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Brainstorming: Hard Fiction - Low Fantasy ... mit Sonne und Strand
Waldviech:
--- Zitat ---Was mich daran noch nervt ist aber Punkt 2. Das ist zu sehr Abziehfolie für "böse, gierige Händler samt Weltverschwörung" und muss in dem Punkt unbedingt geändert werden. Ließe sich natürlich mit Punkt 3. fusionieren.
--- Ende Zitat ---
Wie wäre es denn, wenn man das Ganze einfach mal dreist umdreht? Klar sind "böse Händler" grad in Mode, aber Handel kann auch eine sehr positive Kraft sein. Was, wenn man mal eine "aufgeklärte" demokratisch angehauchte Handelsföderation gegen einen Haufen xenophober Monarchien stellt?
Kardinal:
macht aus den guten Händlern einfach Wikinger: Händler+Piraten, nur eben überwiegend "nett" >;D
blut_und_glas:
--- Zitat von: schwarzkaeppchen am 8.08.2013 | 10:14 ---Weil mit einfachen Mitteln besser reproduzierbar als der Hyperdrive? Aber was würdest du als Alternative in den Raum stellen wollen?
--- Ende Zitat ---
Ich frage nochmal nach dem Sinn und Nutzen mancher Technologien/Maschinen für die Gestrandeten (sogar schon vor! dem "Niedergang"):
Nehmen wir mal das mehrmals genannte Flugzeug. Wofür brauche ich das? Erkundung wäre zum Beispiel eine mögliche Antwort... ...aber was will ich erkunden? Die Gestrandeten kannten die Welt doch. Sie haben sie ja - per Terraforming - quasi gemacht. Unter der Annahme, dass sie sich an den bestmöglichen Fleck gesetzt haben, und ja wissen, dass es ringsum schlechter ist, wozu sollten sie große Entdeckungsflüge starten? Es gibt nichts zu entdecken! (Dass das siebenhundert Jahre später dann wieder anders aussieht, sei einmal dahingestellt - bis dahin ist die Sache mit der schnell reproduzierbaren Flugmaschine nämlich dann gegebenenfalls schon abgegessen.) Schneller Transport von Waren wäre ein anderes mögliches Argument für Flugzeuge... ...aber was für Waren? Es gibt keinen großartigen weltweiten Handel, keine verteilten Rohstoffquellen, Produktionszentren, Absatzmärkte, ...
Was sind also die Dinge, die die Gestrandeten in ihrer Situation dringend erhalten wollten? - Die werden wohl noch auf einem hohen Stand sein, da von Beginn an viele Ressourcen in ihre Konservierung und/oder die Beschaffung von Ersatz gefloßen sind.
Welche Dinge sind erst sehr viel späteren Generationen wichtig geworden? - Da werden neu entwickelte Technologien zu finden sein, die kaum oder vielleicht gar nicht auf alter Technologie aufbauen, da die Grundlagen, die es hier vielleicht einmal gab, von den frühen Kolonisten nicht priorisiert wurden/verrotteten/in Vergessenheit gerieten/...
Welche Dinge waren anfangs wichtig, haben dann aber schnell an Bedeutung verloren? - Hier könnte eine Hauptquelle von "legendären Artefakten" liegen. Dinge, die in der Überlieferung als extrem bedeutend gehandelt werden, die aber de facto dann (als sie eben nicht mehr gebraucht wurden (was aber nicht extra im Geschichtsbuch erwähnt wird)) irgendeann nicht mehr weitergepflegt wurden und daher nicht mehr zum einfach abrufbaren/aktiv gebrauchten "Body of Technology" gehören.
--- Zitat ---Was mich daran noch nervt ist aber Punkt 2. Das ist zu sehr Abziehfolie für "böse, gierige Händler samt Weltverschwörung" und muss in dem Punkt unbedingt geändert werden. Ließe sich natürlich mit Punkt 3. fusionieren.
--- Ende Zitat ---
Ich glaube, da würde ich andersherum die Imperien im dritten Punkt streichen und stattdessen die Händler zum Machtfaktor machen. Ohne "bösen" Anstrich, aber doch so gestrickt, dass sie sich angemessen bezahlen lassen wollen. Und wenn manche Dinge (Hochtechnologie) eben sehr schwer herzustellen sind, dann ist der Preis entsprechend hoch. Das ist keine "Bosheit" zehn Jahresernten für etwas zu verlangen, an dem deine ganze eigene Bürgerschaft zehn Jahre lang geschuftet hat, so dass keiner von euch in der Zeit selbst auf die Felder gehen konnte.
--- Zitat ---Von diesem verlorenen Planeten abhauen dessen Atmosphäre verdreckt ist und auf dem merkwürdige Lebewesen herumlaufen?
--- Ende Zitat ---
Das fände ich vor allem in Kombination mit der Flüchtlings-/Versteckthematik für die Gestrandeten interessant. Das könnte auch die Beziehungen auflockern, indem nämlich die Konfliktlinien Technologie/Antitechnologie und Mensch/Alien nicht mehr parallel zueinander verlaufen müssen. "Hochentwickelte" Menschen und Aliens besitzen beiden Technologie, "primitive" Menschen nicht. "Primitive" Menschen und Aliens wollen technologische Entwicklung/den breiten Einsatz von Technologie, "hochentwickelte" Menschen (die sich im Gegensatz zu den "Primitiven" deutlicher bewusst sind, welche Konsequenzen das für ihr Versteck hätte) wollen das gerade nicht.
mfG
jdw
Waldviech:
--- Zitat ---Das fände ich vor allem in Kombination mit der Flüchtlings-/Versteckthematik für die Gestrandeten interessant.
--- Ende Zitat ---
Mal so laut nachgedacht - wie wäre es eigentlich, wenn man das Ganze, ganz klassisch, mit einer Lösung des Fermi-Paradoxons zu kombinieren? Irgendwann, vor Milliarden von Jahren hat eine mächtige, aber reichlich xenophobe Rasse den GROSSEN FILTER (tm) geschaffen, der anderes intelligentes Leben ausknipst wenn es eine bestimmte Entwicklungsstufe erreicht hat. Ursprünglich wollten die unheimlich xenophoben Alten damit einmal potentielle Konkurrenz auslöschen (Nein, dahinter steckten keine "edleren" Motive)...aber das Ganze hat sich längst verselbstständigt. Grade als die Menschheit es geschafft hat, und eine friedliche Zivilisation voller Wissen erschaffen hatte, traf es den Homo Sapiens. Daher auch die ganzen abgestürzten Städte. Wird nun zu offensichtlich in großem Maßstab mit hoch entwickelter Technologie herumgefuhrwerkt, kommt der Hammer von oben. Manchmal sofort, manchmal erst nach Jahrhunderten, aber immer zuverlässig. Daher gibt es für die Überlebenden verdammt gute Gründe, Hochtechnologie entweder sein zu lassen oder sich in verborgene, ortungssichere Hightech-Utopias zurückzuziehen. Da könnte es verschiedene "Interessengruppen" geben:
- Die wissenden "Primitiven" kennen die Wahrheit über den Großen Filter und versuchen, das beste daraus zu machen. Das Ergebnis sind Gesellschaften, die zwar nur wenig Technologie benutzen, aber trotzdem ein hohes Maß an Wissen bewahren um gewisse Probleme echter "primitiver" Gesellschaften zu umschiffen. Ideal ist es zwar nicht, aber besser als ausgelöscht zu werden
- Die wissenden High-Techler haben einiges an Technologie bewahren können, leben dafür aber weit mehr im Verborgenen als die wissenden "Primitiven", da man dem Filter schon mehr als Reisterrassen und Säulenhallen bieten muss, damit er aktiv wird.
- Die unwissenden "Primitiven" sind klassisch verblödet und werden eher von Unwissen, Ressourcenmangel oder Religion niedergehalten. Aus diesen können sich unter Umständen die
- unwissenden Techler entwickeln. Diese verhalten sich wie eine vergleichsweise normale, junge Zivilisation und versuchen, ohne groß Ahnung von den Konsequenzen zu haben, sich weiter zu entwickeln (bzw. entwickeln sie sich halt weiter. Mal schneller, mal weniger schnell).
Die "Bruchkante" zwischen den verschiedenen Gruppen könnte nun eher an Wissen und Unwissen über den Großen Filter liegen, als im mittlerweile etwas abgeschmackten Technologie vs. Ökolebensweise. So könnten sich beispielsweise die "primitiven" Qui hervorragend mit den verborgenen Bewohnern der unterseeischen High-Tech-Kuppelstadt Atlantoi verstehen, aber der aufstrebenden (und ahnungslosen) Handelsföderation eher skeptisch bis feindlich gegenüberstehen....da diese irgendwann offen mit mehr als nur Windmühlen hantieren und so den Großen Filter wieder auf die Welt herabrufen könnte. (Nun bräuchte man natürlich noch einen guten, glaubhaften Grund, warum man die unwissenden Völker nicht so einfach vom Großen Filter überzeugen kann...und einen Masterplan, gegen den Filter vorzugehen, könnte es von Seiten der Verborgenen natürlich auch geben...)
Edit:
Die Aliens des Planeten könnten vielleicht eher der Kategorie der wissenden High-Techler angehören und schon länger auf dem Planeten weilen. Ihre Versuche, die Menschheit zu warnen, schlugen leider fehl und sie versuchen eher aus dem Verborgenen heraus, die Menschheit zu beeinflussen. Dummerweise hat ihnen das den Ruf eingebracht, leibhaftige Dämonen zu sein. Das sie sich mit den wissenden "Primitiven" unter den Menschen gut verstehen, bringt in diesem Falle leider garnichts, da die "Primitiven" aufgrund dessen den Ruf als "Cthulhu-Kultisten" und Teufelsanbeter weg haben. Herzlichen Dank an die neu aufgeblühte Religion! ;D
Edit2:
Die angesprochene Biotechnologie könnte, neben der Rohstoffverfügbarkeit, auch den Grund haben, der Aufmerksamkeit des Großen Filters zu entgehen. Da dieser zufürderst auf gewisse technologische Merkmale anspricht, reine Biomasse aber ignoriert, würden z.b. "Zerg" ihm eine ganze Weile entgehen. Vielleicht hoffen einige Gruppen, ihre organische Technologie so weit entwickeln zu können, dass sie dem Filter eins auf die Mütze geben können....
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