Pen & Paper - Spielsysteme > Fate

Aventurische Magie: Die Save-or-suck Sprüche

(1/5) > >>

Blechpirat im Urlaub:
So, angenommen wir haben eine Idee, wie der Magier funktioniert, und wir wollen die Sprüche aus dem Liber beibehalten. Sie erhalten eine mechanische Abbildung (Angriff, Vorteil erschaffen) und werden sonst durch den Fluff eingegrenzt. Das klappt auch ganz gut, wenn man z.B. einen Fulmi nimmt.

Aber was ist mit Paralysis oder diesem Schelmenspruch, bei dem das Opfer zum Ballon wird?

Ich finde solche Zaubersprüche ja schlechtes Regeldesign, weil die Betroffenen zur Untätigkeit verdammt werden. Es ist nicht ganz so schlimm wie bei D&D, weil die Wirkung nicht anhält - aber mal ehrlich: Ich will nicht den Rest des Kampfes zugucken müssen, weil der Gegner einen Save-or-suck Spruch auf mich gewirkt hat, und ich zwar noch lebe, aber nicht mehr agieren kann.

Mechanisch ist mir das auch viel zu nah an "Taken out".

Ideen?

Slayn:
Für mich persönlich ist das ein ganz schwieriges Thema.
Zauber erschaffen Fakten, die mit der Intention des Spielers in Einklag stehen. "Ich verwandle mich in einen Raben". "ich verwandle ihn in einen Ballon". Intention = Aktion.
Ich fand schon immer diesen Bruch im Fakten schaffen einfach nervig. "Ich erschlage ihn! Würfel mal ob du ihn triffst, würfel mal Schaden, nee, er hat nur nen Kratzer!", selbiges mit den Direkten Kampfzaubern.

Yehodan ben Dracon:

--- Zitat von: Blechpirat am 22.08.2013 | 18:05 ---Mechanisch ist mir das auch viel zu nah an "Taken out".

--- Ende Zitat ---

Es IST ein Taken Out. Wie soll man denn den Konflikt noch weiterführen?

Und daher kann man dies entweder bei einfachen consequencial contests anwenden ("Wenn ich den contest gewinne, schwebt der Türsteher in der Luft")
oder aber eben als Ergebnis mehrerer Angriffe durch Magie. Ob der Gegner nun durch einen Flammenstrahl angekratzt und schließlich beim dritten Mal gegrillt wurde oder ob ich erst beim dritten Mal genug Stress verursache, um ihn zu versteinern, ist doch für die Fiktion egal.

Das Einzige, was mich daran stören würde, ist, dass Stress durch einen nur schwach gelungenen Paralysis es auch leichter macht, dass der Krieger ihn mit dem Schwert plättet. Aber naja.

Man darf halt nicht vergessen, dass das Ergebnis des Würfelwurfs erst interpretiert und in Fluff umgewandelt werden muss. FATE simuliert nicht, sondern gibt Anleitungen für die Storyentwicklung.

"Dein Versteinerungszauber trifft auf einen harten Widerstand. Vielleicht hat der Gegner seinen Geist abgehärtet oder aber er verfügt über Gegenzauber? Du kannst Dich entscheiden, immer weiter in seinen Geist vorzudringen oder aber etwas anderes zu versuchen!"

Lothax:
Taken out nach einer Aktion wäre auch übertrieben bei FATE...

Alleine beim Paralys fangen wir mal mit einer leichten Konsequenz an... die Glieder werden steif. Die mittlere Konsequent äußert sich dann schon in groben Bewegungsschwierigkeiten, während eine schwere Konsequenz das Opfer schon fast wie eine Statue erscheinen lässt. Zu guter letzt scheidet der Kontrahent bei der zweiten schweren Konsequenz tatsächlich aus dem Konflikt aus.

Blechpirat im Urlaub:
Wenn man aus dem Paralys einen einfachen Angriffszauber macht, der Stress erzeugt, und sein Fluff begrenzt lediglich den Magier und beschreibt die zu nehmenden Konsequenzen, dann muss ein Magier vermutlich 4-5 Kampfrunden aufbringen, um einen Gegner auszuschalten.

Fühlt sich das noch okay an?

Und: Was ist mit "Aufgeblasen Abgehoben"? Auch der ist ein Save-or-suck - nur ohne den Save, weil ja bei DSA kein Verteidigungswurf gegen Magie zulässig ist.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

Zur normalen Ansicht wechseln