Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
[3.5] WBL als Meta-Ressource (Redux)
Arldwulf:
--- Zitat von: Rhylthar am 7.10.2013 | 17:12 ---Wiederum frage ich mich, ob ihr wirklich nur den Charakteren angepasste Schätze verteilt. Ist da nie etwas dabei, was eben "nur" zum Verkaufen taugt?
--- Ende Zitat ---
Nein. Genaugenommen sehe ich den Drachenschatz als Synonym für: du brauchst dir nie wieder Sorgen um Gold machen.
Und empfinde es dementsprechend so dass dieser sich nicht ans WBL halten muss (zumal ich ja eh meist Editionen ohne WBL spiel), und auch nicht an Schatztabellen. Der Drachenhort ist wie Artefakte etwas was die Regeln brechen sollte, dafür da ist.
Narubia:
--- Zitat von: Slayn am 7.10.2013 | 17:07 ---Es wird nie eine geben. Egal ob WPL oder Gear Points, die Krux ist dass es hier ein Spielelement der 3E ist, die entweder fest eingebaut oder komplett ignoriert werden will, um zu funktionieren.
Für einen Spieler, dem Immersion oder Simulation wichtig ist, stehen diese Elemente praktisch immer störend da, denn sie haben keinen Bezug zur Spielwelt.
--- Ende Zitat ---
Moment, für mich funktioniert das Goldsystem einfach: Ich gebe den Spielern einfach so viel Gold, wie sie brauchen. Das kann ich (im Sinne der Welt) logisch in die Welt einbauen. Die Gear Points sind eine abstrakte Größe, die massiv in das Spiel eingreifen und die Handlungen der Charaktere ingame total limitieren, ohne dass es eine Begründung gäbe. Das ist der Punkt, der mich stört.
--- Zitat von: ChaosAmSpieltisch am 7.10.2013 | 17:09 ---jeder Spieler achtet von selbst darauf, dass dieses Problem gar nicht entsteht. Er bestimmt alle Handlungen seines Char. Hat er also keine GearPoints für etwas, kommt sein Char gar nicht auf die Idee (weil das ja eine Entscheidung des Spielers ist) das zu kaufen (oder hat gerade keine Ahnung wo das ist, oder seine Geldbörse vergessen, oder es jetzt wichtiger ist Baden zu gehen, oder man keine Zeit hat, weil man die Schankmaid flachlegen will, ...)
--- Ende Zitat ---
Charakter A könnte unglaublich dringend etwas gebrauchen, was ihm im nächsten Kampf hilft. Aber er kommt nicht auf die Idee? Aber Charakter B kann es, kann sich auch ausrüsten, aber Charakter A kann es IMMER NOCH NICHT?!
Das heißt auf deutsch: Akzeptieren wir den Käse und reden nicht drüber. Sorry, das ist nicht meine Art. Und ich empfinde diese Lösung als so unglaublich (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Ich kann gar nicht beschreiben, WIE schlecht, dass ich mich eben ernsthaft frage, wie man das in sein Spiel übernehmen wollen kann.
Ich verstehe die Idee dahinter, ich würde es in jedem Computerspiel etc. echt ÜBERALL ok finden, aber nicht in einem P&P, in dem man ernsthaft Konversationen über den letzten Einkauf führen könnte. Das tut mir da einfach nur weh.
@Rhylthar: Ich halte mich seit langer Zeit nicht mehr an die Schatztabellen und würfle nur ab und an auf einer Zufallstabelle, um Inspirationen zu erhaschen. Ich halte die Schatztabellen für ein Hilfskonstrukt für unerfahrene Spielleiter.
ChaosAmSpieltisch:
--- Zitat von: Narubia am 7.10.2013 | 19:14 ---aber nicht in einem P&P, in dem man ernsthaft Konversationen über den letzten Einkauf führen könnte. Das tut mir da einfach nur weh.
--- Ende Zitat ---
Und mir tut es weh, dass du ernsthaft Einkäufe ausspielst. Das ist für mich die reinste Zeitverschwendung, sowas kann der Spieler zwischen den Sitzungen selbst machen.
Slayn:
--- Zitat von: Narubia am 7.10.2013 | 19:14 ---Moment, für mich funktioniert das Goldsystem einfach: Ich gebe den Spielern einfach so viel Gold, wie sie brauchen. Das kann ich (im Sinne der Welt) logisch in die Welt einbauen. Die Gear Points sind eine abstrakte Größe, die massiv in das Spiel eingreifen und die Handlungen der Charaktere ingame total limitieren, ohne dass es eine Begründung gäbe. Das ist der Punkt, der mich stört.
--- Ende Zitat ---
Ich hatte meine glücklichsten D&D/PF-Runden mit Leuten, die einfach das gemistische Spiel verstanden und geliebt haben, nichts hinterfragen mussten und mit denen ich mich auch durch Mega-Dungeons wie Rappan Athuk metzeln konnte, ohne dass das Spiel jemals an Spaß verloren hat. Das war Spielen ohne jemals irgendwelche Probleme mit D&D zu bekommen, nie, einfach nie.
Grausam wurde es für mich, wenn ich Leute am Tisch hatte, die Immersion wollten, denen Spielwelt-Realismus wichtig war. Nur wenn man es mit solchen leuten zu tun hat, für die D&D nun mal nicht gemacht wurde, muss man solche Lösungen suchen, damit die Penner glücklich weiterspielen können.
Rhylthar:
Bezog sich jetzt nicht nur auf den Drachenhort. ;)
Außerdem, Stichwort "Aufwerten von Gegenständen":
Ich bin mir sehr sicher, ohne dass ich jetzt den Regelbeleg raussuche, dass man magische Gegenstände aufrüsten kann, zumindest Waffen und Rüstungen (Wands aufladen bin ich mir nicht sicher).
Wenn ich den Goldfluss reduzieren wollte, würde ich Materialkomponenten einbauen, die bei den Item Creation-Feats benötigt würden, aber auf dem "normalen" Markt keinerlei relevanten Wert haben bzw. kaum Nachfrage.
@ Narubia:
Da ich zu meiner Zeit 90 % Kaufabenteuer geleitet habe, wurde mir das eh abgenommen. Aber ich habe es immer als reizvoll empfunden, eine Mischung aus gekauften/gecrafteten und gefundenen Items als Charakterressource zu haben. Sprich: Angepasste Schätze mochte ich nicht und sollte bei einem Encounter ein Gegenstand zu finden sein, der vielleicht ab und an hilfreich sein konnte, aber eben nicht immer, habe ich ihn nicht zwangsläufig verkauft. Bei einem PC-Spiel ist das natürlich (ausser WoW evtl.) die Regel, bei PnP war es das eher nicht.
Mag aber mit meinem latenten Messi-Syndrom zusammenhängen. ;)
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