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Timo:
so, dann mach ich das Spiel jetzt mal aus...

Fazit: Sehr süchtig machend

Bluerps:
Ich hab gelesen das es sehr stressig sein soll, weil immer irgendwo jemand wichtiges verhungert, oder zu wenig von irgendeiner Ressource da ist, und das man oft in hoffnungslose Situationen gerät, in denen man eigentlich nur noch dem langsamen Verfall seiner Siedlung zusehen kann. Geht dir das auch so?


Bluerps

Timo:
Ja und es macht Spaß!

Oder anders ausgedrückt, erstmal die Tutorials machen, dann langsam anfangen hilft.

Ich bin im Jahre 36 mit meiner ersten Siedlung und zur Zeit stagniert es wieder, aber nur Einwohnerzahlenmässig ich habe einen gewissen Status Quo erkämpft bei dem ich keinen Mangel habe(halt nur die erwachsenen Einwohner hängen seit 10 Jahren zwischen 60-70 Personen).

Wie schon von mir gesagt in diesem Thread hat das Spiel viel Micromanagement, dass einem auch nicht groß erläutert wird(ich hab das in seinen Videos gesehen, bzw. das Wissen selbst erkämpft).

Am besten man setzt erstmal eine Gatherer und eine Hunterhütte in ein Waldgebiet(Größe von deren Einzugsgebiet) und macht mit diesem Wald nichts mehr, außer:

Zweitens:
Man baut die Ressourcen in der näheren Umgebung ab, also Bäume, Eisen, Steine, später kann man in Wäldern auch gezielt nur Eisen/Steine wegnehmen um das Alter des Waldes zu erhalten.

Dann 1-2 Fischer, 1-2 Wood Cutter und Vorräte sammeln sich langsam an, jetzt das erste Feld(nicht zu groß, besser zwei kleine).

Nahrung:
Die Bauern sind dann der erste Kontakt mit Micromanagement:
1. Felder sollten nicht zu groß sein, schliesslich müssen die Bauern bis zum Frühherbst das Feld bestellt und die Ernte abgebaut haben
2. Falls im Spätsommer der Ertrag(Yield) noch nicht 100% erreicht hat sollte man spätestens jetzt manuell abbauen anklicken, sonst schaffen es die Landwirte nicht das Feld bis zum ersten Schnee(der auch im Spätherbst kommen kann) abzuernten, alles was liegen bleibt verkommt
3. Nicht Felder der gleichen Sorten nebeneinander um Krankheitsbefall auf ein Feld einzudämmen
4. 4-Felder-Wirtschaft, der Boden wird durch den Anbau ausgelaugt, nach 3 Jahren ist der Ertrag lächerlich, also sollte man mind. alle 2 Jahre das angebaute Gut wechseln

Ähnliches gilt für die Orchards, sie brauchen 4 Jahre um Ertrag abzuwerfen und nach weiteren 2-4 Jahren müssen sie gefällt werden um dann dort eine andere Frucht anzubauen

Schafe geben Wolle und Fleisch und sind wohl am nützlichsten IMHO
Kühe geben nur beim Schlachten Fleisch und Leder, leider keine Milch
Hühner geben Fleisch und Eier, Eier automatisch, Fleisch beim Schlachten.
Geschlachtet wird, wenn ein Gehege die eingestellte maximale Tierzahl erreicht.

Holz&Feuerholz
Spätestens wenn sich das natürliche Holzvorkommen dem Ende entgegenbewegt sollte man sich 2-4 kleine Wälder aussuchen und dort Forester reinstellen, die pflanzen neue Bäume und fällen alte, da kann man auch ruhig Jäger nebensetzen, ich habe keinen nennenswerten Wildrückgang erlebt in meinen verwalteten Wäldern.

Ressourcenverwaltung:
Die Leute laufen von ihrem Arbeitsplatz zum Lagerplatz hin und her um die fertigen Produkte zu lagern und benötigtes Rohmaterial zu holen, also sollte man die Laufwege dort niedrig halten und auch gleich einen Marktplatz einplanen(die Marktverkäufer übernehmen nämlich das Laufen, der Markt hat aber nur einen normalen Einzugsbereich)

Schmied:
Ohne den und Eisen ist man aufgeschmissen, die Leute benötigen nämlich Werkzeug um zu arbeiten und der Schmied braucht Holz&Eisen dafür, also braucht man bevor man die rumliegenden Eisen&steinbrocken aufbraucht eine Mine und einen Steinbruch

Leder ist übrigens ein hervorragendes Tauschmaterial bei den Händlern, da eigentlich jeder Händler Leder annimmt, Jäger und Kühe lohnen sich also.

