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Kodex eines DnD Paladins?

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nobody@home:

--- Zitat von: Nebula am 26.04.2016 | 08:42 ---edit: ich rede hier von der 5e, solltet ihr 3.5 oder ähnliches diskutieren: entschuldigt meinen Einwand ^^

--- Ende Zitat ---

Hier geht's gerade in den letzten Einträgen hauptsächlich um das ganz altmodisch-klassische Paladinbild bis mindestens AD&D2 zurück (Feuersänger hat hier mal die relevanten Regeln zitiert). Mag klingen, als wäre das heute eigentlich längst nicht mehr relevant, aber in vielen Köpfen steckt's halt anscheinend immer noch fest, während beispielsweise der 4E-Paladin (theoretisch beliebige Gesinnung, bekommt seine Kräfte einmal verliehen und behält sie dann) da bis heute noch nicht angekommen ist. ;)

nobody@home:

--- Zitat von: Feuersänger am 25.04.2016 | 20:15 ---Das ist ja genau das, was Bad Horse meinte: wie käm ich denn dazu, mir von einem Würfelwurf vorschreiben zu lassen, wie das _Gefühlsleben_ meines Charakters auszusehen hat?

Zumal diese Prozedur ja im ganzen D&D einzigartig ist. Keine einzige andere Klasse hat einen eingebauten "You lose"-Button. Und das "Powerz ohne Gegenleistung" Argument zieht sowas von gar nicht; der Magier beispielsweise kriegt ja noch viel viel mächtigere Powerz und muss dafür nicht durch Reifen springen.

--- Ende Zitat ---

Technisch gesehen hat gerade der Magier klassischerweise auch einen "You Lose"-Knopf -- seine Spruchbücher. Laß auf die mal eben einen etwas bösartigeren Ork mit Fackel los oder sorg anderweitig dafür, daß er sie verliert, und plötzlich steckt er ganz schön in der Klemme.

Nur, aus welchem Grund auch immer scheint sich das beim Durchschnitts-Dungeon Master wesentlich geringerer Beliebtheit zu erfreuen als das Herumhacken auf dem Paladin...

Kowalski:

--- Zitat von: Lichtschwerttänzer am 26.04.2016 | 08:29 ---und das Problem dabei war, das anscheinend falsch über die Strasse gehen um jemand vorm Ertrinken zu retten bestraft wurde.
Weil Hausdurchsuchungen  etc. ohne Autorisierung der örtlichen Behörden etc. Grund zum Fallen war oder das Ignorieren lokaler Gesetze illegitimer Autoritäten.

Als wäre der Kodex des Paladins nicht die Finale Autorität ob die Gesetze gültig sind für ihn unter diesen Umständen.

--- Ende Zitat ---

Hä?
 Wenn Ihr das so gespielt habt, herzliches Beileid.
In einer Fäntelalter Welt gibt es KEINE Hausdurchsuchungsbefehle. Das ist keine Jetztzeit, noch nicht mal das Zeitalter der Aufklärung, geschweige denn eine Welt mit einem Recht für alle.
Da sagt der Lord was Sache ist. Der schickt dann seine Mannen.
Steckbriefe, Bannbullen, Gewohnheitsrecht, etc., ja, aber auch das ist dann immer die Frage welches Ziel ich verfolge und sind meine Mittel gerechtfertigt.
Haut der Bösewicht ab wenn ich zum Stadtvogt gehe und seine Unterstützung fordere?
Ist Gefahr in Verzug?
Verhindert der Paladin mit seinem Vorgehen schlimmeres, oder macht er es selber schlimmer?

Warum werden immer Idiotenspielweisen angeführt damit man die Unzulänglichkeit beweisen will?
Ich kenne niemanden persönlich der das so gespielt hätte.

Oft wurde eher umgekehrt mit dem Zweck auch die Wahl der Mittel begründet. Das fand ich dann wieder "Mäh!" weil es MEIN Gefühl für den Absolutheitsanspruch eines Paladinkodex verletzte.


--- Zitat von: nobody@home am 26.04.2016 | 09:27 ---Technisch gesehen hat gerade der Magier klassischerweise auch einen "You Lose"-Knopf -- seine Spruchbücher. Laß auf die mal eben einen etwas bösartigeren Ork mit Fackel los oder sorg anderweitig dafür, daß er sie verliert, und plötzlich steckt er ganz schön in der Klemme.

Nur, aus welchem Grund auch immer scheint sich das beim Durchschnitts-Dungeon Master wesentlich geringerer Beliebtheit zu erfreuen als das Herumhacken auf dem Paladin...

--- Ende Zitat ---

Kennst Du das nicht? Genüßliches Zerkratzen und Einkoten besonders teurer Luxuskarossen von der Hautevolee?

Arldwulf:
Die Idiotenspielweise gibt es natürlich selten. Die meisten Paladinspieler bemühen sich ihre Rolle gut auszuspielen - was oft genug schwer genug ist, da häufig Unterscheidungsmöglichkeiten zu den Aktionen anderer Charaktere fehlen.

Um schlechte Spielweise durch den Paladinspieler geht es also eigentlich höchstens am Rande - eher darum, dass die oben genannten Regeln zum Fall eines Paladins auch dann schlecht sind wenn eigentlich alle alles richtig machen.

Arldwulf:

--- Zitat von: nobody@home am 26.04.2016 | 09:22 ---Hier geht's gerade in den letzten Einträgen hauptsächlich um das ganz altmodisch-klassische Paladinbild bis mindestens AD&D2 zurück (Feuersänger hat hier mal die relevanten Regeln zitiert). Mag klingen, als wäre das heute eigentlich längst nicht mehr relevant, aber in vielen Köpfen steckt's halt anscheinend immer noch fest, während beispielsweise der 4E-Paladin (theoretisch beliebige Gesinnung, bekommt seine Kräfte einmal verliehen und behält sie dann) da bis heute noch nicht angekommen ist. ;)

--- Ende Zitat ---

Wir haben diese Regelung btw. auch mal von D&D 4E nach 3.5 kopiert vor einigen Jahren. Es macht schlichtweg das Spiel wesentlich einfacher. Für die 4E war es so oder so konsequent, weil der Paladin dort ohnehin viel mehr Möglichkeiten hat tatsächlich "ritterliche" Aktionen durchzuführen und man keine fix in den Regeln verankerten Bestrafungsmethoden für vermeintliches Fehlverhalten mehr brauchte die über eine innerweltliche Strafe hinausgingen.

Ich habe jahrelang in AD&D, 3.5 und Pathfinder genauso wie in der 4E Paladine gespielt, und es macht durchaus einen spielerischen Unterschied wie man diese Frage regelt - auch und eigentlich gerade dann wenn es nie zu einem Abfall vom rechtem Weg kommt.

Man hat genauer auf die Taten zugeschnittene Konsequenzen, die weder die Kampagne zerschießen noch einfach per Atonement wegzauberbar sind. Und der Paladin ist wieder das moralische Vorbild, nicht der Typ bei dem man aufpassen muss ob das was er tut ihn und letztlich damit auch die Gruppe gefährdet.

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