Daran ändert auch:

--- Zitat ---Jetzt heißt trivialisieren:
Etwas trivial machen, ins Triviale ziehen
Es ist Synonym zu:
verflachen; banalisieren, vergröbern, verwässern; (bildungssprachlich) simplifizieren

Wobei Trivial bedeutet:
a) im Ideengehalt, gedanklich, künstlerisch recht unbedeutend, durchschnittlich; platt, abgedroschen
b) alltäglich, gewöhnlich; nichts Auffälliges aufweisend

--- Ende Zitat ---
die uns allen bekannte (Danke fürs Teilen...) Definition nichts.


--- Zitat ---Nun kann man meines Erachtens durchaus festhalten das V:tM das Thema nicht verflacht, banalisiert, verwässert oder vereinfacht hat.
Zwar hat es dem ganzen einen Popularitätsschub gegeben, aber nicht dahingehend das es nichts mehr auffälliges ausweist bzw. vollkommen gewöhnlich ist.

--- Ende Zitat ---
Doch hat er/es. Sogar ganz objektiv besehen. Dass Du allerdings in eine Verteidigungshaltung verfällst, die ich persönlich nicht einnähme, verstehe ich halt nicht. Niemand kritisiert Dich und auch nicht VtM. Die Grundaussage ist einfach nicht so negativ, wie Du sie wahrnimmst.



--- Zitat von: La Cipolla am  9.04.2013 | 09:05 ---Vampire in VtM sind etwas Alltägliches, etwas, das man in jeder größeren Stadt findet, sogar in der Regierung. Es gibt sie in tausend Ausführungen, sie haben ihre eigene Kultur etc. Das sie ja ach so "geheim" sind, spielt dabei keine Rolle, weil man ja in ihre Rolle schlüpft, nicht in die der anderen. Das ist in meinen Augen deutlich trivialisiert im Vergleich zu Stoker und Co., wo das angsteinflößende, mächtige Einzelfälle sind (oder man nicht mal WEISS, ob es Einzelfälle sind).

Ich glaube einfach, ihr versteht das Wort zu negativ.

--- Ende Zitat ---

word, Digger!

Teylen:
@Surtur: Es gibt bisher (afaik) keine weiteren Informationen.
Das was bisher geäussert wurde habe ich auf der ersten Seite im sechsten Beitrag zusammengefasst habe.

Das Party-Poker-RPG Spiel ist in soweit relevant als das MRH angibt das "I am Zombie" ein ähnliches Spiel-System verwenden wird.
Was für mich in der beschriebenen Konsequenz, das heißt ohne Charakterblätter, sehr LARP fokussiert wirkt und wenig überzeugend.

Das Succubus halte ich auch dahingehend relevant das ich mich Frage wie stark der Verlauf und vorallem der Abschluß des Kickstarter das Zombie-RPG-Projekt beeinflusst. Schließlich sieht es derzeit danach aus als würde das Projekt in die Binsen gehen das heißt das Finanzierungsziel nicht erreichen.
Obwohl es mit der Vampir-Thematik durchaus das Potential bzw. den Raum hat auf den aktuellen Bandwagon aufzuspringen, MRH dort seine Kompetenz ausspielen können sollte und es im Rahmen eines Kartendeck Kickstarter ein normales Ziel hat.
[Die Kicktraq Projektion nach wird Succubus das Ziel um knapp $4000 verfehlen]

Ansonsten finde ich die Vermarktung hinsichtlich des Personenkult etwas zu aggressiv, selbst für amerikanische Marketing verhältnise. Dagegen wirken die Monday-Meetings sowie die Ankündigungen von OPP richtig gehend bescheiden, selbstkritisch, nüchtern und objektiv.

Hinsichtlich der "Eier", es wirkt leider so als fände MRH sich wesentlich "geiler" als sein Produkt. Streicht alles raus was nichts konkretes zu I am Zombie aussagt und übrig bleibt im groben der Verweis auf Succubus und ein Anhang der Ankündigung.

ausstechform:
Es reicht doch auch vollkommen, dass er einfach was verkaufen will. Wenn er sich dabei darauf verlässt durch seine Person ausreichend Punkten zu können, dann ist das seine MArketingentscheidung. Ich hab da kein Porblem mit. Hier im Forum herrscht aber eine gewisse Geilheit auf öffentliche Informationen. Weil euch irgendwer nicht so bedient wie ihr es gerne hättet, sagt das nichts über das Produkt aus. Und wenn er auch nichts über das Produkt aussagen will, dann werdet ihr wohl doer übel eure Geduld üben müssen.

