Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Charaktergenerierungsmethode
Arldwulf:
--- Zitat von: 6 am 7.01.2014 | 11:29 ---Das fragen wir uns ehrlich gesagt in unserer Runde seit mindestens einem Jahrzehnt. Eigentlich hätte man das längst auf die reinen Modifikatoren kürzen können. Hatte mich damals auch gewundert, dass die Attribute in der Form in die 4E mit übernommen wurden.
--- Ende Zitat ---
Solang sie mechanische Effekte haben (haben sie dort ja) ist das eigentlich doch in Ordnung.
Zum Thema: Wenn möglich nutze ich zumindest bei D&D eine Zwischenform. Zumeist erlaube ich den Spielern zu würfeln und zwar 24x einen d6 hintereinander.
Die gewürfelten Augen können frei auf eines der Attribute gesetzt werden, allerdings auf jedes der 6 Attribute nur 4 (einer wird gestrichen). Und nachdem man einen Würfel setzt kann dies nicht mehr zurückgenommen werden. Die Folge ist dass man sich überlegen muss wo man die niedrigen Werte denn hinpacken mag. Aber auch dass schneller sinnvolle Werte herauskommen ohne ganz auf den Zufall verzichten zu müssen.
Slayn:
Was habt ihr gegen die ungeraden Zahlen? Gerade bei den MAD-Klassen, bei denen man einen Wert erst etwas später wirklich hoch haben muss, ist das eine Investition, wenn man die +1 Steigerung alle vier Stufen schon vorher eingeplant hat.
Ansonsten finde ich es bezeichnend dass gerade Pathfinder PB als Generierungsmethode als absoluten Standard gesetzt hat. Das, in Kombination mit der Beliebtheit von APs, zeigt wohl am meisten auf wie wichtig PB als faires und ausgeglichenes Element für das Spiel zu sein scheint.
ElfenLied:
Die +1 Steigerung alle 4 Stufe nutzt man idealerweise für das Primärattribut. In Verbindung mit dem +5 inherent Bonus (z.B. über Bücher oder Wünsche) ergibt das nämlich einen geraden Bonus.
Arldwulf:
Das Hauptproblem bei PB sehe ich eigentlich in einer Angleichung der Charaktere. Sie sind eben nicht nur gleich stark sondern auch sehr gleichförmig.
Das macht sich weniger bei den Hauptattributen bemerkbar als bei den ganzen kleinen anderen Dingen. Beispielsweise habe ich mir mal einen Magier erwürfelt mit Stärke 17. Und mein (erwürfelter) Paladin hat Intelligenz 17, in einem System in dem ihm das eigentlich überhaupt nichts bringt, also auch keine extra Skillpunkte. Im Point Buy wäre dies kaum möglich.
Auf das Balancing hat das wenig Effekt, für meinen Magier ist weiterhin seine Intelligenz wichtiger und für den Paladin seine Stärke. Selbst in Systemen wie der 4E wo nicht nur ein Attribut zählt, sondern alle Effekte haben können macht es keinen besonderes großen Unterschied. Am Ende machen immer 1-2 Attribute den Großteil der Stärke eines Charakters aus. Doch für das Rollenspiel ist dies sehr wichtig. Wenn Charaktere erstellt werden so sind die Hauptattribute, die wichtigsten Dinge immer recht hoch, egal ob erwürfelt oder erkauft. Doch alles drumherum kann sich stark unterscheiden und hier entsteht ein Flair der mir bei PB Charakteren oft fehlt.
Narubia:
--- Zitat von: Feuersänger am 3.01.2014 | 14:41 ---Kurzes Resumée zur Umfrage: wir haben hier also knapp 20% - man könnte auch sagen, _schlappe_ 20% - die diese Systemfamilie immer mit zufallsgenerierten Stats bespielen wollen.
--- Ende Zitat ---
Man kann es auch anders formulieren: Über einem Drittel der Befragten hält zufallsgenerierende Methoden für sinnvoll und wendet sie zumindest gelegentlich an.
--- Zitat von: Slayn am 7.01.2014 | 11:51 ---Was habt ihr gegen die ungeraden Zahlen?
--- Ende Zitat ---
Steht doch schon da :P
--- Zitat von: Slayn am 7.01.2014 | 11:51 ---Gerade bei den MAD-Klassen, bei denen man einen Wert erst etwas später wirklich hoch haben muss, ist das eine Investition, wenn man die +1 Steigerung alle vier Stufen schon vorher eingeplant hat.
--- Ende Zitat ---
Was Elfenlied sagt.
--- Zitat von: Slayn am 7.01.2014 | 11:51 ---Ansonsten finde ich es bezeichnend dass gerade Pathfinder PB als Generierungsmethode als absoluten Standard gesetzt hat. Das, in Kombination mit der Beliebtheit von APs, zeigt wohl am meisten auf wie wichtig PB als faires und ausgeglichenes Element für das Spiel zu sein scheint.
--- Ende Zitat ---
Nur weil irgendwelche entwickler eine Methode als Standardmethode festsetzen, heißt das für mich überhaupt nichts.
Weder gilt der Schluss: Kompetente Menschen treffen ausschließlich kompetente Entscheidungen.
Noch halte ich die Autoren von Pathfinder für besonders kompetent, was balancement im Spiel angeht. Die absolut spielbrechende Macke, die 3.5 zweifellos hat (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Enormer Machtanstieg der magiewirkenden Klassen auf hohen Stufen und die gemeinhin absolut bekannt und anerkannt ist, wurde nicht wirklich angepackt. Diverse Machtgefälle wurden nicht einmal mit dem Allerwertesten angeschaut (Kleriker, Magier, Druide im Gegensatz zu Schurke, Kämpfer und Barbar) und schlicht ignoriert. Da überhaupt mit dem Argument zu kommen (oder Argumenten zu kommen, die das suggerieren:) "Die Autoren haben das gemacht, das ist ein Zeichen dass es besser ist!" halte ich für eine recht eindimensionale Denkweise. Sie hatten die einmalige Gelegenheit, eine Menge besser zu machen und haben einfach die grundlegenden Probleme ignoriert.
Was die Beliebtheit von Abenteuerpfaden mit der Ausgeglichenheit der Attribute zu tun hat, habe ich überhaupt nicht begriffen. Kannst du das bitte erläutern?
Ansonsten: Ein dickes Ardwulf+1.
Ich bin froh, wenn ich ab und an mal Paladine mit 15 Intelligenz oder Magier mit 17 Stärke sehe.
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