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Kodex eines DnD Paladins?
Kowalski:
--- Zitat von: Arldwulf am 25.04.2016 | 11:23 ---Ich mag eigentlich inzwischen die Regelung, dass Paladine ihre Kräfte eher als Vertrauensbeweis einmalig verliehen bekommen, und auch behalten wenn sie anschließend dieses Vertrauen nicht mehr rechtfertigen, lieber.
Es entspricht aus meiner Sicht dem Bild eines solchen charakterstarken, von Moral und einem Ideal geleiteten Gotteskämpfers mehr wenn dessen Gott auf ihn vertraut, als wenn er jede Tat überwacht und bewertet. Ist ein viel stärkeres Symbol was diese Erwählung bedeutet als wenn der Gott es quasi nur nach dem Motto "man kann es ja mal probieren, wenns schiefgeht nehm ich ihm die Kräfte wieder" macht.
Ein vom Glauben abgefallener Paladin kann ja dennoch noch Probleme bekommen, aber das ihm seine Gottheit ständig über die Schulter schaut und anschließend "ällabätsch, das war ein verfluchter Gürtel!" ruft empfinde ich genauso albern wie ein "Und bereust du? Naja, ich wusst es ja nicht besser! Ok, dann ist ja alles wieder gut!"
--- Ende Zitat ---
Kann man so machen.
Aber dann ist Luke Skywalker mit seinem Ermitentum einfach nur noch ein Fail.
Ich persönlich mag so Teflon-Billies nicht spielen. Das ist LAAAANGWEILIG.
Kann alles, wird durch nichts gefährdet oder aus der Fassung gebracht.
LAAAANGWEILIG.
Arldwulf:
Wer sagt denn etwas von Teflon Billy? Ist doch Schmarrn, der Paladin muss immer noch für einen Abfall von seinen Grundsätzen die Konsequenzen tragen. Sei es weil ihn dann sein Orden jagt oder weil seine Taten direkte Folgen haben die er mit einem gutem, rechtschaffenem Handeln hätte verhindern können.
Aber dann eben zum einem als direkte und permanente Konsequenz seiner Handlungen, nicht als "du verlierst deine Kraft, tue halt Buße und dann ist's wieder gut"
Ich meine: Was sagt es über die Erwählung als Paladin aus, über den Kodex und Schwur wenn dies eher auf Probe geschieht?
"Ich schwöre diese Ideale einzuhalten, alles zu tun was mir möglich ist um sie zu verteidigen und gerecht und gut zu sein!"
"Jaja, ist schon gut - hier hast du meine göttliche Gabe auf Probe aber wenn du unartig bist nehm ich sie dir weg bis es dir leid tut. Aber damit warte ich dann bis der Mist passiert ist, auch wenn ich sie dir natürlich schon vorher hätte wegnehmen können."
?
Wer so viel Zweifel erweckt sollte gar nicht erst ausgewählt werden diesen Weg zu gehen. Gibt man dem Paladin die Kraft dagegen ohne die Möglichkeit sie zu wieder wegzunehmen macht der Schwur erst Sinn, da es dann wirklich er selbst ist der seine Taten damit zu verantworten hat.
Und ihre Konsequenzen - wie gesagt, das ganze hat ja nichts damit zu tun ohne diese zu spielen.
Luxferre:
Die meisten genannten Beispiel sind viel zu kurz gegriffen.
Gürtel an und hopps ist kacke!
Was ist vorher passiert? Wurde der Gürtel untersucht? Welchen Anlass gab es, ihn auszuprobieren? Welche Gefahren waren bekannt?
Will Save vergeigt und hopps ist kacke!
Was hat der Paladin unter Einfluß _eindeutig_ böses getan? Wie geht der Spieler mit dem Zwist in seinem Charakter um? Hat der Charakter überhaupt bemerkt, was mit ihm passierte? Wie steht die angebetete Gottheit generell da? Glaubensgrundsätze?
Hier wird auf viel zu dünnem Eis diskutiert. Ihr geht nicht von den gleichen Voraussetzungen aus und das führt zu immer abstruseren Rechtfertigungen der eigenen Meinung. >;D
Ich denke, es wäre hilfreich, wenn hier erstmal konkretisiert würde :d
nobody@home:
--- Zitat von: Luxferre am 25.04.2016 | 11:53 ---Ich denke, es wäre hilfreich, wenn hier erstmal konkretisiert würde :d
--- Ende Zitat ---
Okay, hier ist so in etwa das Szenario, das mir während der letzten Beiträge durch den Kopf gegangen ist:
-- Paladin versucht, eine unschuldige Geisel aus den Fängen eines oberfiesen Kults zu befreien. (Ist ja so klassischer Paladinalltag.)
