Pen & Paper - Spielsysteme > D&D4E
Wie variabel lässt sich die 4E an Settings anpassen?
Thandbar:
--- Zitat von: Arldwulf am 14.06.2013 | 11:00 ---
@Thandbar: Das ist aber ein Zirkelschluss nach dem Motto: Die Kampfelemente sind wichtig weil ich wenn ich das Spiel spielen möchte das tue weil die Kampfelemente wichtig sind.
--- Ende Zitat ---
Wie oben erwähnt: Ich stütze mich auf 1of3s Methode, mir das Element anzuschauen, das am stärksten mit den übrigen Momenten verzahnt ist. Das ist kein Zirkelschluss, sondern der Versuch, ein System möglichst objektiv zu betrachten.
--- Zitat ---Gute Kampfsysteme gibts schließlich genug.
--- Ende Zitat ---
Ich kenne kein System, das ähnlich der 4E taktische Gruppenaktionen derart befriedigend auflösen würde, während es gleichzeitig eine enorme Vielfalt, Fairness und Tiefe bei der Charaktererschaffung und der Fortentwicklung besagten Charakters geht.
Tatsächlich sehe ich es da unangefochten an der Spitze. Vielleicht hab ich aber auch einfach nicht genug Ahnung. :)
--- Zitat ---Kommt darauf an was man erreichen will. Wenn man zwei Gegner gleichzeitig binden will ist das eigentlich eine sehr effiziente Möglichkeit und auch eine die 4E Charaktere desöfteren nutzen. Auch wenn man in einer Duellsituation ist kann dies sinnvoll sein um die eigene Taktik durchzubringen oder das Gelände einzubeziehen. Es ist ja in der 4E gerade nicht so dass man am effizientestem ist wenn man einfach immer wieder draufhaut so oft und so hart es geht.
--- Ende Zitat ---
Die optimale Taktik hängt vom jeweiligen Encounter ab, aber ein "Duell" ist niemals eine effektive Möglichkeit. (Es sei denn, man gestaltet ein Monster explizit so, dass es extreme Boni erhält, sollte es von mehr als einem Charakter angegriffen werden sollte.)
Die Spielerfiguren sind auch nicht darauf angelegt, en combat singulier sich einem Gegner zu stellen, da idealerweise die verschiedenen Stärken der verschiedenen Rollen zusammenkommen.
Und wenn ein Defender - wie gesagt - einen feindlichen Leader ins Abseits zieht und ihn dort festtackert, ist das noch lange kein "Duell", sondern eine stinknormale Taktik innerhalb des Systems "Gruppenkampf".
--- Zitat ---Ich nicht, ich finde 4E Duelle mit Kontern, Taktik und Finten viel spannender und stimmungsvoller als "so und jetzt hauen wir uns die Fullattacks um die Ohren". Es ist ziemlich leicht einfach nur die Beschreibungen der Aktionen in so einem Duell zu nehmen, Namen einzusetzen und damit eine spannende Szene zu erzählen. Und die Mechanik unterstützt diese Beschreibung.
--- Ende Zitat ---
Hier habe ich vollends das Gefühl, dass wir über ein ganz anderes Spiel reden.
[/quote]
Arldwulf:
--- Zitat von: Thandbar am 14.06.2013 | 11:47 ---Wie oben erwähnt: Ich stütze mich auf 1of3s Methode, mir das Element anzuschauen, das am stärksten mit den übrigen Momenten verzahnt ist. Das ist kein Zirkelschluss, sondern der Versuch, ein System möglichst objektiv zu betrachten.
--- Ende Zitat ---
Der Zirkelschluss ist es die gewollte Aussage auf einem Argument aufzubauen das darauf basiert das die gewollte Aussage stimmt. Aber egal - letztlich sind wir uns ja eh alle einig dass Powers ein sehr wichtiges Designelement sind. Ich fand nur die Art der Argumentation ungünstig.
