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Storygetriebenes System gesucht: Charakterentwicklung, Feinkörnigkeit, low PE

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Keuner:

--- Zitat von: Crimson King am 26.05.2014 | 10:48 ---[...]
Davon abgesehen erklärt sich mir nicht, wieso feingranulare Regeln zur Individualisierung der Fähigkeiten eines Charakters in einem story- oder atmosphäregetriebenen Spiel beitragen sollten. Dort findet Individualisierung über die Darstellung und die Interaktion mit der Umwelt statt.
[...]

--- Ende Zitat ---
Ja, sehe ich prinzipiell auch so. Aber in einem DSA-Thread wurde mal der Barbie-Spieler beschrieben, der genau das will: Viele kleine Eigenschaften/Talente/Skills/was-auch-immer, auf die er Punkte verteilen darf. Manche Leute sind halt der Meinung, dass so der Charakter definiert wird :)
Vielleicht ist das auch bei Spielern aus besagter Gruppe.

Skyrock:
Ein weiteres eher klassisches, aber sehr storygetriebenes Spiel wäre The Riddle of Steel. Ich befürworte eher die Quickstartversion (die ich für das bessere Spiel halte als die eigentliche "Vollversion"), aber wenn ihr wirklich Feinkörnigkeit wollt dann werdet ihr mit dem vollen GRW mehr als bedient.
Hauptnachteil ist die geringe Eignung für längere Kampagnen, außer man zieht bei den Spiritual Attributes die Handbremse an - was ein bißchen so ist wie sich einen Porsche zuzulegen nur um damit jeden Morgen durch die 30er-Zone zum Bäcker zu fahren.

Ansonsten: Was 1of3 fragt. Mit ein bißchen mehr Butter bei die Fische werden auch die Antworten hier hilfreicher.

Feuersänger:
TRoS fand ich ziemlich schnell dysfunktional, insbesondere da das System so "realistisch" ist, dass man beim Kampf in Unterzahlsituationen einfach nur verschissen hat. Aber dafür darf man genau auswürfeln, auf welche blutige Weise man nun zu Tode kommt, wenn der unparierbare Schwerthieb Kopf, Hals oder Schulter trifft.

Exilant:
Vorab einen Dank für die vielen Beiträge und guten Tipps!

Um auf ein paar der berechtigten Fragen einzugehen:
In Sachen Setting wollen wir klassische, düster angehauchte EDO-Fantasy spielen. Ich könnte mir aber auch vorstellen, der Gruppe mal SciFi näher zu bringen, die Bereitschaft dafür wäre in der Runde gegeben.
Zur zeit spielen wir DSA4, bzw hatten eine Proberunde DSA 5 gespielt. Was jedoch am stärksten gegen DSA spricht, ist erstmal allein die Tatsache des Wechsels: Wenn wir bei DSA bleiben, wird sich auch an unserer Art zu spielen nichts ändern.
Feinkörnigkeit dient bei uns einfach einer gewollten, regeltechnischen Einzigartigkeit eines Charakters, auch wenn diese sich nicht übermäßig auf das Spielgeschehen auswirkt. In SaWo stören dabei vor allem die grob gehackten viererschritte für Steigerungen.
An Dogs in the Vineyard hätten wir glaub ich keinen Spaß, nach all dem, was ich darüber gelesen habe.

Mit storygetrieben meine ich, dass das System sich einfach etwas an den Storyverlauf anschmiegt, dass es den Fokus weniger auf "ich schlage mit dem Schwert zu" und mehr auf "ich bezwinge den Drachen" legt. Also auf der Conflict-Task-Solution Achse so etwa in der Mitte (ihr merkt: ich weiss selbst nicht so recht, was ich will ;) )
Oder Meta-Sonderregeln, die storylastiges Spiel belohnen, wobei diese wiederum nicht so krass handgewedelt sein sollten (Bennies nach gutdünken zu vergeben hatte immer wieder für Diskussionen gesorgt).

Manchmal wünsch ich mir ein System, das nur mit Begriffen arbeitet, in dem in jeder Szene Würfel nach passenden Begriffen aufaddiert werden. Aber kombiniert mit einer gewissen Feinkörnigkeit ist das einfach nicht praktikabel, weil zu viele Begriffe und zu wenig Spielfluss...

Das System soll intuitiv genug sein, um Konflikte ohne viel Buchhaltung zu lösen, und komplex genug, um sich immer mal wieder Gedanken über die Charakterentwicklung machen zu können.

Numenera klingt der Beschreibung nach so, als wäre es einen Blick Wert, ich habe heut leider nicht die Zeit, mich noch groß einzulesen, und bin auch noch auf weitere Beiträge gespannt.

HEXer:
Was wäre denn mit dem neuen Star Wars bzw. warhammer fantasy 3rd Ed.? Oder ist das schon zu PEed?

Einees meiner Leib- und Magensysteme ist Ubiquity (das ist zwar vom Fokus her auf Pulp und Swashbuckling, hat aber mit "Desolation" auch ein Postapokalyptisches Fantasy Setting und mit Space1889 ein sci-fiesques Setting. Mit gefällt die Handhabung von Stilpunkten da sehr - die sind so ähnlich wie "Bennies", aber die Vergabe und de Anwendung sind klarer geregelt. Schließlich ist das System ist viel feinkörniger als SW (dabei trotzdem sehr fort spielbar).

Quickstarter gibt es für beides glaub ich im Netz.

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