Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Warum ich Pathfinder gut, aber nicht halb so sexy finde wie D&D 3.5/ D20
Luxferre:
--- Zitat von: Der Rote Baron am 26.10.2013 | 13:25 ---"Büchse der Pandora" - pfff! Ich habe bloß gesagt, dass ich die Bilder nicht so dolle finde, weil sie meinen Geschmack nicht so recht treffen. Konnte ja nicht ahnen, dass sich da nun so viele drauf einschießen und nicht einfach sagen: "Nun, lieber Baron: Du hast recht/ Mir gefallen sie super/ Ich finde sie nicht schlecht/ Ich finde sie noch schlechter als du/ ...".
--- Ende Zitat ---
Du sagtest "Manga-Illus gehen gar nicht! - Meine persönliche Meinung". Das ist etwas anderes, als Du da oben postulierst. Also reg Dich nicht darüber auf, dass sich einige Leute über Dich aufregen ~;D
Greifenklaue:
Jedenfalls würde ich seit DnD 3, im Prinzip schon mit AD&D 2nd, keine S&S-Illustrierung erwarten.
Natürlich kann man de Stil nicht mögen, damit kann ich sehr gut leben :D
Aber Pathfinder mit DCC- oder LL-Illustrierung wäre wohl nicht so gelungen, denn obwohl die Bilder auch dort sind, richten sie sich doch an eine andere Zielgruppe.
Warum ich Pathfinder übrigens im direkten Vergleich zu DnD 3.x richtig sexy finde: Weil ich auch Spieler bin.
Habe ich eine Klasse bei DnD hab ich sie gespielt. Evtl. hätte ich auch noch diverse Klassendipps machen müssen, um gut dabei zu sein, etwas, was mir gar nicht beharkt. Bei PF kann ich dank Optionsvielfalt, stellvertretend nenne ich Schurkentricks, Magierschulen, Blutlinien soviel Möglichkeiten, sie ein zweites und drittes Mal zu spielen und trotzdem nicht nur anderen Fluff, sondern auch anderen Crunch zu hsben. Diese Möglichkeiten werden dann noch von Archetypen, Rassenoptionen etc. potenziert.
Feuersänger:
So, mit einiger Verzögerung (und einen durch Absturz verlorenen Beitrag später) komme ich jetzt auch dazu, meinen Senf dazuzugeben.
Erstmal geht es mir rein vom Topic her genau wie dem TE: ich finde PF ganz gut, aber nicht halb so sexy wie 3.5.
Allerdings aus ganz anderen Gründen. Die vom TE genannten sind für mich alle "ferner liefen". Andere Genres interessieren mich nicht, weil ich da gleich maßgeschneiderte Systeme hernehme; die Illus sind mir piepegal, weil ich bei beiden Systemen eh meistens mit Online-SRDs und ähnlichem arbeite. Und Kaufabenteuer nehm ich auch eher selten her; quasi nur wenn mir selber nix einfällt und es pressiert.
Nein, die Gründe, warum ich 3.5 immer noch interessanter finde als PF sind vor allem:
1. Optionsvielfalt. Klassen, Prestigeklassen, Feats, Zauber usw. Klar ist das alles bei PF auch nicht ganz schäbig, aber - Kreuzportierungen mal außen vor gelassen - es gibt halt einfach um ca. 1 Größenordnung mehr offizielles 3.5- als PF-Material.
2. viel wichtiger: diese Optionen ermöglichen bei 3.5 etwas ganz geniales: man kann Klassen (nicht alle, aber einige) damit herrlich "gegen den Strich" spielen. Man Charaktere bauen, die ganz anders funktionieren als man eigentlich erwarten würde, _und_ dabei super effektiv sein. Das ist eigentlich inzwischen das, was mir am meisten Spaß macht.
PF hingegen zwängt einen in den meisten Fällen viel stärker in ein Korsett. Alles ist so klein-klein geregelt, dass jeder Feat wirklich nur genau das macht, was der Autor im Sinn hatte, sodass sich jede kreative Kombination quasi von selbst verbietet. "No thinking outside the box beyond this point."
