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Numenera
Wisdom-of-Wombats:
Zum ersten Teil: Du brauchst die Regeneration. Schon alleine, weil die Pool Punkte ja nicht nur für Schaden da sind. Die Punkte benutzt Du auch, um Schwierigkeiten zu senken und Sonderfähigkeiten einzusetzen. Und 4W6+4 sind nicht wirklich viele Punkte. Was das Ausheilen von Schadensstufen angeht: ja, das ist gewollt einfach, es sei denn Du hast die Schadensstufe durch etwas anderes als Schaden erlitten. Dann musst Du nämlich eine Regeneration ausgeben, um das wieder wegzubekommen.
Alles in allem bist Du bei Numenera ein kompetenter Held und kein Luschi.
Ich habe mit den Tiers noch nicht über 2 gespielt. Aber bedenke: die richtigen üblen Herausforderungen ab Schwierigkeit 7 schafft man nur mit Effort. Ich glaube zwar auch, dass Monte ein wenig übertreibt, wenn er behauptet, alle XP Ausgaben seien gleichwertig. Mit 1-2 Tier Unterschied sollten trotzdem noch alle Spass am Spiel haben.
Die Vermischung von Gummipunkten und XP ist in der Tat problematisch. Das GRW bietet dafür aber auch eine Lösung an. Ich mache es immer so, dass ich am Ende der Sitzung einen Advance rausgebe, damit jeder aufsteigt. Die anderen XP vergebe ich für GM Intrusions. Für Entdeckungen gebe ich dann nix bzw. eben pauschal 4 XP.
Achamanian:
--- Zitat von: Murder-of-Crows am 24.03.2014 | 19:13 ---Alles in allem bist Du bei Numenera ein kompetenter Held und kein Luschi.
--- Ende Zitat ---
Helden statt Luschi finde ich gut. Aber Superregenerationen sind für mich irgendwie meistens was, was die langfristige Spannung rausnimmt - das System macht auf mich den Eindruck, dass es sehr unwahrscheinlich ist, irgendeinen Verletzungszustand von einem Kampf in den nächsten mitzunehmen, und dass man an einem Tag evtl. mehrmals zwischen den Verletzungsstufen wechselt (Schwupp - ich bin durchbohrt - Schwupp - ist verheilt! - Schwupp - ich bin schon wieder durchbohrt - Schwupp - macht nix, schon wieder gut).
Ich hatte ehrlich gesagt ein bisschen gehofft, dass Numenera mit den 3 Pools einerseits und den beiden Verletzungsstufen andererseits ein bisschen ähnlich wie "The One Ring" funktioniert, das mein absolutes Lieblings-Wundsystem hat - man hat einen Haufen Ausdauerpunkte, die schnell regeneriert sind, kann aber auch Wunden erhalten, die hartnäckig sind und erst bei voller Ausheilung verschwinden.
Ich kann jetzt natürlich nicht von dem System erwarten, dass es genau das macht, was mir in einem anderen System gefällt.
Aber nur zur Sicherheit: Läuft das etwa so, wie ich es mir vorstelle? Oder kann es doch vorkommen, dass man mal länger als einen Encounter Injured ist?
rillenmanni:
--- Zitat von: Rumspielstilziel am 24.03.2014 | 19:33 ---Aber nur zur Sicherheit: Läuft das etwa so, wie ich es mir vorstelle? Oder kann es doch vorkommen, dass man mal länger als einen Encounter Injured ist?
--- Ende Zitat ---
Ich habe noch nicht sonderlich viel Spielerfahrung mit diesem System - einmal aber ich bei Murder-of-Crows gespielt, und auf einem Privatcon habe ich zwei Abenteuer aus dem GRW gespielt (Revitalisator und Raumschiff). Und ich habe schon den Eindruck, dass man die SC ganz schön zum Kochen bringen kann. (Zumindest im Raumschiff-Abenteuer hatten wir deutlich Regenerationsengpässe.) Es kommt mE lediglich auf die Spieldichte an (--> wie viel passiert an einem Tag?) und darauf, wie herausfordernd der SL die Sache gestaltet - hier gibt es ja eine ganz gute Gegner-Faustregel im GRW. Wenn man da am Anschlag ist, dann sind auch die SC am Anschlag.
Wisdom-of-Wombats:
--- Zitat von: Rumspielstilziel am 24.03.2014 | 19:33 ---Aber nur zur Sicherheit: Läuft das etwa so, wie ich es mir vorstelle? Oder kann es doch vorkommen, dass man mal länger als einen Encounter Injured ist?
--- Ende Zitat ---
Wenn's blöd läuft schon. Aber es ist absolut nicht Sinn von Numenera, verletzt durch die Gegend zu humpeln. Dein Pool repräsentiert ja zwei Dinge: Deine Lebenspunkte und Deine Fähigkeit, Gefahren zu überwinden. Und unterschätze nicht die Regenerationszeiten. Manchmal wollen die Spieler nicht einfach 1h tatenlos rumsitzen, sondern lassen die 1h Regeneration aus und stürzen sich in die nächsten Ereignisse.
Bei mir sind schon Leute buchstäblich auf dem letzten Poolpunkt aus dem Abenteuer gehumpelt... also kurz vor Exitus.
Achamanian:
Danke für die Erläuterungen - vielleicht liest sich das auch so abstrakt auch einfach softer, als es in der Praxis ist. Wahrscheinlich wird auch einiges von der Art der Abenteuer abhängen. Beim Numenera-Setting habe ich erst mal Reiseabenteuer im Kopf, und da werden kleinere Kämpfe auf dem Weg natürlich etwas egal, wenn man nach spätestens zwei Reisetagen voll ausgeheilt ist. Für Dungeons, bei denen die Action dicht gepackt ist, sieht das wahrscheinlich schon anders aus.
Außerdem habe ich gerade noch die Optionalregel für Lasting Damage gefunden. Die ist mir zwar wie im Buch formuliert etwas zu handwedelig formuliert, aber da kann man ja in der eigenen Runde etwas festere Regeln für abmachen (etwa: Wenn man bereits debilitated ist, dann gilt weiterer Schaden als lasting). Falls mein Eindruck des Zu-schnell-Ausheilens sich also wirklich bestätigen sollte, greife ich eben darauf zurück.
Den Grundsatz, dass man am Anfang mit kurzen Verschnaufpausen Poolpunkte zurückgewinnt, finde ich übrigens absolut richtig.
Eine weitere Frage: Sehen die Regeln vor, dass Gegner ihren Schaden irgendwie erhöhen können (außer durch GM Intrusions)? Es gibt ja sonst ein paar kleinere Monster, die für gerüstete Gegner absolut keine Bedrohung mehr sind. Hat jemand Numenera mal mit der Abwandlung ausprobiert, dass jeder Treffer automatisch mindestens einen Punkt Schaden macht?
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