--- Zitat von: Thandbar am 14.06.2013 | 11:47 ---Die optimale Taktik hängt vom jeweiligen Encounter ab, aber ein "Duell" ist niemals eine effektive Möglichkeit. (Es sei denn, man gestaltet ein Monster explizit so, dass es extreme Boni erhält, sollte es von mehr als einem Charakter angegriffen werden sollte.)
Die Spielerfiguren sind auch nicht darauf angelegt, en combat singulier sich einem Gegner zu stellen, da idealerweise die verschiedenen Stärken der verschiedenen Rollen zusammenkommen.
--- Ende Zitat ---
Das Problem dabei ist dass die Monster ja nicht einfach verschwinden wenn man sie ignoriert und Fokussed Fire anwendet. Mal von anderen (aus Optimierersicht) ungünstigen Dingen wie Overkilldamage und verschiedenen Verteidigungswerten der Monster abgesehen die auch sinnvoll machen können dass sich verschiedene Charaktere um diese kümmern. Niemals ist insofern ein sehr weit aus dem Fenster hinaus gesprungener Begriff der dort eigentlich wohl besser nur leicht angelehnt herausgeschaut hätte. Es gibt sehr viele Situationen in denen es nicht die beste Wahl ist das Feuer auf einen Gegner zu konzentrieren.Unter einem Duell verstehe ich aber auch nicht mehrere parallel stattfindende Einzelkämpfe, sondern eben einen Einzelkampf mit genau 2 Teilnehmern.
--- Zitat von: Thandbar am 14.06.2013 | 11:47 ---Hier habe ich vollends das Gefühl, dass wir über ein ganz anderes Spiel reden.
--- Ende Zitat ---
Inwiefern? Ist ja nicht so als ob derlei tief im System versteckt wäre. Gerade die in Spieler gegen Spieler Duellen (und klar auch in denen gegen NSC) so wichtigen Unterbrechungsaktionen dürften dir ja fraglos ein Begriff sein, und das es in der 4E noch ein paar mehr Effekte als Schaden gibt - und damit auch die Möglichkeit taktisch auf diese zurückzugreifen (und sie zu kontern) ist doch auch nichts neues. Oder beziehst du dich darauf dass ich sage so etwas ist interessanter als zwei Kämpfer die sich Full Attacks um die Ohren hauen?
Crimson King:
--- Zitat von: Hewisa am 14.06.2013 | 09:41 ---Nicht zwangsläufig - je nach Defender sind Defenses und Hitpoints um ne Größenordnung höher als beim Striker, sollte den Schadensoutput ausgleichen.
Mal auf unsere Gruppe bezogen: Ich sehe mit meinem Warforged-Fighter gegen den Monk da sogar deutliche Vorteile, auch gegen den Fernkampfranger, wenn ich ihn mal neben mir stehen hab (zugegebenermaßen ein dickes Wenn), einzig der Avenger würde mir da echte Sorgen machen.
--- Ende Zitat ---
Der Monk ist 'ne Niete, der Fighter schlägt einige Striker im Punkte Schadenoutput und hat dazu noch diese miese Shift-Verhinderungs-Nummer. Wenn der Fernkampfranger allerdings ein Feat oder eine Rüstung nimmt, durch die du keine OAs mehr bekommst, macht er dich links, wenn er zuerst dran ist. Wenn du zuerst dran bist, könnte das anders rum ausgehen. Die Bedeutung der Ini im Duell ist ein weiterer Grund, warum man das mit DnD 4 lassen sollte. Grundsätzlich hat die 4E ein Rollenkonzept, dass auf Gruppenkampf ausgelegt ist. Im Duell bricht das System.
------------------------
Sachen wie Wachen ausschalten lasse ich tatsächlich so laufen, dass Wachen Mooks sind oder die ganze Gruppe eine Überraschungsaktion bekommt. Ziel ist dann, den Gegner vor seiner ersten Aktion auszuschalten.
