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Wie variabel lässt sich die 4E an Settings anpassen?

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D. M_Athair:

--- Zitat von: 6 am 14.06.2013 | 10:25 ---OD&D ist mindestens genauso gamistisch wie 4E. Allerdings ist das eine andere Art des Gamismus.
--- Ende Zitat ---
Sehe ich auch so. Das wird schon bei der Gegenüberstellung von Zufallsbegegnung und Encounter deutlich. Während man bei ersterem seine Überlegungen auf Settinggegebenheiten (und damit verbundene Rulings) stützen muss, dreht sich das bei 4E um. Da muss man sich auf Regelelmente stützen und deren Implementierung ins Setting beachten.
c/oD&D und 4E spielen sich daher sehr unterschiedlich, obwohl beide Spiele am besten ziemlich gamistisch gespielt werden sollten.

Insofern: GNS - zumal es nie zur Beschreibung von Spielen an sich gedacht war - ist für die Unterscheidung zwischen verschiedenen D&D-Versionen tatsächlich recht ungeeignet.

6:

--- Zitat von: Thandbar am 14.06.2013 | 10:44 ---Da bin ich ganz anderer Ansicht. Wenn ich die 4E spielen will, dann gerade wegen dieser Komfortzone "Kampf" und der taktischen Möglichkeiten, die die Interaktion der Powers ergeben. Genauso, wie ich Aspekte nutzen und reizen möchte, wenn ich FATE spiele.

--- Ende Zitat ---
Na super. Dann brauchst Du keine Anpassung für Dein Spiel. :) (Das war ernst gemeint.)
Für mich ist der reine Kampf mit den ganzen Powers zu langatmig. Auch gibt es für mich da noch immer das Problem des Totwürfelns mancher Bosse. Ich sehe dafür die Skillchallenges und das Skillsystem mit samt den dazugehörigen Guides im DMG als Stärken des Systems. Mit ein paar kleinen Hausregeln beim Skillsystem und bei den Actionpoints habe ich es ohne Probleme geschafft, dass die Improvisation der Spieler stärker in den Vordergrund gewandert ist, als es bei anderen D&D-Inkarnationen der Fall war. Dabei haben die Powers mehr und mehr an Stellenwert verloren. Die Spielregeln wurden dadurch aber nicht zu einer Spielkrücke, sondern die Balance, die auch ausserhalb der Powers und des Standardkampfes existert, blieb erhalten. Der Teamgedanke ist immer noch so groß wie vorher auch.

--- Zitat ---
Auch hier erntest Du meinen Widerspruch. Innerhalb der Logik des Systems ist eine Mantel&Degen-Aktion wie oben beschrieben nicht sinnvoll. Es ist einfach keine effiziente Art zu kämpfen, indem man beim Elite-Gegner ein paar irrelevante TP runterhaut, dann mal was anderes macht und dann Minor Actions verpulvert, um sich erneut die Rampe raufzuschwingen und wieder unnütz den Elite zu bearbeiten.

--- Ende Zitat ---
Wieso Elite-Gegner? Ein einfacher Gegner mit ähnlich vielen HPs wie die Spieler reicht gerade in einem Einsgegeneins-Duell vollkommen aus. Besonders dann wenn Du die Spezialschadentabelle für besonders interessante Aktionen verwendest. Ob Du den dann "Elitegegner" oder "Meister der Schwertkunst" nennst, ist ne reine Fluffangelegenheit.

--- Zitat ---Das System ist auf Gruppenaktionen hin ausgerichtet.

--- Ende Zitat ---
Bei mir sind Stealthskillchallenges einzelner Charaktere auch Gruppenaktionen. Die Spieler haben da auch die Möglichkeit mit ihrem Charakter indirekt einzugreifen. Stealthwürfe sind da eh nur bei besonderen Stealthaktionen notwendig. Duelle zwischen Spielern gibt es nicht. Wenn Du PvP-Aktionen machen willst, dann bist Du bei der 4E wirklich am falschen Ort.

--- Zitat ---Du argumentierst mit den Begriffen, die Du im gleichen Augenblick aus der Diskussion heraushalten möchtest. Das ist inkonsequent.

