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[FATE Core] Fairnessproblem Advantages und Overcome, Frage und ein wenig Rant
Azzu:
--- Zitat von: Dr. Jan Itor am 3.06.2013 | 21:28 ---Also bei mir steht unter "Invoking Aspects": [...] you can also use this to create passive opposition at Fair (+2) if there wasn't going to be any.
--- Ende Zitat ---
Vorstellen kann ich mir das als Obstacle (im Sinne von: Verhindert den Angriff ganz, weil erst Overcome nötig) eigentlich nur bei "passive opposition" gegen eine Bewegung in eine angrenzende Zone gefolgt von einem Nahkampfangriff, weil der Angriff die erfolgreiche Bewegung voraussetzt, die jetzt anders als sonst eine Overcome-Aktion verbraucht. Wenn diese Form des Invoke in der Fiktion Sinn ergibt, hätte der SL den Aspekt in der Tat schon von sich aus als Obstacle einsetzen können. Insofern bleibt die Invoke-Aktion, wenn der SL zu nett zum Gegner ist. ^^
LordBorsti:
--- Zitat von: Dr. Jan Itor am 3.06.2013 | 21:28 ---Also bei mir steht unter "Invoking Aspects": [...] you can also use this to create passive opposition at Fair (+2) if there wasn't going to be any.
Gut ich bin da kleinlich, denn im Großen und Ganzen hat Scimi ja recht. Aber an dem kleinen Nebensatz reib ich mich irgendwie. Als wäre der vergessen worden: "Balsera möge bitte den kleine Sören Ausdempreviewübergeblieben aus dem Smolland abholen"... ;D
--- Ende Zitat ---
Naja damit kann man halt Aspekte zu Obstacles machen, an die der SL gerade nicht denkt oder gedacht hat.
Der Effekt ist ähnlich wie bei Spieler initierten Compels. Da bezahlt auch der Spieler erstmal nen FATE Punkt damit der Compel in Gang kommt. Wenn der SL von selbst auf den Compel kommt, kostet es halt niemandem was. Ich würde das ganze unter "Komfort"-Regel bzw. Player-Empowerment ablegen wollen. Du kannst Aspekte auf diese Weise nutzen, aber es ist halt nicht immer sinnvoll.
Eine Möglichkeit sehe ich darin Charakteraspekte von NSCs in Obstacles umzuwandeln. Da kann man sicherlich spannende Geschichten draus spinnen.
Beispiel:
NSC X hat einen Aspekt, der eine freundschafltiche Beziehung zu einem der Spielercharaktere Y andeutet. Es kommt wie es kommen muss und die Waffen werden gezogen. Nun nutzt ein Spieler die Möglichkeit und macht aus dem "Ich find Charakter Y ganz dufte" Aspekt von NSC X ein Obstacle. In der Geschichte wird NSC X also zögern und muss erst seine Skrupel überwenden, wenn er SC Y attackieren will. Regelmechanisch könnte das eine Overcome Action mit Will vs. Fair +2 (oder höher) werden.
Das ganze hat Ähnlichkeiten mit einem Compel finde ich. Hat aber den Vorteil für die Spieler, dass der SL dies nur mit einem Veto ablehnen kann.
EDIT:
Konsequenzen lassen sich so bestimmt auch ganz wunderbar zu nem Obstacle machen.
Azzu:
--- Zitat von: LordBorsti am 4.06.2013 | 01:58 ---Beispiel:
NSC X hat einen Aspekt, der eine freundschafltiche Beziehung zu einem der Spielercharaktere Y andeutet. Es kommt wie es kommen muss und die Waffen werden gezogen. Nun nutzt ein Spieler die Möglichkeit und macht aus dem "Ich find Charakter Y ganz dufte" Aspekt von NSC X ein Obstacle. In der Geschichte wird NSC X also zögern und muss erst seine Skrupel überwenden, wenn er SC Y attackieren will. Regelmechanisch könnte das eine Overcome Action mit Will vs. Fair +2 (oder höher) werden.
--- Ende Zitat ---
So ist das ausdrücklich nicht gedacht, jedenfalls nicht im Konflikt. Argumente: Der Wortlaut der Regel (passive opposition, nicht obstacle); Das Beispiel auf Seite 170:
--- Zitat ---When you're trying to prevent someone else from getting at-tacked, the main way to do it is by creating an advantage. you can pass your buddy the invo-cation and make it harder to hit them.
--- Ende Zitat ---
Der Aspekt verteidigt mit +2 gegen der Angriff oder gibt +2 auf die Verteidigung des Angegriffenen, erzwingt aber keine Overcome-Aktion.
Das war im ersten FC-Entwurf noch anders, dort hieß es unter Invoking Aspects:
--- Zitat ---Force someone to make a Fair (+2) overcome roll to deal with an obstacle represented by the aspect. If you do this before your target's turn in a conflict, they have to use their turn on this action instead of the one they were going to do.
