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Kodex eines DnD Paladins?
Arldwulf:
--- Zitat von: Lichtschwerttänzer am 26.04.2016 | 11:41 ---Das ist KEINE Legitime Autorität, das mag eine legale Autorität (gewesen?) sein .
--- Ende Zitat ---
Ich hoffe mal deine Paladine urteilen nicht so fix. ^^
Schließlich kann es durchaus gute Gründe für den Landesherren geben die Bauern über die Maßen auszupressen. Vielleicht steht mal wieder eine Orkarmee vor der Tür die der Meinung ist das Land gehöre eigentlich rechtmäßig ihnen?
Begründungen für solche Taten kann es immer geben, und der Landesherr ist nicht den gleichen moralischen Standards unterworfen wie der Paladin. Dessen Aufgabe ist es nicht ihn abzusetzen und ihm Widerstand zu leisten, sondern die Situation zu verbessern. Bessere Lösungen anbieten.
Kowalski:
--- Zitat von: Feuersänger am 26.04.2016 | 11:26 ---Das mit dem "obey legitimate authority" oder wie die Formulierung war ist sowieso auch nochmal problematisch. Was, wenn die Obrigkeit zwar legitimiert, aber ungerecht und böse ist? Wenn beispielsweise der Sohn des alten (gerechten) Königs nach seiner Thronbesteigung erstmal die Steuersätze derart erhöht, dass der Bauer bei den Abgaben bescheißen _muss_ um nicht zu verhungern. Was dem neuen König klar ist, weil er die Bauern auf diese Weise in Schuldknechtschaft zwingen will, und deswegen die Steuerhinterzieher einbuchten lässt.
Für mich persönlich ist das wohlgemerkt überhaupt keine Frage: hier hat der Paladin nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht einzuschreiten. Aber das muss halt allen Beteiligten klar sein. Aber streng nach "altem" Kodex hat der Paladin hier einfach nur verschissen: wenn er seinem König gehorcht, begeht er böse Taten (oder lässt sie zumindest direkt vor seiner Nase geschehen); wenn er aber dagegen aufbegehrt, lehnt er sich gegen die rechtmäßige Obrigkeit auf --> tough shit.
--- Ende Zitat ---
Nun, der Paladin muss dann in sich gehen und zwischen legitimer und illegitimer Authorität unterscheiden. Das Orkgericht wird er wohl als illegitim annehmen...
Dem Paladin müßte in deinem Beispiel auffallen das keiner die Steuern zahlen kann (ob es dann nicht eine generelle REvolte gäbe sei mal dahingestellt...).
Wenn es nur einige Unglückliche sind, dann wird er ihnen vielleicht mit einer Spendensammlung helfen, oder bei seinem Orden vorstellig werden damit diese beim König interbenieren.
Naja, und wenn einem wegschauenden Orden die Exkommunikation von Paladingnaden droht dann werden die dem König was Husten. So ein kleiner Kreuzzug kann erfrischend sein...
Der Grat zwischen legitimer und illegitimer Obrigkeit ist da scharf und der Paladin kann da, zu recht, ganz anderer Meinung sein als ein Richter (LN) oder der neue König (LE?).
--- Zitat von: Arldwulf am 26.04.2016 | 11:31 ---Und es gibt ja durchaus eine Lösung für solche Situationen. Stärkung der Paladinorden. Ein einzelner Paladin könnte gegen den König zwar protestieren, aber hat wenig Einfluss.
Dies ist im Rahmen eines größeren Ordens schon deutlich anders, dieser kann auch genug politische Macht erlangen um auf den König tatsächlich einzuwirken und ihn von seinen Plänen abzubringen.
Was aber eben auch wieder eher ein Argument dafür ist die Reaktion auf Fehlverhalten nicht durch göttliche Intervention und automatisches wegnehmen der Fähigkeiten, sondern durch eine weltliche Hierarchie geschehen zu lassen.
--- Ende Zitat ---
Absolut!
Ein Gott hat keine Zeit sich um so Petitessen wie ein paar Bauern zu kümmern.
Ein niederer Engel dann ggf. schon.
Und wenn einem so einer im Traum erscheint und mit Konsequenzen droht wenn man NIX tut..
Oder der lokale Priester des Paladinglaubens "Meine Schäfchen werden ausgepresst! Ich werde bei dem nächsten Hohen Fest für Euch und Eure Kräfte beten wenn Ihr Ihnen helft"
PLOT HOOKS!!!!!!
Und der Paladin hat viele Optionen so etwas anzugehen.
Was halt klar ist das SLs ab und an so etwas als Ablenkung nutzen um die Spieler beim Abenteuer zu verlangsamen.....
Supersöldner:
gibt es überhaupt genug Paladin Spieler um diese Debatte nötig zu machen ?
Arldwulf:
Der Punkt ist halt: Jede dieser Situationen ist einzigartig. