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[FAE] Approaches: Fehlt euch was?

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La Cipolla:

--- Zitat ---Ist das dann nicht unglaublich beeindruckend? Jahrzehntelang haben viele Rollenspiele versucht alle möglichen Aktionen der Charaktere durch Attribute und Fertigkeiten abzudecken und plötzlich ist das möglich, einfach weil man aus den Nomen (Kraft, Klugheit etc.) nun Adjektive (kraftvoll, klug etc.) gemacht hat und damit vom Was-tun zum Wie-tun gewechselt ist? Ich bin da irgendwie skeptisch.
--- Ende Zitat ---

In meinen Augen sind die Approaches genau so allumfassend und überschneidungs-schwammig wie etwa die klassischen D&D-Attribute. Nur halt anders. Ich denke der Unterschied ist die Frage, ob man die höchste Priorität auf das "Wie" (dramatisch gesehen) oder das "Was" (Simulations-mäßig) legt.

Molcho:

--- Zitat von: Azzu am 14.08.2013 | 07:56 ---Die Approaches funktionieren gut mit Settings, in denen die Charaktere so ziemlich alles können. Bei Star Wars z.B. können in den Filmen alle Protagonisten Raumschiffe fliegen, Speeder steuern, Blasterpistolen und Raumschiffgeschütze benutzen, Droiden programmieren und Sturmtruppen übertölpeln. Dann stellt sich nicht die Frage, was der Charakter überhaupt kann, sondern wie er an eine Aufgabe herangeht - Approaches eben, passt perfekt.
--- Ende Zitat ---

Da spricht du den Knackpunkt an: Charaktere, die so ziemlich alles können und dazu passen Approaches perfekt. Das bedeutet ja nun, dass man jeden Approach (vorzugsweise seinen besten) in jeder Situation benutzen kann solange man es narrativ erklärt. So steht es ja, glaube ich, auch offiziell irgendwo.

Doch mir geht es darum, ob sich mindestens ein Approach in jeder Situation benutzen lässt ohne es narrativ erklären zu müssen. Keine Herleitung, keine Anpassung der Situation. Das bedeutet, bilden die Approaches alle möglichen Handlungsweisen ab, die ein Charakter benutzen kann, die dem menschlichen Geist innewohnen.

Vielleicht wird es ja mit Beispielen deutlicher. Auch wenn mir bestimmt keine guten Einfallen, aber ich versuche es mal.

Wie hat Gott die Welt erschaffen? Quick (und eventuell versemmelt)?
Wie hat Neo Agent Smith in Matrix I besiegt? Careful?
Wie hat Luke Darth Vader besiegt? Careful ("Vater!")?
Wie ist Truman aus der Truman Show gesegelt und hat den Einflüsterungen des Regisseurs widerstanden? Forceful?

Wer bessere hat, der soll sie bitte posten (gerne auch englische, falls es die Diskussion schon dort gab).
Besonders freuen würde ich mich natürlich, wenn mir jemand meine Skepsis nehmen könnte, warum denn genau diese sechs Approaches alles Denkbare abdecken können.


Nachtrag:


--- Zitat von: LordBorsti am 14.08.2013 | 08:27 ---Bei FAE wird die Frage "Was kannst du?" über das High Concept beschränkt/beantwortet. Für viele dürfte das aber wohl zu schwammig sein.

--- Ende Zitat ---

Auch das erklärt ja nun nicht warum die Approaches in Verbindung mit Aspekten/High Concept alles abdecken was man als "Marisianischer Pizzalieferant" tun und wie man es tun kann.

1of3:
Die Frage lässt sich so nicht beantworten, da sie schon biased ist. Wenn du jemanden fragtest, wie Luke Vader besiegt hat, ohne die Liste vorher zur Auswahl zu stellen, kämen da deutlich andere Antworten.

Wie hat Luke Vader besiegt? - Gar nicht. Vader ist an sich selbst gescheitert und hat sich selbst gewonnen.
Wie hat Gott die Welt erschaffen? - Die Frage ist nicht anwendbar.
Wie hat Neo Smith besiegt? - Durch seine Rolle als Messias.
Wie ist Truman aus der Truman Show gesegelt. - Naiv.

Molcho:

--- Zitat von: 1of3 am 14.08.2013 | 15:41 ---Wenn du jemanden fragtest, wie Luke Vader besiegt hat, ohne die Liste vorher zur Auswahl zu stellen, kämen da deutlich andere Antworten.
--- Ende Zitat ---

Darauf wollte ich doch hinaus, dass sich diese Antworten wohl nicht nur in der Wortwahl unterscheiden würden (ob energisch oder kraftvoll ist einerlei). Man kann zwar vielleicht jeden Approach mit narrativer Überleitung in jeder Situation anwenden, aber man kann ohne narrative Überleitung nicht für alle denkbaren Situationen mindestens einen Approach anwenden.

1of3:
Das ist ja auch nicht Sinn der Übung. Die spontane Anwendung der mechanischen Gerüsts ist gerade die Herausforderung. Es soll gar nicht sauber funktionieren. Qualitatives Spielen zeigt sich daran, dass der runde Bauklotz ins eckige Loch passt, ohne dass es auffällt.

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