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[Noctos](Arbeitstitel) Victorian Steam-Horror
GreatWhiteApe:
Hier der erste Teil zu Alba, mehr folgt, wenn ich mehr geschrieben hab :)
Alba
Hauptstadt: Angham(vormals), Northon (350,00 Einwohner)
Wichtige Siedlungen: Sellon's Hook (1499 Einwohner), Delm (20500 Einwohner), Southgate (6000 Einwohner), Yawlen(80600 Einwohner)
Herrscher: Königin Lydia II.
Regierung: Erbmonarchie
Sprachen: Albia, Gynnisch
Religion: Das ewige Licht
Alba, die Geburtsstätte der Dampf – und Äthertechnologie, wohlhabendste Nation unter der Sonne, der Stern der zivilisierten Welt, ist dabei, an seiner eigenen Dekadenz zugrunde zu gehen. Jahrhundertelang blühte das Reich auf, doch während es immer weiter bergauf ging, richteten die Mächtigen ihre Blicke nicht mehr nach innen, sahen die Not ihres eigenen Volkes nicht mehr.
Und so war es schließlich zu spät, als die Verderbnis kam....
Geschichte
Die erste historische Erwähnung von Alba findet sich in den Berichten des teldrischen Entdeckers und Generals Zhav, dessen Flotte im Jahr 804 durch einen Sturm vom Kurs abkam und sich plötzlich an den Ufern einer Landmasse wiederfand, der Zhav aufgrund der weißen Kalksteinablagerungen an der Steilküste den Namen „Ylba“ (teldrisch für „Die Weiße“) gab.
Zhav, stets bekannt für seine Spontaneität, ging an Land...und bemerkte, dass dort bereits Menschen lebten. In dieser Zeit wurde Alba von verschiedenen primitiven Stämmen beherrscht, die allesamt zum Volk der Gynn gehörten.
Zhav entschloss sich, das fruchtbare Land für den teldrischen Monarchen in Besitz zu nehmen. Was folgte, war ein 20-jähriger blutiger Krieg, der den Invasoren alles abverlangte, denn die Gynn waren sowohl militärisch als auch magisch unterschätzt worden.
Erst als es Zhav gelang, Gynnava, eine der Lebenden Götter der Ureinwohner, zu erschlagen, ergaben sich die Gynn, obgleich Zhav bei dem Kampf sein Leben ließ.
In den nächsten 2 Jahrhunderten kam es immer wieder zu Aufständen, die aber von den Besatzern schnell und hart niedergeschlagen wurden.
Da Alba fruchtbares Land im Überfluss bot, kamen schon bald mehr und mehr Siedler aus den ärmeren Gebieten Teldrias in dieses neue Land...und im Zuge der Neubesiedlung verbesserte sich auch die Infrastruktur. Straßen und erste Städte entstanden, darunter Angrans Hame („ Heim von Angran“, einem lokalen Drachentöter), das spätere Angham, Hauptstadt von Alba.
Trotz anfänglicher Versuche, es zu verhindern, vermischten sich die Siedler mehr und mehr mit den Gynn und als schließlich Teldria zusammenbrach, hatte sich ein ganz eigenes Volk gebildet.
So war es denn auch nicht verwunderlich, dass, sobald klar war, dass Teldria keine Macht mehr über sie hatte, die Albianer sich für unabhängig erklärten.
König Ylfgard wurde 1056 König von Alba, der erste lokale Herrscher, der dem teldrischen Monarchen keine Treue mehr schuldete.
Die nächsten drei Jahrhunderte brachten stetigen Fortschritt, immer wieder unterbrochen durch die Umtriebe von Monstren oder die unvermeidlichen Kriege zwischen lokalen Herrschern oder den Geschwistern des jeweiligen Königs.
Im Jahr 1401 dann brandete der Kreuzzug der Erwählten an die Küsten Albas.
Die Herrscher des Inselreichs hatten sich in den Jahrhunderten zuvor stets geweigert, sich von den Priestern des ewigen Lichts missionieren zu lassen, doch nun war die Kirche nicht länger gewillt, Ungläubige vor ihrer eigenen Haustür zu dulden.