--- Ende Zitat ---
Nein. Ich erkläre, warum ich die Begriffe raus haben will. Dazu muss ich aber aufzeigen, welche Missverständnisse in ihnen ruhen. 4 Leute haben 5 verschiedene Auffassungen was der Begriff bedeutet. Gleichzeitig sind die Begriffe so schwammig definiert, dass sie Gegensätzliches in sich verbinden (siehe Gamismus in OD&D und 4E).

6:

--- Zitat von: 1of3 am 14.06.2013 | 11:04 ---Das Problem bei Skill Challenges ist, dass die Autoren anfangs nicht so genau wussten, was sie damit wollen, und am Ende wars alles nur nicht das von anfangs. Die Kategorie Skill Challenge ist im Grunde eine Nebelkerze.

--- Ende Zitat ---
Das dachte ich auch, bis ich sie selber in anderen Systemen eingesetzt habe. Das Problem bei den Skill Challenges ist, dass die Autoren es sich zu einfach und zu systemisch gemacht haben. Sie haben versucht alle Skillchallenges in das gleiche Korsett zu zwängen. Erst später haben sie die wirklichen Kernelemente der Skillchallenges ausgearbeitet. Das sieht man sehr gut, wenn man sich die Entwicklung der Skillchallenges in den Abenteuern anschaut.
Das war halt völliges Neuland damals, während man für die Balance in den Kämpfen jede Menge Erfahrung aus den alten Systemen ziehen konnte.

Arldwulf:

--- Zitat von: 1of3 am 14.06.2013 | 11:04 ---Das Problem bei Skill Challenges ist, dass die Autoren anfangs nicht so genau wussten, was sie damit wollen, und am Ende wars alles nur nicht das von anfangs. Die Kategorie Skill Challenge ist im Grunde eine Nebelkerze.

--- Ende Zitat ---

Hab ich schon oft gehört...aber wenn man dann mal genau hinschaut sind die Unterschiede zwischen den Skillchallenges im DMG und den späteren eher gering. Beispielsweise steht schon im PHB dass die Skillchallenges durch Powers ergänzt und mit diesen verzahnt sein können.

Auch Gruppenskillchecks sind schon drin, Skill challenges in Kampfencountern und Rundenweise Checks gabs schon. Teilweise Erfolge kamen in einem der allerersten Artikel, genauso wie Fehlschlagskosten. Geändert hat sich eigentlich nur dass gesagt wurde man braucht nicht unbedingt die Initiative (obwohl sie eigentlich ja ganz nett zu haben ist) - und die Erfolgsberechnung. Aber letztlich unterscheiden sich Skillchallenges die ich vor 5 Jahren gemacht habe kaum von heutigen, zumindest nicht in ihrem Thema und ihrer Grundsätzlichen Herangehensweise als Gruppenherausforderung.
--- Zitat von: Athair am 14.06.2013 | 11:14 --- Sehe ich auch so. Das wird schon bei der Gegenüberstellung von Zufallsbegegnung und Encounter deutlich.

--- Ende Zitat ---

Mhh....ich spiel ja viel AD&D und viel 4E - Zufallsbegegnungen gibts aber letztlich doch bei beiden. Der einzige Unterschied ist dass ich in der 4E häufiger die Möglichkeit habe vorab mit einer Skillchallenge die Zufallsbegegnung zu vermeiden - und bei AD&D dies auch mache, aber ohne Regelunterstützung und mit mehr Handwedelei. Aber "roll mal 2d6, mal schauen was ihr so trefft als ihr im Wald irgendwie doch nicht den sicheren Pfad nehmt" gibts bei beidem. Durchaus auch in offiziellen Abenteuern.

6:
Ach ja. Hätte ich fast vergessen.

--- Zitat von: Thandbar am 14.06.2013 | 10:44 ---Und solange sie nicht durch bessere Beschreibungen abgelöst werden, sehe ich nicht ein, auf sie verzichten zu müssen, wenn ich dadurch das Betrachtungsobjekt - in dem Fall die 4E - besser für mich begrifflich erfassen kann.

--- Ende Zitat ---
Ich benutze mittlerweile lieber die Aesthetics aus dem MDA-Framework, weil ich mit den Begriffen mehr anfangen kann, als mit GNS. Aber YMMV. :)

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