Auribiel:

--- Zitat von: ausstechform am  9.04.2013 | 12:56 ---Es reicht doch auch vollkommen, dass er einfach was verkaufen will. Wenn er sich dabei darauf verlässt durch seine Person ausreichend Punkten zu können, dann ist das seine MArketingentscheidung. Ich hab da kein Porblem mit. Hier im Forum herrscht aber eine gewisse Geilheit auf öffentliche Informationen. Weil euch irgendwer nicht so bedient wie ihr es gerne hättet, sagt das nichts über das Produkt aus. Und wenn er auch nichts über das Produkt aussagen will, dann werdet ihr wohl doer übel eure Geduld üben müssen.

--- Ende Zitat ---

Es gibt aber verschiedene Möglichkeiten, mit der eigenen Person punkten zu wollen. Und die von ihm gewählte kommt sprachlich eben reichlich aufge"geilt" daher, was bei einigen eben zu Unwillen führt, da man sich auch mit gemäßigterem Tonfall ausreichend selbst beweihräuchern könnte...

Der Ton, nicht der Inhalt, macht hier die Musik. ;)

Und ich finde nicht, dass hier Geilheit auf öffentliche Information herrscht. Nur wer so posaunt, darf sich nicht wundern, wenn ihm dann der Marsch geblasen wird. :P

Oberkampf:

--- Zitat von: Teylen am  9.04.2013 | 08:16 ---
Nun kann man meines Erachtens durchaus festhalten das V:tM das Thema nicht verflacht, banalisiert, verwässert oder vereinfacht hat.


--- Ende Zitat ---

Ich sag nur ein Wort: Fischmalk!

Ansonsten Relativierung: Natürlich ist es richtig, dass es schon vor V:tM jede Menge Ironisierung und Banalisierung des Vampirmythos gab. Im einzelnen kann man sich streiten, wo das angefangen hat, und ob Vampire überhaupt zu etwas anderem taugen. Selbst wenn Stokers Dracula vielleicht mehr Schauerliteratur oder früher Horror war als Liebeskomödie, wird es bei Carmilla schon wieder etwas fraglich.

Der Punkt ist einfach, was der Begriff "Vampir" beim Einzelnen unmittelbar für Konnotationen auslöst - und das ist bei mir nunmal V:tM, Twillight, Anne Rice & ähnliche Vampirschnulzen, Tanz der Vampire etc. Wenn ich länger darüber nachdenken würde, käme auch sowas wie Sonja Blue heraus, was trotz vampirischer Hauptprotagonistin einigermaßen in meine Lesevorlieben passt, aber das ist (zumindest heute) nicht mehr das, was man ich, aber auch andere Leute mit Vampiren verbinden. Nancy Collins hat nach eigenen Angaben von Verlagen jede Menge Absagen für eine Fortsetzung der Serie bekommen, weil Sonja Blue eben nicht in das Vampirprogramm der Verlage passt.

Leider liest sich MRHs Zombie-Entwurf für mich (YMMV!) wie ein neuer Aufguss von V:tM. Nun sehe ich in Zombies auch nicht das Potential für Protagonisten eines Rollenspiels, und ich sehe auch den Unterschied zwischen den Funktionen von Zombies und (klassischen) Vampiren in der Horrorliteratur (und dadurch bedingt im Rollenspiel). Zombies sind eine Art von übernatürlicher Naturkatastrophe, der Zombiehorror liegt darin, was die Menschen angesichts der Katastrophe tun (und dass sie die Katastrophe evtl. selbst ausgelöst haben). Zombies glänzen durch Masse, nicht Individualität. Zombie-Horror ist Survival-Horror und deckt sich an vielen Stellen mit Endzeitfilmen. Der Vampir ist/war klassisch eher eine Art Aristokrat unter den Horrorviechern. Vielleicht ist es Wunschdenken, aber ich glaube, Vampire hatten früher einmal tatsächlich etwas Unheimliches, auch im Rollenspiel.

Wenn ich mir jetzt ausmale, dass MRH ein Spiel popularisiert, in dem man einen Meisterzombie spielt, der einer politisch intrigierenden Zombiemeisterfamile angehört und Menschlichkeit verliert, wenn er seinen Zombie-Virus in Umlauf bringt, und jede Nacht mit Hunger auf 500 g Menschenfleisch (und vielleicht etwas Gehirnflüssigkeit?) aufwacht, dann sehe ich schwarz für Zombiehorror. Aber das wird sich wohl ohnehin nicht durchsetzen.

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