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Kodex eines DnD Paladins?

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Erg:

--- Zitat von: Rorschachhamster am 20.04.2016 | 06:25 ---...
Ganz abgesehen davon, das die Regeln, egal in welcher Edition, immer da standen ...

--- Ende Zitat ---

Das ist meines Erachtens der springende Punkt. Ich habe noch nicht erlebt, daß irgendjemand gezwungen wurde, einen Paladin zu spielen. Wenn mir die Regeln zu einer bestimmten Klasse nicht gefallen, sollte ich sie nicht spielen; oder ein anderes System suchen, in dem es eine ähnliche Klasse mit angenehmeren Regeln gibt (bei Rolemaster z.B. haben Paladine regelseitig keinen störenden Kodex). Wenn die Regeln unklar sind, wird sich sicherlich ein Weg finden, sie zu klären. Letztendlich wird wohl meist der SL die Taten des Paladins bewerten, und wenn mir der SL an den Karren fahren will, kann er das ganz unabhängig davon, ob ich ein Paladin bin (einen Paladin spiele) oder nicht.
Eingeschränkte Handlungsfreiheit gehört beim D&D-Paladin schlicht zum Berufsbild... samt der mitunter unangenehmen Folgen.


--- Zitat von: Feuersänger am 20.04.2016 | 06:44 ---... Wenn dir der böse Magier / Vampir ein Dominate reindrückt und du würfelst leider nur eine 8 statt eine 9 auf deinem Save, sollst du deine Fähigkeiten verlieren? Ich dachte, bei Lawful ginge es um Gerechtigkeit.

--- Ende Zitat ---

Ja. So sind die Regeln (sofern der böse Magier/Vampir den Paladin dann eine böse Tat begehen läßt, was ja noch nicht gesagt ist). Und um die geht es bei Lawful.
Wenn es ein Todeszauber ist, und ich versemmele den Rettungswurf, dann ist der Charakter tot. Auch nicht schön, aber eben so geregelt. Mag bei D&D weniger unangenehm sein als ein Fähigkeiten-Verlust, aber in diesem speziellen Fall kann der ja rückgängig gemacht werden.

Was die moralischen Dilemmata angeht: ich gehe davon aus, daß ein Paladin dogmatisch geschult ist, und deshalb ganz gut einschätzen kann, was die (in den Augen seiner Gottheit/Kirche/Philosophie) zu präferierende Alternative ist. Das würde ich als SL dem Paladin-Spieler gegebenenfalls einfach sagen. Ob diese Alternative dem Spieler dann gefällt, steht auf einem anderen Blatt, aber das Dilemma dürfte dann eher kein moralisches mehr sein (zumindest nicht bezüglich etwaiger Kodex-Vertsöße)

Lichtschwerttänzer:

--- Zitat von: Feuersänger am 20.04.2016 | 06:44 ---". Klar ist das auch eine Apologetik, aber eine wesentlich legitimere. Wenn dir der böse Magier / Vampir ein Dominate reindrückt und du würfelst leider nur eine 8 statt eine 9 auf deinem Save, sollst du deine Fähigkeiten verlieren? Ich dachte, bei Lawful ginge es um Gerechtigkeit.

--- Ende Zitat ---
der Paladin wirkt göttliche Magie, durch das tun der bösen Tat ist er spirituell unrein geworden.
Bevor er sich nicht spirituell gereinigt hat, funzt das nicht wieder.

Da ist das der Piester/Ordenskrieger würfelt beim Zaubern eine 1 und ist verstossen Quali und Quantitativ um Grössenordnungen blöder bei Midgard

Kowalski:

--- Zitat von: Feuersänger am 20.04.2016 | 06:44 ---Das ist doch Quark. Bzw hübscher Strohmann, hast du toll zerhäckselt. Es geht aber nicht um eine Rechtfertigung "war doch nicht so schlimm", sondern um "ich hatte keinerlei Einfluss darauf". Klar ist das auch eine Apologetik, aber eine wesentlich legitimere. Wenn dir der böse Magier / Vampir ein Dominate reindrückt und du würfelst leider nur eine 8 statt eine 9 auf deinem Save, sollst du deine Fähigkeiten verlieren? Ich dachte, bei Lawful ginge es um Gerechtigkeit.

