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Müssen Aspekte/Konsequenzen Passen um getaggt werden zu können. (Spinnoff von Wu
Kampfwurst:
--- Zitat von: LordBorsti am 21.04.2013 | 23:19 ---Aspekte beschreiben NICHT, was ein Charakter kann. Dafür sind Skills da.
Aspekte beschreiben wer oder was ein Charakter ist, woher er kommt, woran erglaub, wozu er Beziehungen hat usw.
--- Ende Zitat ---
Natürlich, aber "Zwergenschmied" als Aspekt beschreibt natürlich auch, dass der Charakter schmieden kann, und die Skillverteilung sollte sich dann ein wenig danach
Aber generell hast du recht, und eigentlich meinte ich das auch mehr so. Es beschreibt, wie ein Charakter an Dinge rangehen würde. Ein Zwergenschmied würde vielleicht eine Brücke bauen um über eine Schlucht zu kommen, ein Elfenranger würde drüberspringen. Beide überwinden das Hindernis, aber mit unterschiedlichen Fertigkeiten. Im wesentlichen meinte ich diese Art des "beschreibt was du kannst oder nicht", es beschreibt den Charakter, und davon sollte man auch auf die Fertigkeiten schließen können, wenn auch nur impliziert.
Wie im Beispiel mit dem Zwerg oben. Wenn ich einen "Zwergenschmied" mache, und in der Welt in der ich spiele Zwerge mit Seefahrt nichts zu tun haben, dann impliziere ich damit schon, dass er keine Seefahrerfertigkeiten hat. Wenn ich ihm dann aber in seine Geschichte eine Seefahrt einbaue, und ihm dazu auch einen passenden Aspekt gebe, dann sage ich damit irgendwo auch, dass er einige Seefahrerfertigkeiten hat.
Natürlich kann ich ihm die Fertigkeiten auch so geben, aber es ist ja gerade die Synergie zwischen Fertigkeiten und Aspekten, die die Stärke eines Charakters ausmachen. Ich mache ja auch keinen Pirat und stecke alle Fertigkeitspunkte in Stricken und Ackerbau, es passt einfach nicht wirklich.
Roland:
--- Zitat von: winterknight am 21.04.2013 | 21:15 ---Es geht drum, dass alle am Tisch ihren Spass haben und nicht nur die Fantasten.
Gemeinsam eine Geschichte erleben.
--- Ende Zitat ---
So isses. Deshalb müssen alle am Tisch mit der Aspektanwendung einverstanden sein.
--- Zitat von: winterknight am 21.04.2013 | 23:00 ---Was kann ich mit dem Steppenreiter alles machen:
Kämpfen
Bogenschießen
Orientierung
Das sind so die Standards
--- Ende Zitat ---
Diese Anwedungen stehen wohl außer Frage.
--- Zitat von: winterknight am 1.05.1974 | 17:30 ---Dan gehen wir mal etwas weiter Ungewöhnlich:
Pflanzen kennen
Mysterien ( wir hatten so eine alte Frau, die hat immer erzählt)
--- Ende Zitat ---
Da wäre ich einverstanden, wenn die Pflanzen oder Mysterien in der jeweiligen Kultur bekannt sein können. Kräuter die in der Steppe wachsen oder die Geschichte wie der große Khan dem Wind seine Pferde stahl z.B..
--- Zitat von: winterknight am 1.05.1974 | 17:30 ---Außergewöhlich:
Tunnelgraben: Wir haben häufig Tunnelgegraben um die Festungen einzunehmen. Da die Feiglingen nicht rausgekommen sind während wir draussen waren.
--- Ende Zitat ---
Die Erklärung würde meinem Steppenreiter-Klischee widersprechen. Die waren doch gerade keine Belagerungs- und Bergbauexperten.
LordBorsti:
@Kampfwurst: Das klingt schon ganz anders :d
Ich bin eingeschritten, weil wir sonst ganz schnell beim "Muskelbepackter Barbar Problem" landen.
Dann mal :btt:
Auribiel:
--- Zitat von: winterknight am 21.04.2013 | 21:15 ---Ich bin der Meinung, dass Aspekte und Konsequenzen nicht genau passen müssen um getagged werden zu können. Mein Beispiel aus dem threat
und ausserem führt das immer zu unnötigen Diskussionen.
