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[FATE Core] Fairnessproblem Advantages und Overcome, Frage und ein wenig Rant

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Blechpirat im Urlaub:
Zwei Anmerkungen von mir:

- Die "Always ON"-Regelung dürfte wohl für die meisten Runden keine Änderung bedeuten - bisher musste man aber zwei Ebenen beachten. Erzählerisch war der Aspekt ein FAKT (um Zornhau zu zitieren), und die Erzählung musste die Aspekte berücksichtigen. Regelmechanisch war ein Aspekt aber nur aktiv, wenn er mit einem Chip aktiviert werden konnte. Diese Diskrepanz ist zwar nicht überwunden, aber immerhin gemäßigt.

- Das Ermöglichen einer Overcome-Verpflichtung führt (hoffentlich) zu einem vermehrten Schaffen von temporären Aspekten. Bisher haben viele Spieler die Tendenz, die Aspekte des Charakterblattes zu verwenden, statt neue zu schaffen. Die sind bekannt und bewährt, der Umfang und die Grenzen ausdiskutiert. Das macht Szenen aber recht statisch. Jetzt lohnt es sich viel Stärker, Aspekte auf Szenen und Gegner zu legen, weil dieser evtl. nicht nur einmal +2 bringt, sondern sogar den Gegner noch eine Handlung kostet, weil er zu einer Overcome-Action gezwungen wird.

Haukrinn:
Gut, letzteres ist natürlich ein angenehmer Nebeneffekt den ich so noch garnicht in Betracht gezogen hatte.

Trotzdem bleibt immer noch meine Frage: Warum soll ich Aspekte mit FATE Punkten zu Obstacles hochpowern wenn der SL sowieso die Schwierigkeit für den Overcome festlegt?

Scimi:
Ich weiß nicht ganz, was du meinst. "Add +2 to any source of passive opposition" bei den Invokes?

Ansonsten bedenke:
Eine Schwierigkeit wird vor dem Wurf festgelegt. Fatepunkte für Invokes bezahlt man normalerweise, nachdem gewürfelt worden ist. Man weiß also genau, was man kauft und ob es sich lohnt (außer man kauft einen Reroll).

Azzu:

--- Zitat von: Scimi am  3.06.2013 | 12:28 ---Wäre das Ablegen dieser Probe eine Aktion an sich oder geschieht das zusätzlich zu der gewünschten Aktion?

--- Ende Zitat ---

Wie schon geschrieben: Du bekommst im Konflikt nur einen Skill-Check die Runde (Handlungen zur Verteidigung ausgenommen). Wenn du einen Aspekt überwinden willst, ist das nach den RAW deine Aktion für die Runde.

Quelle: FC p. 159, "The Exchange", letzter Absatz.


--- Zitat ---Ich hatte die Regeln dahingehend so verstanden, dass ein "störender" Aspekt ein Grund für den SL sein kann, eine abzulegende Probe zusätzlich zu erschweren oder für eine eigentlich ohne Würfeln auszuführende Aktion überhaupt eine Overcome-Aktion zu verlangen.
--- Ende Zitat ---

Angriffe im Konflikt sind vergleichende Würfe ohne feste Schwierigkeiten, da gibt es keine Boni oder Erschwernisse ohne Invoke.


--- Zitat ---Beispiel: Ein Charakter ist im Kampf, er wirft eine Handgranate, das ist seine Aktion für die Runde. Gleichzeitig ruft er allen zu, in Deckung zu gehen, das ist eine freie Aktion. Wenn der Char jetzt den Aspekt "geknebelt" hätte, würde ihn das nicht beim Werfen der Granate stören, also würfelt er ganz normal seine Aktion. Der Aspekt schränkt seinen Warnruf ein, darum könnte der SL ihn würfeln lassen, ob das klappt. Dieser Wurf würde aber nicht als Aktion zählen.
--- Ende Zitat ---

Wenn der Warnruf überhaupt eine Aktion sein soll, ist er neben den Angriff nicht in derselben Runde möglich, Knebel hin oder her. Wenn er keine Aktion ist, bleibt er regeltechnisch ohne Auswirkungen, dann musst du gar nicht dafür würfeln lassen, Knebel hin oder her. Den Aspekt Knebel loszuwerden, ist eine Aktion (Overcome).


--- Zitat von: Dr. Jan Itor am  3.06.2013 | 20:58 ---Trotzdem bleibt immer noch meine Frage: Warum soll ich Aspekte mit FATE Punkten zu Obstacles hochpowern wenn der SL sowieso die Schwierigkeit für den Overcome festlegt?

--- Ende Zitat ---

Meine Meinung, wie schon geschrieben: Das brauchst du nur, wenn der SL kein Overcome vom Gegner verlangt, sodass dieser angreifen kann. Nur dann brauchst du die +2 Verteidigung. Das "Aspekte per Invoke zum Obstacle machen" ist in der finalen FC Version zugunsten des SL-Ermessens wieder rausgeflogen.

Haukrinn:

--- Zitat von: Azzurayelos am  3.06.2013 | 21:23 ---Meine Meinung, wie schon geschrieben: Das brauchst du nur, wenn der SL kein Overcome vom Gegner verlangt, sodass dieser angreifen kann. Nur dann brauchst du die +2 Verteidigung. Das "Aspekte per Invoke zum Obstacle machen" ist in der finalen FC Version zugunsten des SL-Ermessens wieder rausgeflogen.

--- Ende Zitat ---

Also bei mir steht unter "Invoking Aspects": [...] you can also use this to create passive opposition at Fair (+2) if there wasn't going to be any.

Gut ich bin da kleinlich, denn im Großen und Ganzen hat Scimi ja recht. Aber an dem kleinen Nebensatz reib ich mich irgendwie. Als wäre der vergessen worden: "Balsera möge bitte den kleine Sören Ausdempreviewübergeblieben aus dem Smolland abholen"...  ;D

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