--- Ende Zitat ---

Nun, ein Mord unter Einfluss ist ein Mord. Immer noch. Das Gericht mag einen dann wegen mildernder Umstände von ewiger Sklavenarbeit auf sofortige Todestrafe begnadigen, aber man wird nicht freigesprochen.
Und der eigentliche Punkt ist das es dem SC furchtbar leid tut. Und er durch seine Selbstzweifel und seine Schuldgefühle seine besonderen Kräfte verliert.


--- Zitat von: nobody@home am 20.04.2016 | 08:57 ---Vielleicht ist das das "Gott würfelt nicht"-Argument. So in der Art: Ja, wenn du den Rettungswurf vergeigst, dann war halt dein Charakter in dem Moment nicht so glaubensstark, wie man es von einem "richtigen" Paladin ja wohl gefälligst verlangen kann, und dann war das offensichtlich doch ganz allein seine Schuld...

Setzt natürlich ein sehr spezielles Bild von einem Paladin einer- und der Kopplung von Würfelergebnis und Spielweltinterpretation andererseits voraus.

--- Ende Zitat ---

Nun, man geht den Verlockungen des Bösen nicht auf den Leim. Der Save ist ein Ausdruck wie WILLENSSTARK ein SC ist. Deswegen steigt er auch mit dem Level.
Wenn Magie nicht durch Lichteffekte oder unverständliches Gemurmel "offensichtlich" ist, dann versteckt sie sich in normalen Worten, Einflüsterungen und Argumentationen der Magier auf den NSC/SC.

Ich weiss, das wird nicht immer auf die eine oder andere Weise gehandhabt.
Aber wenn man nicht immer einen Lynchmob jeden Magier hinrichten lassen will dann weiss man selten wenn gezaubert wird. Zumindest außerhalb der Licht-, Geruchs- und Toneffekte.
Das haben wir so gehandhabt. Und wenn dann im Zweifel ist ob es nur normale Worte sind, oder wirklich Magie, nun dann kommen auch Zweifel beim Betroffenen auf.

nobody@home:

--- Zitat von: Kowalski am 24.04.2016 | 17:34 ---Aber wenn man nicht immer einen Lynchmob jeden Magier hinrichten lassen will dann weiss man selten wenn gezaubert wird.

--- Ende Zitat ---

Bißchen off topic, aber da wäre ich vorsichtig: je besser sich Magie verstecken kann, um so eher ergibt es für mich Sinn, daß sich die Lynchmobs einfach schon beim bloßen Verdacht versammeln. Schließlich hat dann ein einmal als solcher erkannter Zauberer grundsätzlich schlechte Karten bei dem Versuch, zu belegen, daß er in einer bestimmten Situation nicht gezaubert hat...könnte ja immer sein, daß er nur nicht ertappt worden ist.

Viral:
Dieses Sühnethema von bösen Taten aufgrund von Geistesbeherrschung ist doch Teil des Spiels. Gleiches gilt für potentiell unehrenhafte Taten ...

In meiner Runde gabs mal nenn Paladincharakter der aufgrund unehrenhaften Verhaltens seine Kräfte verlor. Der Spieler fand es in Ordnung nachdem ich es ihm erläutert hatte. Bis zu dem Zeitpunkt wurde der Charakter sehr "von sich überzeugt" gespielt. Danach wurde der Charakter mit sehr viel Demut gespielt und er gab sich zudem den Titel "der Fehlbare" ... für mich als SPielleiter war das soweit in Ordnung damit der Charakterr seine Paladinfertigkeiten wieder bekam.

Allerdings gibt es auch viele Spieler die diese Klasse aus den "falschen" Gründen spielen ... und dann enttäuscht sind, wenn der Spielleiter dem Charakter die Kräfte nimmt. Ich persönlich finde es Fair, wenn der Spielleiter dem Spieler erstmal nen Warnung zukommen lässt. Am besten direkt sagen, wenn du so weiter machst sind die Kräfte futsch. Warnungen im Spiel werden oft mal fehlinterpretiert (zumindest meine Erfahrung).

Auch wird gerne über die Auslegung eines nicht vorhandenen Kodex diskutiert ::) , wobei ich hierfür inzwischen Abhilfe gefunden hab. Hab nämlich dafür die Blaupause des Kodex verfasst ...

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