--- Ende Zitat ---
Das Beispiel auf Seite 170 lautete auch noch ganz anders, nämlich:
--- Zitat ---When you're trying to prevent someone else from getting attacked, the main way to do it is by creating an advantage. You can either pass your buddy the invocation, or use it to force the opposition to spend their turn making an overcome action against the imposition repre-sented by your aspect.
--- Ende Zitat ---
Ich glaube, ich werde Obstacles im Konflikt in meinen nächsten Fate-Sessions sehr zurückhaltend einsetzen, und zwar
- im Wortsinn als Hindernisse gegen Bewegung zwischen Zonen, und
- wenn ein Situationsaspekt in der Fiktion eine Aktion nicht nur schwieriger, sondern (so gut wie) unmöglich macht (Entwaffnen wäre hier ein klassisches Beispiel).
Das führt zurück zum Problem des Eingangsbeitrags: Eigentlich kann man Aspekte nicht als Obstacles gegen Angriffe verwenden, außer man erzwingt das durch eine geschickte Aspektbeschreibung.
Da bin ich beim Blechpiraten: Wenn damit kreatives Spiel gefördert wird, kann das eine gute Sache sein. Schwammig ist es trotzdem.
--- Zitat ---- Das Ermöglichen einer Overcome-Verpflichtung führt (hoffentlich) zu einem vermehrten Schaffen von temporären Aspekten. Bisher haben viele Spieler die Tendenz, die Aspekte des Charakterblattes zu verwenden, statt neue zu schaffen. Die sind bekannt und bewährt, der Umfang und die Grenzen ausdiskutiert. Das macht Szenen aber recht statisch. Jetzt lohnt es sich viel Stärker, Aspekte auf Szenen und Gegner zu legen, weil dieser evtl. nicht nur einmal +2 bringt, sondern sogar den Gegner noch eine Handlung kostet, weil er zu einer Overcome-Action gezwungen wird.
--- Ende Zitat ---
LordBorsti:
Seite 68 (invoking aspects) und Seite 170 (advantages in a conflict) widersprechen sich da irgendwie.
Wäre eine interessante Frage an die Macher, ob folgender Satz ein Überbleibsel ist:
You can also use this to create passive opposition at Fair (+2) if there wasn’t going to be any. (Seite 68, invoking aspects, 4. bullet point)
Um bei meinem Beispiel zu bleiben:
--- Zitat von: LordBorsti am 4.06.2013 | 01:58 ---...
Beispiel:
NSC X hat einen Aspekt, der eine freundschafltiche Beziehung zu einem der Spielercharaktere Y andeutet. Es kommt wie es kommen muss und die Waffen werden gezogen. Nun nutzt ein Spieler die Möglichkeit und macht aus dem "Ich find Charakter Y ganz dufte" Aspekt von NSC X ein Obstacle. In der Geschichte wird NSC X also zögern und muss erst seine Skrupel überwenden, wenn er SC Y attackieren will. Regelmechanisch könnte das eine Overcome Action mit Will vs. Fair +2 (oder höher) werden.
...
--- Ende Zitat ---
Eine Overcome Action erzwingen, indem man einen Aspekt zu einem Obstacle macht, geht in meinem Beispiel also nicht. Du hast mich da überzeugt. Ich erinnere mich da wieder an die Obstacle-SPAM Problematik aus dem Playtest.
Könnte man folgendes machen?
Spielercharakter Y wird von NSC X angegriffen. SC Y hat aber beschissene Verteidigungswerte und verzichtet auf active opposition. Stattdessen benutzt er einen invoke auf den Aspekt von NSC X (Ich find Charakter Y ganz dufte) und erzeugt passive opposition in Höhe von Fair +2? Ingame beschreibt er, dass NSC X kurz zögert oder nur halbherzig angreift.
Wenn man sowas machen kann, würde der oben zitierte Satz aus dem Regelwerk Sinn machen.
Azzu:
--- Zitat von: LordBorsti am 4.06.2013 | 11:22 ---Spielercharakter Y wird von NSC X angegriffen. SC Y hat aber beschissene Verteidigungswerte und verzichtet auf active opposition. Stattdessen benutzt er einen invoke auf den Aspekt von NSC X (Ich find Charakter Y ganz dufte) und erzeugt passive opposition in Höhe von Fair +2? Ingame beschreibt er, dass NSC X kurz zögert oder nur halbherzig angreift.
Wenn man sowas machen kann, würde der oben zitierte Satz aus dem Regelwerk Sinn machen.
--- Ende Zitat ---
Dein Beispiel funktioniert. Alternativ bekommt der gemochte Charakter einfach +2 auf seine aktive Verteidigung.
Wichtig ist die Regel im Konflikt auch für Fälle, in denen nicht aktiv verteidigt werden kann (z.B. weil der körperlich Angegriffene gerade gefesselt oder paralysiert ist).
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