--- Ende Zitat ---
Der Aspekt/die Konsequenz muss schlüssig erklärt werden, dann passt sie auch! ;)
Dabei sollte aber auch Kontinuität eine Rolle spielen. Um auf dein Beispiel einzugehen: Wenn jemand einen "tiefen Schnitt am Arm" kassiert hat als Konsequenz, dann kann er das von mir aus sowohl beim Angriff, als auch bei der Verteidigung als auch bei der Flucht taggen. Aber NUR wenn der Spieler das auch kontinuierlich so beschreibt. Wenn der seinen Char erst fröhlich über die Wiesen joggen lässt und dann auf einmal die Verwundung für "erschwerte Flucht wegen Armverletzung" taggen will, würde ich ein Veto einlegen. Wenn er kontinuierlich (=/= penetrant) beschreibt, dass die Schmerzen seinen Char recht stark einschränken bei allen Bewegungen, dann wäre für mich auch ein Tag bei der Flucht akzeptierbar.
--- Zitat ---Alles gut, aber wenn ein Spieler nicht die Idee hat, warum soll ein nicht Kreativer Spieler BESTRAFT werden.
--- Ende Zitat ---
Wie schon gesagt wurde:
- man muss nicht allein die Konsequenz festlegen, es findet sich nw. immer jemand am Tisch, dem eine geniale Idee für eine "coole" Verletzung einfällt. Und wenn man Bock hat, kann man das sogar noch mit Fanmail belohnen.
- kreatives Beschreiben kann man lernen, ebenso wie improvisieren. Also üben, einige Beispiele sammeln, weiterüben, Spaß haben dabei! ;)
--- Zitat ---In meiner Runde muss jeder Spieler einen Brot und Butter aspekt haben, der ihn defeniert:
"Wilder Steppenreiter aus der Tränenwüste" oder
"Grimmiger zwergenschied aus dem Eisengebirge"
und dann können die diese Aspekte für alles verwenden, was sie machen wollen. Sonst ist es immer ein umherhandeln mit dem SL.
Kostet ja einen Fatepunkt.
In anderen Systemen ist es ja auch so, dass ich Bennies/Karmapunkte/.... einsetzten kann ohne lange mit dem SL zu diskutieren OB es geht.
--- Ende Zitat ---
Du kannst bei FATE Fatepunkte auch für sehr viele Sachen ohne Aspekt-Einschränkung einsetzen (siehe FAKTEN SCHAFFEN).
Aber ich würde auch den Kernaspekt nicht zum allgemeinen Gebrauch freigeben. Habe ich den "edlen Ritter" und der versucht sich gerade als Strauchdieb, dann kann er den Aspekt gerne einsetzen, wenn er seine Kampfkunst nutzen will, das passt trotz Strauchdieb-Karriere noch zum Aspekt. Aber er kann ihn nicht einsetzen, wenn er sich an das Planen eines Hinterhalts macht, dass gehört nicht zu den Aufgaben eines "edlen" Ritters. Wenn er dann eine Weile seiner neuen Karriere nachgeht, dann kann er gerne seinen Kernaspekt zu "Raubritter" ändern und auch für fiese Taktiken seinen Aspekt einsetzen. Aber dafür kann er den Aspekt sicher nicht mehr einsetzen, um die Adlige zu beeindrucken. Die hetzt ihm dann eher die Wachen auf den Hals, wenn der bekannte Raubritter sie mit Minne zu beeindrucken sucht.
Radulf St. Germain:
--- Zitat von: Pyromancer am 21.04.2013 | 23:02 ---Ein Trick ist, dass man nicht anfängt, zu rechtfertigen und Argumente aufzutischen, sondern dass man beim taggen schlicht erzählt, warum der Aspekt jetzt zum Tragen kommt.
Beim Hyperraumantriebs-Beispiel lässt sich das z.B. mit einer kurzen Cut-Scene zur Brücke des gegnerischen Schiffes veranschaulichen, wo der Captain rumbrüllt, warum die 2. Steuerbord-Batterie nicht feuert, und der erste Offizier verlegen erklärt, dass die Leute zum Reparieren des Hyperraum-Antriebes abgezogen wurden.
--- Ende Zitat ---
Das finde ich einen sehr interessanten Ansatz, den muss ich so mal probieren. :d
Das "ich kann von Belagerungen Tunnel graben" Beispiel ist sehr gut, denn es zeigt, wann Probleme auftreten. Genau dann, wenn man unter einem "Klischee" unterschiedliche Dinge versteht. Historiche Steppenreiter waren vielleicht keine Ingenieure - aber warum sollten die Roten Reiter der Erswüsten das nicht können?
Die in den Postings erwähnte Regel "alle am Tisch müssen sich einig" sein, kenne ich so übrigens nicht - FreeFATE und LoA sind da recht eindeutig: Der GM hat Vetorecht, niemand sonst. Ich finde das auch gut so - ich spiele FATE als Rollenspiel und nicht als Debattierclub. ;)
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