Bei meiner Einwohnerzahl, habe ich 20-26 Bauern, einen Schmied, 2 Fischer, 8-10 Förster, 4-10 Jäger, 2-3 Holzhacker und 10-16 Minenarbeiter
Meine Nahrungsvorräte rutschen eigentlich nie unter die 8000 Marke

Bluerps:
Ja, so in der Art hab ich mir das vorgestellt. Ich muss das Spiel selber mal spielen - nur nicht gerade jetzt, weil ich spielerisch recht ausgelastet bin.


Bluerps

Narubia:
Ich hol's nur mal kurz raus, um für eventuelle Käufer meinen Eindruck darzustellen:

Ich fand das spiel kurzweilig. Das Spiel ist (mMn) ohne Katastrophen sehr einfach, und lange nicht so kompliziert wie vielerorts dargestellt. Meinem Vorredner will ich in folgenden Punkten widersprechen:


--- Zitat von: Timo am 19.02.2014 | 14:54 ---1. Felder sollten nicht zu groß sein, schliesslich müssen die Bauern bis zum Frühherbst das Feld bestellt und die Ernte abgebaut haben
--- Ende Zitat ---
Einfach mehr Bauern auf's Feld und dann geht das zumindest bis zur mittleren Klimastufe problemlos. Bei rauem Wetter ist es halt böse, wenn zum frühen Herbst ein Wintersturm einem die Ernte verhagelt. Auf mildem und normalem Klima passiert das aber quasi nie.


--- Zitat von: Timo am 19.02.2014 | 14:54 ---2. Falls im Spätsommer der Ertrag(Yield) noch nicht 100% erreicht hat sollte man spätestens jetzt manuell abbauen anklicken, sonst schaffen es die Landwirte nicht das Feld bis zum ersten Schnee(der auch im Spätherbst kommen kann) abzuernten, alles was liegen bleibt verkommt
--- Ende Zitat ---
Auch Unfug, hängt lediglich von der Anzahl der Arbeiter ab. 4 Arbeiter schaffen es locker in Herbst+Spätherbst ein Feld maximaler Größe abzuernten. Der Verlust durch einen Sturm im Spätherbst ist dann i. d. R. akzeptabel und geringer als der Mehrertrag durch die zusätzliche Wachstumszeit. Fingerspitzengefühl hilft hier sehr. Aber tendenziell musste ich selbst bei rauem Wetter nur selten früher ernten. (Sowas zeichnet sich aber auch z. B. durch einen vorherigen, langen Winter oder einen enxtrem heißen Sommer ab.)


--- Zitat von: Timo am 19.02.2014 | 14:54 ---Holz&FeuerholzSpätestens wenn sich das natürliche Holzvorkommen dem Ende entgegenbewegt sollte man sich 2-4 kleine Wälder aussuchen und dort Forester reinstellen,
--- Ende Zitat ---
Das mache ich fast von Anfang an.


--- Zitat von: Timo am 19.02.2014 | 14:54 ---Leder ist übrigens ein hervorragendes Tauschmaterial bei den Händlern, da eigentlich jeder Händler Leder annimmt, Jäger und Kühe lohnen sich also.
--- Ende Zitat ---
Wesentlich besser finde ich Feuerholz. Nehmen auch alle Händler, kann man bei passender Wirtschaft in unendlichen Mengen in zehntausendfacher Ausführung herstellen und verkaufen.

Insgesamt muss ich sagen, dass das Spiel schon ganz nett ist, aber gewissermaßen seinen Reiz verliert, sobald man alle Gebäude mal gebaut hat. Und das passiert eigentlich ziemlich schnell. Die Achievements sind nicht sooo geil, dass ich sage "das muss ich unbedingt packen!" und ansonsten bietet das Spiel später nicht mehr besondere Anreize.

Insgesamt hat mich das Spiel (inklusive Skype-Konferenz, selber Karte und selber Spielgeschwindigkeit - quasi als Challenge - wer entwickelt sich besser?) etwa 1,5-2 Monate unterhalten, danach wurde es fade. Ab und an kann man es spielen, aber lange nicht so, wie ich beispielsweise ein SimCity2000 oder 3000 gespielt habe.

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