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[Recherche: Medizin] Was passiert, wenn das Großhirn verrückt spielt?

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Grey (away):
Medizinische Frage für mein SF-Setting:

Angenommen, wir haben eine Gesellschaft, in der die Menschen über Hirnimplantate permanent vernetzt sind. Sie bilden auf diese Weise ein geistiges Kollektiv. "Eigene" Gedanken gibt es nicht mehr, im Grunde entspringt jeder Gedankengang einer Vielzahl von Hirnen und wird von diesen verarbeitet.

Was würde in diesem Fall passieren, wenn eine einzelne Person aus dieser Gesellschaft vom Kollektiv abgeschnitten würde?

Ich dachte schon an "epileptischer Anfall", aber dafür müßte laut Onkel Brockhaus auch der Hirnstamm mit einbezogen sein, und die Vernetzung betrifft (da auf Kommunikation bezogen) nur das Großhirn.

Besonders bevorzugt: Fachkundige Antworten von Neurologen.

... und los! :)

Grimtooth's Little Sister:
Für nen Anfall bei einer Absonderung bräuchtest du wohl physischen Kontakt. Borgifizierung alleine sollte da nicht ausreichen.

Dr.Boomslang:
Die Frage lässt sich glaube ich nicht wirklich wissenschaftlich beantworten, weil natürlich nicht ganz klar ist was ein "geistiges Kollektiv" bedeutet und wie Hirne darauf reagieren würden. Ich würde sagen du kannst eigentlich relativ frei nach Dramaturgie entscheiden.
Gerade der Vorgang der Trennung vom Kollektiv selbst kann ja zusätzlich noch mit beliebigen Belastungen verbunden sein, darüber hinaus dass das einzelne Hirn eventuell unabhängig erst mal gar nicht funktionsfähig ist wie bei einem Schlaganfall. Epilepsie und Migräne können durchaus auch irgendwie extern ausgelöst werden. Schlaganfall ist vielleicht generell ein gutes Vorbild, weil da was analoges passiert. Einzelne Hirnregionen werden unterversorgt und funktionieren nicht mehr richtig, es gehen also Teile des Netzwerks verloren, was zu kompletten Bewusstseinstörungen führen kann.
Ich würde davon ausgehen dass derjenige extrem vieles neu lernen müsste, eventuell wie ein Baby, und gleichzeitig dürfte das sehr unangenehm zumindest aber nervend sein, vielleicht so wie bei Entzugserscheinungen oder bei Phantomschmerz. Was ähnliches kennt man ja schon von Handys bzw. Internet, die man wohl am ehesten mit "geistigem Kollektiv" vergleichen kann.

AcevanAcer:
Je nach ausprägung gehe ich von Sprachverlust, Orientierungsverlust, Wesensveränderungen, Gedächnislücken bis hin zur Katatonie aus.

Galatea:
Ganz allgemein: Traumatisierung.
Das ist wie wenn man einen Menschen aus einer engen Gemeinschaft herausreißt und ihn auf eine einsame Insel wirft. Manche werden daran zugrunde gehen, andere überleben irgendwie. Einen spontanen heftigen körperlichen Anfall schließe ich jetzt eher aus, eher führt das zu einen emotionalen Zusammenbruch, schließlich nimmt man dem Menschen ja jetzt nichts das zwingend physisch überlebenswichtig für ihn ist.

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