Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Paizo-Diskussion (war aus Buccaneer-Thread)
Arldwulf:
Es ging mir auch eher darum zu sagen dass ein Spiel was sich als Teamspiel versteht auch das gemeinsame Bewältigen von Aufgaben in den Vordergrund stellen sollte. Mittel anzubieten um Teammitglieder bei Herausforderungen zu unterstützen und dies auch letztlich vorrauszusetzen, nötig zu machen.
Eine Herausforderung in einem Teamspiel will ich lösen weil alle geglänzt, alle mitgemacht haben.
Das ist aber etwas was sehr stark das Regelsystem fordert, ich kann dort dann eben nicht ankommen und sagen "ach, die ersten X Herausforderung könnte der Magier auch allein, irgendwann gehen ihm die Zauber aus und dann machts der Krieger allein". Nicht nur weil die Rechnung am Ende nicht aufgeht und der Krieger meistens früher schlappmacht wenn man nicht Dinge wie die günstige Heilung per Wand oder ähnliches einbaut.
Sondern in erster Linie weil dies dann kein Teamspiel darstellt.
Nun ist das natürlich bewusst überspitzt, nur mit echter Optimierung ist es wirklich so extrem. Doch auch bei ganz normalem Optimierungsgrad (oder anders gesagt: Ohne besondere Optimierung) gibt es diese Unterschiede ja, und schon ganz normale Standardoptionen führen dazu dass der Anteil bestimmter Klassen an den Aufgaben deutlich höher ist als der anderer.
Und wenn Charakter A deutlich mehr als Charakter B bewirkt wird dies halt nicht mit "mal glänzt der eine, mal der andere" ausgedrückt.
"Meist glänzt der eine, selten der andere" trifft es besser. Oder - weil wir ja durchaus von verständigen Mitspielern reden können und die meisten darauf achten: "Meist hält sich der eine etwas mehr zurück und macht nicht was sein Charakter machen würde - dafür spielt der andere etwas mehr mit Optimierung als nötig oder akzeptiert halt einfach seine Rolle mehr oder weniger".
Mit Konsequenzen auf den Spielspaß natürlich.
Rhylthar:
@ Arldwulf:
Ich stimme aus mehreren Gründen hier nicht mit Dir überein.
a) Teamspiel:
Deine Definition geht davon aus, dass eine Gleichgewichtung stattfinden muss, um etwas Teamspiel zu nennen. Dem kann ich nicht zustimmen, einfach, weil meine Erfahrung in Bezug auf den "Teamgedanken" ganz andere sind.
Bleiben wir beim Sport, Michael Jordan in seinen jungen Jahren. Ein Gott auf dem Basketballfeld, aber letztendlich erfolglos, weil die Herausforderung "Meisterschaft" nicht erreicht wurde. Erst, als Schlüsselspieler hinzukamen, die aber mitnichten jemals so geglänzt haben wie er. Natürlich erinnern sich nur noch Basketballkenner an Namen wie B. J. Armstrong oder Horace Grant, trotzdem ist das ein Beispiel dafür, warum für Teamspiel eben eine Gleichgewichtung nicht zwingend erforderlich ist. Erkennt man im Bereich Basketball auch daran, dass der "6th Man-Award" nicht zu den unwichtigen gehört, eine Auszeichnung für den wichtigsten "Einwechselspieler".
b) Abstimmung:
Innerhalb einer (Rollenspiel-)Gruppe (und ich habe es nie anders erlebt) werden Aufgaben schon bei der Erschaffung der Charaktere festgelegt (oder zumindest die Prioritäten). Du sprichst jetzt immer von künstlichem Zurückhalten der Spieler, damit andere auch glänzen können. Kann ich in keinster Weise so bestätigen, im Gegenteil: Wenn ein Rogue dabei war, war der Wizard glücklich, dass bei der Auswahl der Zauber er alle die weglassen konnte, die Fähigkeiten des Rogues emulieren. Gibt genug anderes. Wenn ich eine "Frontsau" habe, kam der Cleric nie auf die Idee, in diese Rolle zu fallen. Gibt genug Gottheiten (Forgotten Realms), deren Gewichtung auf anderen Sachen liegt, so dass man diesen Job getrost dem Fighter oder Barbarian überlassen konnte (oder dem Paladin von Moradin auf seiner Wildsau *shudder*). Natürlich kann man das auch im Regelwerk manifestieren, wie es AD&D z. B. in Ansätzen mit den "Spheres" für Clerics getan hat, aber bei mir am Spieltisch war bei späteren Editionen nie nötig.
Problem waren nur die Skillpunkte bei manchen Klassen, insbesondere Barbarian/Fighter. Dies war eine Sache, da haben wir gehausregelt.
c) ""Meist glänzt der eine, selten der andere" trifft es besser."
Ist SL-Sache. Imho. Ich kann es nämlich auch so drehen, dass immer die anderen glänzen. Nur warum sollte man dies machen? Wie immer: Die Mischung macht es und das kann kein Regelwerk leisten, hierfür verbindliche Regeln vorzugeben.
Glühbirne:
--- Zitat von: Rhylthar am 18.02.2014 | 06:22 ---Ist SL-Sache. Imho. Ich kann es nämlich auch so drehen, dass immer die anderen glänzen. Nur warum sollte man dies machen? Wie immer: Die Mischung macht es und das kann kein Regelwerk leisten, hierfür verbindliche Regeln vorzugeben.
--- Ende Zitat ---
Es gibt Regelwerke, die Helfen dem SL dabei jeder Klasse, jedem SC, jedem Spieler sein Spothlight zu setzen und Teamspiel fördern - und andere die einem immer ans Bein Pissen wenn man das versucht. Ich bevorzuge die ersteren, weil ich mich dann auf andere Dinge beim Leiten konzentrieren kann.
Rhylthar:
--- Zitat von: Glühbirne am 18.02.2014 | 06:45 ---Es gibt Regelwerke, die Helfen dem SL dabei jeder Klasse, jedem SC, jedem Spieler sein Spothlight zu setzen und Teamspiel fördern - und andere die einem immer ans Bein Pissen wenn man das versucht. Ich bevorzuge die ersteren, weil ich mich dann auf andere Dinge beim Leiten konzentrieren kann.
--- Ende Zitat ---
Und D&D/PF pisst einem immer ans Bein? ;)
Glühbirne:
Die 4e nicht. 3e/pathfinder kann ich nichts zu sagen da ich das zu selten geleitet habe . Allerdings habe ich da tendeziell eher Caster gespielt habe weil ich das Gefühl hatte das die im Zweifel immer noch ein Ass im Ärmel haben.
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