Nebenbei (aber das fließt hier nicht in die Wertung ein) finde ich das vor allem deswegen ärgerlich, weil die Balance noch lange nicht von diesen Restriktionen profitiert. Das ist vielmehr echt was, was mich an PF massiv ärgert, dass hier die Chance vertan wurde, die Klassen mal echt von Grund auf besser auszutarieren Ich hab mich da ja schon oft drüber ausgelassen.
Wer ist der beste Tank? Der Fighter? Nein, ein Summoner mit seinem Eidolon.
Wer ist der beste Damagedealer? Der Barbar? Nein, ein Summoner mit Eidolon.
Wer ist der beste Scout? --- you get the idea.
Wie gesagt, die Balance ist bei 3.5 auch kacke, aber bei PF ist sie halt nicht wirklich besser, darum hier keine Extrapunkte. PF gibt halt einige der Stärken von 3.5 auf, ohne dafür wesentliche Schwächen auszubügeln; das ist insgesamt ein Minusgeschäft.
3. Außerdem gefallen mir einige der PF-eigenen Mechaniken nicht. Siehe CMB/CMD -- anfangs war ich von dem Konzept so begeistert, dass wir es in unsere D20-Runden übernommen haben, aber schon bald fühlte sich jeder Spezialangriff nur noch "Jacke wie Hose" an, und in der Folge waren wir so gelangweilt, dass wir wieder zu den alten Spezialangriffen zurückgegangen sind.
Dann finde ich einige der PF-Klassen und ihre Mechaniken einfach nur peinlich; vor allem Alchemist und Inquisitor haben da meinen Volkszorn auf sich gezogen. Viel zu Meta, mit an den Haaren herbeigezogenen IG-Begründungen, teilweise einfach nur unpassend. Mein besonderes Feindbild sind da die behämmerten Judgements, mit denen da unmotiviert in der Gegend ruminquiriert wird.
Das ist aber eh auch nur Nebensache.
Für mich bleibt der Hauptschwachpunkt von PF vor allem anderen das "Korsett-Syndrom". 3.5 ist einfach freier.
Der Rote Baron:
@ Greifenklaue:
Die Illus im LL-Regelwerk (limitierte Messeausgabe und die neue Schwarz-weiße) GEHEN GAR NICHT! Das war ja vielleicht ganz lustig 1978 oder so, als man händeringend nach Zeichnern suchte, aber heute ist das kaum noch zu verstehen. Und auch in den 70ern gab es Besseres! Man nehme als gutes beispiel für vernüftige Illus für Rollenspiele alter Schule LotFP (die neuen Sachen - die alten sind auch nur zum Rückwärts-Essen).
Bemi DCC RPG wechselt ganz Nettes mit Fürchterlichem. Aber immerhin hat es was Eigenes. Denncoh: Schön wohnt da nicht.
@ Feuersänger:
Ausbalancierte Klassen sind mir relativ piepe, solange man nicht totale Würste dabei hat. Aber bei LL/ Rote Box D&D/ AD&D sind die Klassen auch relativ unausbalanciert und zumindest auf den unteren Stufen ist man eigentlich blöde (zumindest bei AD&D) keinen Halbmenschen zu spielen (Ein Elfenkämpfer kann allles, was ein menschlicher Kämpfer auch kann - PLUS die Elfengoodies). Die Begrenzung im Stufenanstieg ist da erst so ab Stufe 8 relevant (manchmal auch früher - beim Halborkkleriker z.B.) und macht den Charakter dann konsequenterweise nicht schwächer, sondern uninteressant, da ja ab da nichts mehr kommt.
Dennoch: Bin auch ohne Quote/ Quorum/ Gleichbehandlung/ Diskriminierungsgebot ganz gut zurecht gekommen bisher. Auch bei zufälligen Würfeln ist die Chancengleichheit beim Würfeln gegeben - danach sieht es dann anders aus ...
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