Swashbuckling an sich beißt sich generell mit Gamismus. Das ist cinematische Action und Genreemulation und wird als solche immer SIM sein. Sobald das Thema Effizienz Vorrang bekommt, werden weniger Rule Of Cool-Aktionen gefahren und mehr einfach nur das Beste gemacht, was geht. Man kann zwar auch in der 4E mit einer Gruppe Piraten ein anderes Schiff überfallen. Es wird sich aber völlig anders anfühlen als mit einem System, das für die Anwendung der Rule Of Cool ausgelegt ist.
Thandbar:
--- Zitat von: 6 am 14.06.2013 | 11:15 ---Na super. Dann brauchst Du keine Anpassung für Dein Spiel. :) (Das war ernst gemeint.)
--- Ende Zitat ---
Das würde ich so nicht sagen. ;) Aber ich versuche mich bei Diskussionen, an der Personen beteiligt sind, mit denen ich nie einen Würfelbecher getauscht habe, auf die RAW zu beschränken.
Über eventuelle Hausregeln könnte man ja ganz andere Fäden aufmachen, nur unterhält man sich dann nicht mehr über das System an sich - und darüber, was dieses von Haus aus unterstützt.
--- Zitat ---Wieso Elite-Gegner? Ein einfacher Gegner mit ähnlich vielen HPs wie die Spieler reicht gerade in einem Einsgegeneins-Duell vollkommen aus.
--- Ende Zitat ---
Für mich steht am Anfang die Frage, welchen Zweck ein Duell überhaupt haben soll. Die Story so zu stricken, dass am Ende ein SC gegen einen Duellgegner steht, erscheint mir im Rahmen der 4E wenig stimmig zu sein.
Wie gesagt: Für mich liegt der Reiz der 4E gerade darin, die ganze Gruppe einzubinden und einzelgängerischen Aktionen geradewegs die Zähne zu ziehen.
In einem Standard-Gefecht wäre mir ein "normaler" Gegner zu schnell tot, um ihn als Duellpartner auszurufen.
--- Zitat ---Wenn Du PvP-Aktionen machen willst, dann bist Du bei der 4E wirklich am falschen Ort.
--- Ende Zitat ---
Ja, volle Zustimmung meinerseits.
Für den Link dank ich Dir sehr, und ich werde ihn mir beizeiten zu Gemüte führen. Dennoch glaube ich nach wie vor, dass sich die 4E als Spiel mit gamistischem Fokus sehr gut beschreiben lässt.
Arldwulf:
--- Zitat von: Crimson King am 14.06.2013 | 12:21 ---Der Monk ist 'ne Niete, der Fighter schlägt einige Striker im Punkte Schadenoutput und hat dazu noch diese miese Shift-Verhinderungs-Nummer. Wenn der Fernkampfranger allerdings ein Feat oder eine Rüstung nimmt, durch die du keine OAs mehr bekommst, macht er dich links, wenn er zuerst dran ist. Wenn du zuerst dran bist, könnte das anders rum ausgehen. Die Bedeutung der Ini im Duell ist ein weiterer Grund, warum man das mit DnD 4 lassen sollte. Grundsätzlich hat die 4E ein Rollenkonzept, dass auf Gruppenkampf ausgelegt ist. Im Duell bricht das System.
--- Ende Zitat ---
Stimmt nicht ganz, da die ersten Aktionen in Duellen (zumindest wenn die Spieler es drauf anlegen) eh meist geblockt oder auf anderem Weg abgeschwächt oder negiert werden. Aber klar - Ini ist wichtig, wenn auch nicht mehr so sehr wie z.b. in 3.5
Der angesprochene Fighter könnte halt durchaus sagen: Halb so wild, dein Schaden wird eh um so und so viel reduziert bis zum Ende meiner nächsten Runde und dann schauen wir mal ob du dann noch stehst. (Und natürlich könnte darauf der Bogenranger antworten: "Klar tu ich es, denn ich mache...").
Am Ende kommt es stärker darauf an wer wessen Taktik besser antizipiert und kontert.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln