Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
[3.5] WBL als Meta-Ressource (Redux)
Narubia:
--- Zitat von: ChaosAmSpieltisch am 7.10.2013 | 16:23 ---Hey wow, genau das selbe Argument führen wir auch die ganze Zeit für die GearPoints an.
--- Ende Zitat ---
Dann sag einfach eine einzige, sinnige Verpackung für Gear Points, die nicht an allen Ecken und Enden hapert.
Slayn:
--- Zitat von: Narubia am 7.10.2013 | 16:55 ---Dann sag einfach eine einzige, sinnige Verpackung für Gear Points, die nicht an allen Ecken und Enden hapert.
--- Ende Zitat ---
Es wird nie eine geben. Egal ob WPL oder Gear Points, die Krux ist dass es hier ein Spielelement der 3E ist, die entweder fest eingebaut oder komplett ignoriert werden will, um zu funktionieren.
Für einen Spieler, dem Immersion oder Simulation wichtig ist, stehen diese Elemente praktisch immer störend da, denn sie haben keinen Bezug zur Spielwelt.
ChaosAmSpieltisch:
jeder Spieler achtet von selbst darauf, dass dieses Problem gar nicht entsteht. Er bestimmt alle Handlungen seines Char. Hat er also keine GearPoints für etwas, kommt sein Char gar nicht auf die Idee (weil das ja eine Entscheidung des Spielers ist) das zu kaufen (oder hat gerade keine Ahnung wo das ist, oder seine Geldbörse vergessen, oder es jetzt wichtiger ist Baden zu gehen, oder man keine Zeit hat, weil man die Schankmaid flachlegen will, ...)
Der große Unterschied hier ist:
Du legst die Verantwortung auf den Setting-Entwickler und willst eine Lösung für alles (und natürlich auch auf den SL)
Ich hingegen lege die Verantwortung auf alle um, so dass jeder für jede Situation eine passende Lösung findet.
Rhylthar:
Wenn wir von Fluff und Crunch reden wollen, dann aber mit ein paar konkreten Sachen:
Wenn ein CR20 Drache einen Gegenwert von 80.000 gp (lt. Table 3-3) mit sich führt, dann werden Coins, Art und Gems by the rules den vollen Wert haben (wobei man gerade bei Art da durchaus geteilter Meinung sein kann..), alle Magic Items aber nur 50 % des Wertes, laut Absatz "Selling the Loot" (PHB). Wenn es ganz "dumm kommt", hat das gefundene Zeug zwar einen Wert von 80.000 gp, aber nur einen Wiederverkaufswert von 40.000 gp.
Wiederum frage ich mich, ob ihr wirklich nur den Charakteren angepasste Schätze verteilt. Ist da nie etwas dabei, was eben "nur" zum Verkaufen taugt?
Was anderes:
Ich frage mich, warum man versucht, etwas Allgemeingültiges zu machen, wenn es doch eher nur für spezielle Kampagnen gedacht ist?
Habe mich heute im Zug die ganze Zeit gefragt, für welches Setting dieses System Sinn machen würde bzw. ob es da nicht wesentlich einfachere Sachen gibt, den gewünschten Effekt zu bekommen.
Skele-Surtur:
Ich habe es ja am Ende meiner Kampagne so gehandhabt, dass die Spieler ihr Zeug zwar nicht verkaufen konnten, es aber immer Möglichkeiten gab, es von hilfreichen NSCs customizen zu lassen und Gegenstände u.U. miteinander zu verschmelzen. Das war aber natürlich nur eine Lösung auf Plotoniumbasis. Geld hat da auch keine Rolle mehr gespielt.
Grundsätzlich finde ich den Ansatz der WBL als Meta-Ressource sinnvoll. Ob die handwerkliche Umsetzung sich für meinen Spielstil eignet, vermag ich noch nicht zu sagen.
Als SL gibt es bei mir hauptsächlich customized Loot. Natürlich wird dabei aber gelegentlich ein Gegenstand frei, der dann verkauft werden müsste. Daher bin ich auch ein Freund davon, Gegenstände wachsen zu lassen, bzw. eine "Upgrade-Option" offen zu halten. Z.B. dass man wie in Diablo 2 irgendwelche Runen, Edelsteine oder sonstiges Zeug in die Waffen einpflanzen kann, um ihnen gewünschte Zusatzfähigkeiten zu verleihen. All das umschifft natürlich nur das generelle Problem der Core Rules, statt sie zu lösen.
Dass man sich eigentlich mehrere Dörfer leisten kann, ist ja schon ab Midlevel ein running Gag, das der Wert der Ausrüstung irgendwann absurde Ausmaße annimmt, kann jetzt auch nicht als neue Erkenntnis gewertet werden.
Mit den absurd kleinen Drachenhorten hatte ich hingegen nie ein Problem: Drachen sind bei mir nie als ernsthaft zu bekämpfende Gegner aufgetaucht.
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