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[F2G] Beschwörungen
Xetolosch:
Wie könnte man bei F2G die Beschwörung von Dämonen/ Elementaren oder Erhebung von Untoten abhandeln?
Bei freeFate werden Beschwörungen durch den Verbündeten-Stunt mit abgedeckt. Eine entsprechende Regelung gibt es bei F2G jedoch nicht.
Mein aktuell einzigster Ansatz (stammt auch von Auribiel) wäre...
1) Herbeirufung
Beschwörung als Fakten schaffen (1 Fatepunkt, Veto-Recht des Spielleiters), damit das Wesen erscheint
2) Beherrschung
Eine Beherrschungsprobe als Wettstreit mit Folgen oder, bei Misslingen, als geistigen Konflikt
(Alternative zur Probe wäre ein Deal auszuhandeln bzw. die Motivation des Wesens anzusprechen)
Beherrschte/ Gebundene Wesenheiten könnten sich ebenso wie magische Artefakte dann ebenfalls mit Stress auf den Ressourcen-Balken (optionale Regel) auswirken.
*UPDATE*
Wir wollen damit Aventurien bespielen.
Auribiel:
Nachdem ich gerade noch etwas zu den Vertrautentieren und Magierstäben eingefallen ist, kam mir dazu auch noch eine Idee, was die Beschwörung aber auch nicht unbedingt "billiger" macht im Hinblick auf Beschwörbarkeit. Für kleinere Dämonen/Elementare/Untote:
In den Aspekt mit einbinden. "Grausamer Untotenbeschwörer in 3. Generation" - ggf. hat ein solcher SC ja ständig eine Horde Untote bei sich, die ihm dann in speziellen Situationen (Kampf/Verteidigung) +2 geben, wenn er den Aspekt ausnützt.
Alternativ auch: Könnte als Spezialisierung abgehandelt werden. Spezialisierung: Kampf +1 (Untoter Bodyguard/immerbereiter Feuergeist).
Für völlig autonom handelnde/größere Dämonen würde ich dann allerdings beim Beschwören mittels FATEpunkten bleiben.
Okay, sehr chaotisch, nochmal in halbwegs ordentlich:
Dienstbarer Geist (Dämon/Dschinn/Untoter/etc.) - Steht dem SC immer zur Verfügung, muss also nicht groß Beschworen, sondern nur "gerufen" werden, kann dafür nicht unabhängig vom Beschwörer/Besitzer agieren, sondern dient nur dessen Unterstützung:
Teil des Aspekt (Boni + 2 beim Ausnützen auf...) oder Spezialisierung (+1 auf...).
Beschworene Wesenheiten - Steht dem SC nach gelungener Beherrschungsprobe (wenn man es etwas dramatischer haben will) oder automatisch zur Verfügung. Handelt auf Anweisung des SC als eigenständige Wesenheit, d.h. verfügt über eigene Werte (egal ob als Mooks, Nebenrolle oder Hauptchar).
Wird mittels eines FATEpunkts als FAKT erschaffen. (Das könnte aber auch heißen, dass er ggf. nach dem Einsatz nicht einfach verschwindet und ggf. gebannt werden muss.)
Enkidi Li Halan (N.A.):
Finde Auribiels Vorschläge gut; ständig zur Verfügung stehendes Fußvolk/dienstbare Wesen ohne eigene Persönlichkeit würde ich auch als Spezialisierung abdecken. Die sind ja nur dazu da, die Kampfkraft des SC zu pushen, also geben sie einen dauerhaft abrufbaren Bonus auf Angriff oder Beeinflussen.
Sobald es sich um größere, intelligentere Wesen mit einem eigenen Willen handelt, würde ich dem Wesen Werte geben (wie bei einer Nebenrolle oder gar einer Hauptrolle). Herbeirufen als Fakten schaffen klingt gut, eventuell würde ich dem SC aber noch einen entsprechenden zusätzlichen Aspekt geben, wie z.B. "Frizzofan, mein mürrischer Dschinn" oder "Luciferus, Dämon der Spieler". Hat dann nämlich den Vorteil, dass man über Reizen des Aspekts abbilden kann, wenn sich das Wesen gegen Anweisungen des Beschwörers wehrt oder seine eigenen Pläne verfolgt. Kommt halt drauf an, wie groß die Rolle ist, die so ein verbündetes Wesen in der gemeinsamen Geschichte spielen soll.
Mann mit Ukulele:
Hiho, ich hab mal ne Frage zu Auribiels Beschwörungsregelung:
Im Anschluss an den per Fakt gerufenen Dämon wird ein Kampf zur Beherrschung notwendig. Das klingt nach viel Zeitaufwand, bis man den Dämon entsprechend runtergeprügelt hat.
Wäre da nicht ein Wettstreit besser? Oder denke ich da falsch?
Und meine zweite Frage ist: welche Werte hätte so ein Dämon? Braucht er überhaupt Werte?
Auribiel:
Hallo Sefli :)
Kurzer Hintergrund zur Beherrschung der Dämonen: Ich komme ja ursprünglich aus der DSA-Ecke und dort ist es üblich, dass Dämonen eben doch unter den Willen des Beherrschers gezwungen werden müssen. Da wir vermutlich mit den Fate2Go-Regeln auch ein DSA-ähnliches Setting bespielen werden, gehört das für das Spielgefühl irgendwo mit dazu, dass der Dämon nicht nur einfach aufplöppt und dann bei Fuß steht. Das muss aber nicht bei jedem Setting so sein.
Ich gestehe, dass ich mit der Beherrschungssache selbst noch nicht so ganz zufrieden bin. Ev. sollte man auch nur eine einmalige Probe würfeln bzw. ein Wettstreit, wie du es vorschlägst, und dann je nach Ergebnis bekommt der Dämon den Aspekt "gehorsamer Diener", "gehorcht, wenn auch unwillig" oder gar "gehorcht, wird sich aber rächen". Wäre jedenfalls nicht so umständlich, wie ein geistiges Duell. Und der Beschwörer hätte auf jeden Fall etwas von der Beschwörung, auch wenn er später die Rache des Dämonen fürchten muss. ;)
Und ja, ein so beschworenes Wesen sollte unbedingt auch eigene Werte haben. Und ja, ich denke, er braucht auch Werte, ob das dann aber Mook-Werte oder andere sind, darüber sollte man sich mit dem Spieler beraten. Dessen Agenda könnte ja sein "Kampfdämon, der alles ummosht" aber auch einfach nur "Botendämon, der eine kurze Nachricht an XYZ überbringt". Im ersten Fall wären vermutlich mehr Werte notwendig, als im zweiten Fall.
Ich würde hier als SL aber auf jeden Fall den Spieler in die Pflicht nehmen. Wenn er einen Beschwörer spielt, dann sollte er sich auch vorher schon überlegen, was er denn so beschwören könnte und für die dann die Werte in Absprache mit dem SL erstellen. Ggf. gibt ja das Setting schon vor, was er beschwören kann. Gerade DSA ist da recht erschöpfend mit den Vorgaben. ;)
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