GreatWhiteApe:
Noch ein wenig mehr zur Geschichte Albas
Was folgte, war ein über 10 Jahre dauernder blutiger Krieg. Zwar rückte der Kreuzzug stetig vor, doch waren viele der militärischen Erfolge Pyrrhussiege, da die Albianer den Soldaten des Lichts eine starke Militärmacht und mächtige Magier entgegensetzen konnten.
Das Land lag in Trümmern und ganze Landstriche waren vollständig verwüstet und entvölkert worden. König Albin, auch der Dichterkönig genannt, war es schließlich, der dem Krieg 1412 ein Ende setzte, indem er kapitulierte und sich dem Licht weihen ließ. Auch wenn manche ihn dafür verdammten, es war diese Tat, die Alba rettete.
Durch seine freiwillige Bekehrung war es Albin möglich, seine Krone zu behalten und er mühte sich in den darauffolgenden Jahren, für Versöhnung und für einen friedlichen Wandel in Alba zu sorgen.
Dennoch kam es immer wieder zu Aufständen, aber mit den Jahren wurden diese stetig weniger.
Es kehrte wieder Frieden ein auf Alba und für die nächsten 100 Jahre sollte sich dies auch nicht ändern.
Im Jahr 1520 wurde Haldon Keene geboren, der spätere Erfinder der Dampfmaschine.
(zu Haldon später mehr)
Der erste Prototyp wurde im Jahre 1543 in Betrieb genommen und binnen weniger Jahrzehnte sollte sich das Leben nicht nur in Alba, sondern in der gesamten zivilisieren Welt verändern.
Jedoch nicht immer zum Guten...
Die zunehmende Automatisierung zerstörte zahlreiche Manufakturen und tausende Albianer verloren ihre Arbeit. Die Bedingungen in den Fabriken, die wie Pilze aus dem Boden schossen, boten zwar Arbeit für Ungelernte, allerdings zu den unwürdigsten Bedingungen.
Es kam zu mehreren Aufständen, die allesamt durch die Truppen des Königs (zu der Zeit Beldrain II.) niedergeschlagen wurden. Jedoch wurde das Problem dadurch natürlich nicht gelöst und so kam es nach einem Unfall in Anghams größtem Walzwerk zu einem Aufstand, der nicht mehr aufzuhalten war und Alba für die nächsten 2 Jahre in einen blutigen Bürgerkrieg stürzte.
Zwar endete der Krieg mit dem Sieg der königlichen Truppen und der Hinrichtung von über 5000 Aufrührern, doch war der Schaden, der angerichtet worden war, immens.
Beldrain war zu diesem Zeitpunkt bereits sehr krank und verstarb kurz darauf. Da er keinen Erben hatte, übernahm seine Frau den Thron, wobei sie den Umstand ausnutzte, dass der Adelsstand durch den Krieg geschwächt war und nicht gegen sie vorgehen konnte.
Königin Genever, umsichtiger und um einiges Intelligenter als ihr verstorbener Mann mühte sich um die Heilung der Kriegswunden und vor allem darum, dass sich ein solcher Aufstand nicht wiederholen konnte.
Sie erließ umfangreiche Reformen, die die Rechte der Arbeiter stärkten und rief einen Rat zusammen, der aus gewählten Repräsentanten der 12 Großbezirke Albas bestand. Zwar konnte sie jeden Ratsschluss jederzeit widerrufen – und machte davon auch reichlich Gebrauch – doch gab sie damit dem Volk zumindest den Eindruck der Mitbestimmung.
GreatWhiteApe:
Damit war der Frieden auf längere Zeit wiederhergestellt, wenngleich das Land und sein Volk tiefe Narben davongetragen hatten. Es waren auch diese Aufstände, die dazu führten, dass sich mehr und mehr Leute von der Kirche abwandten, denn die Kirche hatte sich während des Konflikts stets auf die Seite des Königs gestellt.
Mehrfach ersuchten die Bischöfe bei der Königin um die Erlaubnis, Apostaten verfolgen zu können, doch Genever wünschte keinen erneuten Konflikt. Auch die Androhung eines neuen Kreuzzugs durch den Obersten Hüter des Lichts in Tolvin brachte sie nicht von ihrer Linie ab.
