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Star Trek mit Fate Core: Phaser auf Stun und andere Insta-Ausschalter
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(hab oben noch nachträglich einen Post von Robert Hanz ergänzt)
--- Zitat von: Bad Horse am 19.11.2013 | 19:51 ---In diesem Sinne wäre es vielleicht am einfachsten, wenn wir sagen, dass diese Effekte bei namenlosen NSCs funktionieren (da reicht ja häufig eh ein Treffer und sie fallen um) und dass wir den Rest so hinerzählen müssen, dass der Stun-Treffer den Gegner erst dann stunnt, wenn derjenige auch ausgeschaltet ist.
--- Ende Zitat ---
So ähnlich würde ich das persönlich auch lösen – bei Namenlosen NSC außerhalb eines Konfliktes könnte das einfach ein Overcome-Wurf sein. Innerhalb eines Konfliktes reichen eh meist ein, zwei Stress aus, da wird ein Taken Out eben als Stunned beschrieben.
Bei Main NPCs ist wichtig im Hinterkopf zu behalten, dass Stress nicht zwangsläufig auch ein tatsächlicher "Treffer" sein muss (siehe Fate Core Thought of the Day: Fate doesn't have a damage system). Sie stresst ihn bloß, wodurch auch immer. Ozongeruch, Lichtblitz, haarscharf am Kopf vorbei geschossen, irgendwas. Wirklich gestunned wird er erst, wenn er regeltechnisch aus dem Konflikt ausscheidet, sei's durch Taken Out oder Concede. Oder vielleicht nimmt der Gegner davor schon Konsequenzen – der Phaser lähmt beispielsweise seinen Arm. Oder so.
Im Sinne des oben von mir verlinkten Posts von Robert Hanz könnte natürlich der Phaserangriff, wenn er außerhalb eines Konfliktes stattfindet (z. B. aus dem Hinterhalt wie bei seinem Scharfschützen-Beispiel), auch bei Main NPCs deren Stress umgehen – denn der ist, wie er schreibt, eine Mechanik zum "conflict pacing".
Das bräuchte aber natürlich eine entsprechende narrative "Permission", die so eine Aktion überhaupt erst erlaubt. Man könnte die Sache daher regeltechnisch als Challange aufziehen, so ein "Insta-Knockout"-Angriff muss schließlich erst mal vorbereitet werden. Im Fall eines Dschungel-Scharfschützen z. B. Survival, Stealth und erst ganz zum Schluss Shoot – und alle Würfe müssen erfolgreich sein. Andernfalls wird der Gegner aufmerksam, und aus der Situation wird entweder ein Contest (Flucht) oder ein Conflict.
Konsequenzen würde ich die NSC in solchen Situationen aber dennoch nehmen lassen – nicht zum Stress "soaken", sondern quasi als "Succeed with a Cost". Insbesondere in Hinblick darauf, dass es ja noch die andere Seite der Medaille gibt: Spielercharaktere ;)
Bad Horse:
Ja, das fällt dann halt unter "hinerzählen". Die Föderationsfredel schießen halt normalerweise mit ihren Phasern auf Stun, auch wenn die Gegner das nicht machen. Um ein Feuergefecht trotzdem spannend zu halten, müssen die Gegner aber trotzdem irgendwie Konsequenzen einstecken können - das muss dann halt über kreative Erklärungen gelöst werden. :)
Hypospray und Nervengriff lösen wir erst mal über Challenges oder Overcomes, denke ich. Je nachdem, wie es zur Situation passt - aber wir haben eine Ärztin, und die wird definitiv Leute mit Betäubungskram ausschalten wollen.
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--- Zitat von: Bad Horse am 19.11.2013 | 20:33 ---Ja, das fällt dann halt unter "hinerzählen". Die Föderationsfredel schießen halt normalerweise mit ihren Phasern auf Stun, auch wenn die Gegner das nicht machen. Um ein Feuergefecht trotzdem spannend zu halten, müssen die Gegner aber trotzdem irgendwie Konsequenzen einstecken können - das muss dann halt über kreative Erklärungen gelöst werden. :)
Hypospray und Nervengriff lösen wir erst mal über Challenges oder Overcomes, denke ich. Je nachdem, wie es zur Situation passt - aber wir haben eine Ärztin, und die wird definitiv Leute mit Betäubungskram ausschalten wollen.
--- Ende Zitat ---
Ich bin nicht gerade ein großer Star Trek-Experte, daher die Frage: Funktionieren Phaser dort wirklich ausschließlich "binär"? Sprich, entweder "gar nicht getroffen" oder "sofort K.O."?
Ansonsten würden sich ja Konsequenzen à la "Betäubter Waffenarm", "Gelähmtes Bein", "Desorientiert", "Gestörte Reflexe", "Spastische Zuckungen" o. Ä. anbieten, die mit einem "Betäubungsstrahl" einhergehen könnten...wenn er nicht gerade für ein Insta-Blackout sorgt ;)
Zumindest bei sehr vielen "Insta-Irgendwas-Effekten" könnte ich mir solche "Abstufungen" ganz gut vorstellen. Taser, Lähmzauber, Versteinerungsflüche, whatever. Auch bei Scharfschützengewehren. Alles, was nicht Taken Out oder Concession ist, wäre eben kein Insta-Stun, Insta-Kill, Insta-Torpor, sondern eine "Vorstufe" dazu.
Die leichteste Umsetzung von jeglichen "Insta-Effecten" bei Main NPCs und Spielercharakteren wären wohl wirklich Compels via "Create an Advantage" – "You are Hit by a Phaser, so it makes sense that, unfortunately, you are stunned and arrested. Damn your luck."
Üblicherweise stehen solche Insta-Effekte ja nicht frei in der Fiktion rum, sondern verfolgen irgendeinen narrativen Zweck, wenn Hauptcharaktere betroffen sind – dafür sind Compels optimal.
Bad Horse:
Bei Lasern auf Stun schon. Du wirst getroffen, du fällst um. Wenn du wieder aufwachst, ist allerdings alles gut. :P
(Möglicherweise gibt es Ausnahmen, weil die Autoren faul waren, aber größtenteils ist es so.)
Das ist ja der Knackpunkt - dieses An/Aus ist halt in einem richtigen Konflikt schwer darzustellen.
Letzten Endes muss ich das dann mit meinen Spielern auskaspern. Ich denke mal, wenn wir uns da im Vorfeld einigen, kriegen wir auch eine verlässliche Regelung hin. Die zitierten Artikel machen noch mal ganz klar, wie wir das anpacken könnten.
Slayn:
@Bad Horse: na komm, so ein bisserl Genre Savvy gehört grad bei ST schon dazu. Niemand stunned Khan, das sollte klar sein. Man stunned nur Mooks und Extras weg.
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