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[Serie] Penny Dreadful

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Wisdom-of-Wombats:

--- Zitat von: Huhn am  9.07.2015 | 08:43 ---Das bloße Vorhandensein von Homosexualität würd ich nicht als Zeichen werten, dass ne Serie nicht trotzdem latent homophob sein kann. Latent eben deswegen, weils vermutlich weder Absicht ist, noch direkt ins Auge springt, aber die Stereotypen sind halt trotzdem da.

--- Ende Zitat ---

Also ich habe da einen klaren Maßstab, nachdem ich beurteile, ob eine Serie homophob ist. Und Penny Dreadful empfinde ich klar als nicht homophob (auch nicht latent). Im Gegensatz übrigens zu Hemlock Grove, die ich tatsächlich als homophob empfinde.

Wisdom-of-Wombats:
Interview mit dem Serienmacher. Erst lesen, wenn man Season 2, Episode 10 gesehen hat. http://www.ew.com/article/2015/07/05/penny-dreadful-season-finale-john-logan-postmortem

Teylen:
In Anbetracht meiner Kritik,...
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Sehr enttäuschend. Weder der Schauspieler Danny Sapani noch die Figur Sembene werden erwähnt.
Nicht einmal in einem Nebensatz. Was leider so in etwa dem entspricht wie ich die Problematik wahrgenommen hatte.

Wegen Malcoms Überfahrt, diente diese nicht vielmehr dazu die Leiche seines Sohns zu bergen und in der Familiengruft beizusetzen?
Hinsichtlich Sembene besteht doch schließlich das Problem das er in seiner Heimat nicht gelitten ist.

Wisdom-of-Wombats:
Achtung SPOILER. Gerade für Leute, die Season 2, Episode 8 noch nicht gesehen haben.

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--- Zitat von: Teylen am 11.07.2015 | 12:43 ---Sehr enttäuschend. Weder der Schauspieler Danny Sapani noch die Figur Sembene werden erwähnt.
Nicht einmal in einem Nebensatz. Was leider so in etwa dem entspricht wie ich die Problematik wahrgenommen hatte.
--- Ende Zitat ---

Warum auch? Darf man jetzt in Fernseh-Serien keinen Farbigen mehr ableben lassen? Bei dem Tod von Malcolms Frau, Proteus, Ms Poole, Angelique, Minna etc. hat sich doch auch keiner aufgeregt?
Ich verstehe nicht, warum wir jetzt auf einmal die kulturellen Schlachten der USA schlagen sollen? Die Figur hatte ihre Momente, ihre Story und jetzt ihr Ende. Wenn es danach ginge, hätte man auch Angelique nicht ableben lassen dürfen. Der Tod der beiden Figuren hat innerhalb der Handlung einen klaren Zweck, die Story voranzutreiben. Nicht umsonst heißt es für Autoren, Drehbuchschreiber und Rollenspiel-Leiter: "Kill your darlings" bzw. "Behandelt eure Figuren wie Gebrauchtwagen". Es kann ja nicht sein, dass George R.R. Martin der einzige ist, der sich dieses Motto zu Herz nimmt.


--- Zitat von: Teylen am 11.07.2015 | 12:43 ---Wegen Malcoms Überfahrt, diente diese nicht vielmehr dazu die Leiche seines Sohns zu bergen und in der Familiengruft beizusetzen?
Hinsichtlich Sembene besteht doch schließlich das Problem das er in seiner Heimat nicht gelitten ist.
--- Ende Zitat ---

Sir Malcolm sagt doch ganz klar, dass er Sembene nach Afrika zurückbringen will. Ob er seinen - inzwischen wahrscheinlich ziemlich angefaulten - Sohn wieder ausbuddelt, kann ich leider nicht sagen. Aber das wäre nach all den Jahren sicherlich eine sehr ekelige Angelegenheit.

Teylen:
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--- Zitat von: Murder-of-Crows am 11.07.2015 | 17:16 ---Warum auch? Darf man jetzt in Fernseh-Serien keinen Farbigen mehr ableben lassen?
--- Ende Zitat ---
Du hast meinen Text davor nicht gelesen?
Wenn man einen Schwarzen in der Hauptcast hat sollte man ihn besser in die Geschichte einbinden als in Penny Dreadful.
Man sollte vielleicht ein Stück Fernseh produzieren nachdem nicht selbst die Bond Filme aus den 70ern progressiv in der Darstellung von Schwarzen wirken.


--- Zitat ---Die Figur hatte ihre Momente, ihre Story und jetzt ihr Ende.
--- Ende Zitat ---
Einen Dreck hatte die Figur.
Ihre "Story" bestand aus weniger als 10 Sätzen über zwei Staffeln verteilt.
Einen eigenen Moment gab es für die Figur effektiv nicht.
Es gab Momente bei dann andere Figuren diese als Dekoration für ihre Geschichte benutzt haben.


--- Zitat ---Ich verstehe nicht, warum wir jetzt auf einmal die kulturellen Schlachten der USA schlagen sollen?
--- Ende Zitat ---
Es hat nichts mit den kulturellen Schlachten der USA zu tun wenn die Geschichte von den Autoren auf die bisher übelste rassistischste Weise erzählt wird.
In einer Art und Weise das es sich von nahezu jeder Serie die ich in den letzten paar Jahren über eine Staffel oder mehr hinweg verfolgt habe deutlich abhebt.


--- Zitat ---Bei dem Tod von Malcolms Frau, Proteus, Ms Poole, Angelique, Minna etc. hat sich doch auch keiner aufgeregt?
--- Ende Zitat ---
Erstens: Von diesen Figur wurde mit Ausnahme von Ms. Poole nicht behauptet das sie zum Hauptcast gehören. Ms. Poole erhielt wesentlich mehr Hintergrund, Agenda, Charakter und Text als Sembene.
Zweitens: Von den Nebencharakteren hatten Minna und Proteus mehr Szenen als auch Text bekommen als Sembene. Angelique hatte halt nur mehr Text und mit der letzten Szene wo sie Musik hörte und wartete bis sie dann in die falsche Ecke wandelte eine Szene für sich.


--- Zitat --- Nicht umsonst heißt es für Autoren, Drehbuchschreiber und Rollenspiel-Leiter: "Kill your darlings" bzw. "Behandelt eure Figuren wie Gebrauchtwagen".
--- Ende Zitat ---
Danke. Das du es schaffst Rollenspiel Proverben zu pervertieren in dem du sie zur Rechtfertigung einer stereotypisierenden, rassistischen Handlungseinbindung von Schwarzen Figuren in die Erzählweise einzubinden hat. Mir ist deswegen mir schlecht geworden.

Das es bei den AW oder PbtA Spielen heißt "Sei ein Fan der PCs". Drauf geschissen wenn man dann den Schwarzen nach Mini-Charakterhintergrund in der Folge verrecken lässt um die Gefahr der Situation zu verdeutlichen und den Weißen mal einen Grund zu geben fünf Minuten geschockt drein zu gucken. George RR Martin gibt den Figuren sowohl Charakter als auch Hintergrund bevor er sie abmurkst.

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