Pen & Paper - Spielsysteme > D&D4E
Was ist bei 4E falsch gelaufen...
Arldwulf:
Was die iterativattacken angeht: letztlich ist der unterschied ja in erster Linie wann ich mehrfach angreifen kann. Vor der 4e war dies an die Bewegung gekoppelt, in der 4e ist es an die konkrete Aktion gekoppelt. Aber am Ende stehen da halt dennoch Zwei Charaktere und machen mehrere Angriffe.
In der 4e halt nur nicht mehr immer gleich viele, oder die gleichen.
Eulenspiegel:
--- Zitat von: derd11 am 6.06.2014 | 11:10 ---Ein Dungeon an einem Abend komplett auszuheben ist eigentlich unmöglich bei 5+ Spielern.
--- Ende Zitat ---
Wieviele Kämpfe gab es bei euch in einem durchschnittlichen Dungeon?
Crimson King:
DnD 4-Kämpfe verlangen von den Spielern schon, dass die bei der Sache sind und ihre Entscheidungen bereits parat haben, wenn sie an die Reihe kommen. Wenn Kämpfe dann noch länger als eine Stunde dauern, liegt das entweder daran, dass sie deutlich über dem durchschnittlichen Schwierigkeitsgrad liegen oder dass die Charaktere/Party nicht ausreichend optimiert sind.
Darin besteht aber auch ein Schwachpunkt bei DnD 4: mit schwachen Builds werden die Kämpfe ab Paragon Tier ziemlich grindy, weil die Monster-HP schneller steigen als der Schaden, wenn man nicht weiß, wie man diesen noch oben bekommt. Da lässt sich zwar auch mit einfachen Hausregeln Abhilfe problemlos schaffen, aber wenn Hausregeln benötigt werden, zeigt das ja schon, dass was im Argen liegt.
derd11:
--- Zitat von: Eulenspiegel am 6.06.2014 | 18:05 ---Wieviele Kämpfe gab es bei euch in einem durchschnittlichen Dungeon?
--- Ende Zitat ---
Gut ich beziehe mich auf frühere Erlebnisse und da konnte man zum Beispiel ein Dungeon, sagen wir 10 Räume, an einem Abend säubern. Beispielsweise war das in "Burg Bernstein" oder der "Festung im Grenzland" möglich. Zugegeben sehr alte Beispiele, aber damals war das eben so.
--- Zitat von: Crimson King am 6.06.2014 | 23:24 ---DnD 4-Kämpfe verlangen von den Spielern schon, dass die bei der Sache sind und ihre Entscheidungen bereits parat haben, wenn sie an die Reihe kommen. Wenn Kämpfe dann noch länger als eine Stunde dauern, liegt das entweder daran, dass sie deutlich über dem durchschnittlichen Schwierigkeitsgrad liegen oder dass die Charaktere/Party nicht ausreichend optimiert sind.
Darin besteht aber auch ein Schwachpunkt bei DnD 4: mit schwachen Builds werden die Kämpfe ab Paragon Tier ziemlich grindy, weil die Monster-HP schneller steigen als der Schaden, wenn man nicht weiß, wie man diesen noch oben bekommt. Da lässt sich zwar auch mit einfachen Hausregeln Abhilfe problemlos schaffen, aber wenn Hausregeln benötigt werden, zeigt das ja schon, dass was im Argen liegt.
--- Ende Zitat ---
Ja sicherlich, manchmal überlegen die Spieler natürlich - welche Power, wann mache ich dies und das - was ja vollkommen in Ordnung ist, aber eben Zeit kostet. Unsere Party ist eigentlich mit wenigen Ausnahmen gemaxt, weshalb die Encounter entsprechend angepasst sind. Insgesamt auch keine tolle Entwicklung wie ich finde - aber Spannung zu erzeugen ist mit so einer Party schon schwer. In unseren Encountern muss ich schon mit erhöhten Hitpoints arbeiten um die Gruppe auch nur im Ansatz heraus zu fordern. Und für mich liegt hier der Knackpunkt. Ab PAragon hat man soviel Auswahl an Powers, viele Hitpoints und eine zähe Spielmechanik. Die ist zwar nicht schlecht, aber ein Abend ist dann auch mal schnell eher einem Warhammer Tabletop Abend gleich und nicht einer Pen & Paper-Spielrunde.
Crimson King:
Meines Erachtens ist DnD 4 bei entsprechender System Mastery in Paragon erst richtig interessant, weil man da erst ausreichend viele Optionen hat. Und wenn du mit erhöhten HP arbeitest, solltest du nicht über zu lange Encounter meckern. Dann lieber das Monsterlevel noch mal erhöhen (nicht die Monsteranzahl, die macht Encounter tendenziell zäher, weil mehr Aktionen durchgeführt und mehr Würfel geschmissen werden). Optimierte Gruppen kommen in Paragon mit Level+3 bis Level+5-Encountern klar, alles drunter tendiert zur Langeweile, die Encounter sind spätestens nach der dritten Runde eindeutig entschieden. Was ebenfalls hilft, ist, das Rest-Aufkehren bei solchen entschiedenen Encountern wegzulassen.
Davon abgesehen verfahre ich bei solchen Gruppen dann so, dass ich die Anzahl der Encounter reduziere, die Schwierigkeit aber anhebe. Dann gibt es halt nur einen oder zwei Encounter am Spielabend. Was ich schlimmer finde, als Encounter, die sich über Stunden hin ziehen, sind Encounter, die keine wirkliche Herausforderung darstellen und lediglich darauf abzielen, die eine oder andere Surge zu ziehen. Dieses Modell ist aber seit Jahrzehnten DnD-Standard.
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