Da die Kirche selbst andernorts Probleme hatte, kam es auch nie zu einem erneuten Kreuzzug.
Es vergingen weitere 100 Jahre in relativem Frieden (abgesehen von einer kleinen Handelsstreitigkeit mit Yondos, aber diese endete nach ein paar kurzen Scharmützeln).
Alba konnte in dieser Zeit ein großflächiges Handelsnetz aufbauen, wodurch sein Einfluss in der gesamten bekannten Welt wuchs.
Im Jahr 1629 dann kam es erneut zu einem technologischen Durchbruch, als Josephine Merryweather es schaffte, die bis dahin als wissenschaftlich unergründbare Magie auf eine Substanz namens Äther zurückzuführen (mehr zum Äther später). Nicht nur dies, sie fand auch eine Möglichkeit, den Äther mit Hilfe bestimmter Substanzen zu manipulieren, ohne dass eine magische Begabung notwendig war.
Dies eröffnete vollkommen neue Möglichkeiten, insbesondere in Verbindung mit der Dampftechnologie.
Zu jener Zeit war Edward II. König von Alba. Rücksichtslos und machthungrig, setzte er alles daran, die neue Technologie auch militärisch zu nutzen und baute in Rekordzeit eine gewaltige Armee auf, die mit Äther-getriebenen Luftschiffen, Booten und Waffen ausgerüstet war.
Mit dieser griff er ohne viel zu zögern, Yondos und Tolvin an, offiziell, um sich für vormalige Drohungen und Angriffe zu rächen.
Hier von einem Krieg zu sprechen, wäre untertrieben. Es war ein Massaker. Die Truppen der angegriffenen Länder konnten Edwards Armee praktisch nichts entgegensetzen. Der krieg war im Jahr 1634, nach nur 3 Monaten des Kampfes, beendet.
Von seinem Erfolg berauscht, wollte Edward sofort weitere Eroberungszüge beginnen, jedoch wurde er, noch bevor es dazu kommen konnte, von einem Unbekannten ermordet. Fast zeitgleich wurden die Pläne für die Äthertechnologie aus Alba herausgeschmuggelt und auf dem Festland in Umlauf gebracht, was den technologischen Vorsprung der Albianer in Kürze zunichte machte.
Edwards Tochter, Abigail III.verfügte den Abzug der Truppen aus Yondos und Tolvin, da sie wusste, dass ein längerer Krieg mit Äthertechnologie auf Dauer nur zu weiterer Verwüstung führen würde, ohne dabei wirklich das Land weiterzubringen.
An eine Aussöhnung war in nächster Zeit nicht zu denken, vor Gegenschlägen war Alba jedoch halbwegs geschützt, also blickte die Königin weit nach Osten und Westen. In den fernen Ländern voller exotischer Reichtümer, dort sollte Albas Zukunft liegen.
Die nächsten 200 Jahre sollten als das goldene Zeitalter Albas in die Geschichte eingehen. Die Entdeckerflotten brachten wundersame Geschichten von fernen Gestaden und unermessliche Reichtümer mit und die Einheimischen waren den Waffen der Albianer gegenüber unterlegen. 2 Jahrhunderte lang beutete Alba die unentwickelten Landstriche der Welt gnadenlos aus, während sich der Reichtum des Adels und der Händler stetig mehrte.
Jedoch kam der Reichtum nicht bei allen an. Da durch die Äthertechnologie noch mehr Menschen ihre Arbeit verloren, wuchs die Unterschicht stetig an...doch auf diese wurde kaum noch geachtet. Warum auch, wenn in der Ferne noch immer unentdeckte Reichtümer warteten?
In den Reihen der Unzufriedenen und in den Slums, breitete sich etwas aus, eine spirituelle Saat der Verderbnis. Eine seltsame Seuche brach in der Hauptstadt aus und ergriff auch andere Großstädte. Die Betroffenen litten an plötzlichen Gewaltausbrüchen, Demenz und Wahnsinn, während die Äthertechniker und Magier, die an dieser Seuche erkrankten, plötzlich zu schrecklichen und eigentlich unmöglichen Taten imstande waren.