-- Spieler des Paladins vergeigt während der dramatischen Rettungsszene den Rettungswurf gegen Beherrschungszauber X eines zauberkundigen Kultanhängers.
-- Besagter Kultanhänger nutzt die (möglicherweise eh nur kurze) Wirkungsdauer, um den Paladin dazu zu zwingen, die hilflos angekettete Geisel selber zu erschlagen. Besagtes Meucheln gelingt auch.
Un nu? Kräfte weg und die Bösen dürfen sich schieflachen?
Kowalski:
--- Zitat von: Arldwulf am 25.04.2016 | 11:36 ---Wer sagt denn etwas von Teflon Billy? Ist doch Schmarrn, der Paladin muss immer noch für einen Abfall von seinen Grundsätzen die Konsequenzen tragen. Sei es weil ihn dann sein Orden jagt oder weil seine Taten direkte Folgen haben die er mit einem gutem, rechtschaffenem Handeln hätte verhindern können.
Aber dann eben zum einem als direkte und permanente Konsequenz seiner Handlungen, nicht als "du verlierst deine Kraft, tue halt Buße und dann ist's wieder gut"
Ich meine: Was sagt es über die Erwählung als Paladin aus, über den Kodex und Schwur wenn dies eher auf Probe geschieht?
"Ich schwöre diese Ideale einzuhalten, alles zu tun was mir möglich ist um sie zu verteidigen und gerecht und gut zu sein!"
"Jaja, ist schon gut - hier hast du meine göttliche Gabe auf Probe aber wenn du unartig bist nehm ich sie dir weg bis es dir leid tut. Aber damit warte ich dann bis der Mist passiert ist, auch wenn ich sie dir natürlich schon vorher hätte wegnehmen können."
?
Wer so viel Zweifel erweckt sollte gar nicht erst ausgewählt werden diesen Weg zu gehen. Gibt man dem Paladin die Kraft dagegen ohne die Möglichkeit sie zu wieder wegzunehmen macht der Schwur erst Sinn, da es dann wirklich er selbst ist der seine Taten damit zu verantworten hat.
Und ihre Konsequenzen - wie gesagt, das ganze hat ja nichts damit zu tun ohne diese zu spielen.
--- Ende Zitat ---
Das hängt halt davon ab wo die Powerz herkommen...
Man kann auch aus dem Polizeidienst fliegen und darf dann bestimmte Sachen nicht mehr, das hat mit dem ersten Schwur Null zu tun.
Nur man fliegt nicht so leicht raus. Da müssen dann schon triftige Gründe da sein.
--- Zitat von: nobody@home am 25.04.2016 | 12:37 ---Okay, hier ist so in etwa das Szenario, das mir während der letzten Beiträge durch den Kopf gegangen ist:
-- Paladin versucht, eine unschuldige Geisel aus den Fängen eines oberfiesen Kults zu befreien. (Ist ja so klassischer Paladinalltag.)
-- Spieler des Paladins vergeigt während der dramatischen Rettungsszene den Rettungswurf gegen Beherrschungszauber X eines zauberkundigen Kultanhängers.
-- Besagter Kultanhänger nutzt die (möglicherweise eh nur kurze) Wirkungsdauer, um den Paladin dazu zu zwingen, die hilflos angekettete Geisel selber zu erschlagen. Besagtes Meucheln gelingt auch.
Un nu? Kräfte weg und die Bösen dürfen sich schieflachen?
--- Ende Zitat ---
Ja.
Weil der Paladin dann ZWEI Saves machen darf. Den ersten um allgemein zu widerstehen, und den zweiten weil es gegen seine innere Natur ist.
Vergeigt er die war er dann doch unwürdig.
Die eigentliche Frage ist ob der böse Magier/Priester es drauf anlegt den zweiten Save zu riskieren oder ist er damit zufrieden den Paladin als seinen Schutz und Bodyguard mitzunehmen.
Wenn die Oberbösewichte einen Funken Verstand haben versuchen sie erst gar nicht den Paladin zu korrumpieren.
Aber man kann dann, da er ja plötzlich befreundet ist, mit ihm Dealen und für eine Freilassung einen Schwur verlangen das er einen 7 Jahre nicht verfolgt und nichts über einen Verrät, z.B.
Ist der Deal dann auch noch so fair das sich der Paladin eingesteht das er den ersten Teil normalerweise eingehen würde wird es ihm schwer fallen den zweiten nicht auch zu befolgen. Auch wenn der Zauber verfliegt.
Einzig das Gesinnungswechselszenario durch verfluchten Gegenstand ist doof.
Ist der Gegenstand weg, kehrt die Gesinnung zurück. Dann kehren auch die Powers wieder.
Außer man tat Böses das unverzeihlich ist.
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