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Wie variabel lässt sich die 4E an Settings anpassen?

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Crimson King:
Das Problem bei L5R ist die Todesspirale der steigenden Abzüge auf die eigenen Aktionen, die man bei Verletzungen erhält.

Was den Crunch angeht, bringt es nur bedingt was, Bücher einzeln an- und abschalten zu können. Es gibt wenige Bücher, die ich garnicht benutzen will. Aber es gibt einfach einen Haufen Powers und Feats, die nur zufällig mal ihren Weg in unoptimierte Charaktere finden.

Kurz noch mal zum Duell: ich habe gerade mal einen Bow Ranger auf L21 gebaut (weil meines Wissens Hewisas Fighter auf dem Level ist), und zwar nicht auf Duelle spezialisiert, sondern ganz normal auf Frost optimiert. Der macht mit einer One Turn Daily Nova 6 Angriffe mit jeweils im Mittel ca. 55 Punkten Schaden bei +34 gegen AC, wobei er jede Attacke zwei Mal würfelt. Ini ist bei +32, zwei Mal würfeln. Wenn er im Nahkampf angegriffen wird, schießt er zurück und shiftet weg. Ohne aus dem Angriffsbereich des Rangers raus zu kommen oder sich unsichtbar zu machen, sieht man da kein Land, egal welche Klasse man hat. An der Stelle sieht man schnell, dass klassische Duelle ziemlich sinnfrei sind. Wenn es innerhalb der Handlung zu Situationen wie von Arldwulf beschrieben kommt, also dass mal ein SC gegen ein Monster kämpfen muss, funktioniert das schon, auch wenn man schauen muss, wer da ins 1:1 geht (Brute gegen Wizard ist z.B. extrem riskant für den Wizard). Ich würde das aber auch nicht mehr als Duell bezeichnen.

Sashael:
Ich würde auch jegliche Verwendung von Fern- gegen Nahkampfwaffen auch nicht mehr als Duell bezeichnen.  :D

Arldwulf:
Ist in einer Fantasywelt natürlich immer schwierig. Da gibts ja auch Magie noch zusätzlich. Fernkampf ist aber auch weniger ein Problem da es konterbar ist. Eine Möglichkeit wurde ja schon gesagt mit dem unsichtbar machen (und vergleichbaren Aktionen)

Auf den genannten Stufen gibt es aber noch viel mehr Möglichkeiten. Und auch der Ranger selbst hat dort dann wieder Gegenaktionen je nach Klasse.

Das macht es ja interessant. Der Ranger beginnt mit einem starkem Angriff, sein Gegner pariert diesen mit einer Gegenmaßnahme und macht selbst etwas, und auch dagegen wird ein so hochstufiger Charakter dann irgend ein mittel haben. Oder auch nicht, ein Teil des Reizes liegt sicher auch darin nicht zu wissen ob man die richtigen Defensivmaßnahmen ergriffen hat. Was gegen den Bogenranger hilft kann für den nächsten char schon das falsche mittel sein.

D. M_Athair:

--- Zitat von: Selganor am 15.06.2013 | 09:28 ---Charaktere in 4e-L5R waeren einfach merklich "haerter" als "Normale" L5R-Charaktere. Das muss ja nichtmal unbedingt was schlechtes sein (z.B. fuer Leute die gerne auf dem Setting von L5R spielen aber das System fuer zu toedlich befinden).
--- Ende Zitat ---

Die Phänomene "Das System regelt Dinge ganz anders als das Originalsystem" und "Settingeigenheiten, die das Originalsystem optimal abbildet können nicht angemessen in Regeln konvertiert werden" treten bei beinahe jeder Konversion auf. Seinen "Stallgeruch" wird D&D4 genausowenig los wie Savage Worlds, True20 oder das BRP. Derartige Schwierigkeiten lassen sich nur reduzieren, je mehr das Zielsystem ein "Systembau-System" ist. Das trifft mMn auf HERO oder Fudge zu. Allerdings steigt damit der Aufwand auch enorm.

In Bezug auf Konversionen ist die Frage "Ist das Zielsystem variabel genug" mMn eher die falsche Frage, weil nicht zielführend.
Sinnvoll ist: "Gefallen mir die Spezifika des Zielsystems (hier D&D 4) für das Setting?"

[Ich habe, weil die Antwort auf die zweite Frage negativ ausgefallen ist, meine Konversion von Warhammer Fantasy auf Savage Worlds abgebrochen.]

Thandbar:
Das Wort "Stallgeruch" gefällt mir in diesem Zusammenhang sehr gut. Wenngleich ein Großteil der Diskussion sich offenbar daraus speist, dass wir uns nicht recht darüber einigen können, was die "Spezifika des Zielsystems" im Fall der 4E genau sind.

Ich persönlich finde auch nicht, dass "3249 Feats" das Spiel an sich variabler machen. Sie ermöglichen nur mehr Optionen, sich einen Charakter innerhalb des üblichen 4E-Bezugsrahmen aufzubauen. Sie erweitern aber nicht die universelle Beweglichkeit des Systems selbst.

Wenn ich mir aber anschaue, wie die 4E eine Settingeigenschaft wie das "Defilen" der Magie in der Dark-Sun-Kampagnenwelt überträgt, so kommt es mir durchaus so vor, als wolle die 4E eben keine krassen Veränderungen seiner Struktur durchmachen -vermutlich, um die systemimmanente Balance nicht zu gefährden. Selbst wenn dafür narrative und simulationistische Elemente geopfert werden müssen.

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