Es war die Priesterschaft, selbst durch Dekadenz gezeichnet, die zu guter Letzt herausfand, dass es sich nicht um eine gewöhnliche Krankheit handelte.
Das Dunkel war nach Alba gekommen.
Doch die Warnung kam zu spät. Am Abend des Jahres 1850 ergriff eine Welle des Irrsinns Angham und verwandelte die Stadt binnen Stunden in ein Schlachthaus. Tausende starben durch die Hand von Freunden oder der eigenen Familie, mehr noch wurden infiziert und schlossen sich dem Rausch des Gemetzels an. Manche der Betroffenen veränderten sich auch körperlich und wurden zu den Monstern, die sie im Geist bereits waren.
Königin Lydia II schloss sich in ihrem Palast ein, der hastig mit Siegeln des Lichts geschützt worden war. Die Stadt war verloren. Nun regierte dort das Dunkel.
Seither hat niemand etwas von der Königin gehört. In ihrer Abwesenheit regiert der Rat aus Northon heraus, der zweitgrößten Stadt Albas.
Und Angham hat mittlerweile in der Bevölkerung einen neuen Namen erhalten: Hellhole.
So, das ist die Geschichte Albas bis jetzt.
Grundsätzlich meine Frage: Was haltet ihr davon? Ist das zu ausführlich, soll ich was weglassen? Ist es soweit logisch und nachvollziehbar?
Ich werde, es sei denn, jemand möchte was andres detailliert haben, mit Alba weitermachen und wichtige Orte dort beschreiben, bevor ich mich einem anderen Thema zuwende.
Ach ja, noch ne Frage...wo bekommt man günstig oder noch besser umsonst (aber bitte nur legal) ein gutes Programm her, um Landkarten zu zeichnen?
GreatWhiteApe:
Ich hoff mal, dass ich übers Wochenende den Alba-Eintrag fertig habe...zwar hat bisher keiner auf meine Fragen geantwortet, aber zumindest werden die Beiträge ja offenbar gelesen und das ist doch auch mal was :)
GreatWhiteApe:
Regierung
Grundsätzlich ist Alba eine Erbmonarchie, die seit Königin Genever sowohl über die männliche als auch die weibliche Linie fortbestehen kann. Aktuell sitzt Königin Lydia II auf dem Thron von Alba. Als Königin hat sie fast uneingeschränkte Macht, muss aber natürlich auch bei allen Entscheidungen die Stabilität des Landes beachten.
Ihr zur Seite steht der Rat, der aus den gewählten Repräsentanten der 12 Großbezirke besteht. Ratsmitglieder werden all 4 Jahre öffentlich gewählt, wobei kein Ratsmitglied eine zweite Amtszeit bestreiten darf, um eine Machtkonzentration zu verhindern.
Der Rat kann Gesetze verabschieden, allerdings kann die Königin jederzeit ein Veto einlegen oder eigene Gesetze verabschieden, an denen der Rat nichts ändern kann. Die Macht ist somit immer noch einseitig bei der Krone konzentriert, jedoch haben die Ratschläge und Beschlüsse der Ratsmitglieder natürlich auch einen gewissen Einfluss auf die Krone.
Zur Zeit jedoch steckt Alba in einer Regierungskrise, denn Lydia befindet sich noch immer, 3 Jahre nach der Katastrophe, im ruinierten Angham, in Ihrem Palast hinter mit Lichtmagie geschaffenen Bannsiegeln, die den Wahnsinn abwehren sollen.
Weder auf magischem noch traditionellem Weg war es bisher irgendjemandem möglich, Kontakt zur Königin aufzunehmen.
Aus der Not geboren, hat sich der Rat in die Stadt Northon zurückgezogen und die Regierungsgeschäfte vollkommen übernommen, solange die Königin unerreichbar bleibt. Doch gibt es hierbei natürlich gewisse Probleme, denn gerade das Militär, auf die Königin eingeschworen, hat Zweifel an der Autorität des Rats.
Zur Zeit ist Alba halbwegs stabil, doch dies kann sich sehr schnell ändern, sollte Lydia zwischenzeitlich verstorben oder korrumpiert worden sein. Da sie bisher kinderlos geblieben ist, wäre der Thron das erste Mal in Albas Geschichte leer...
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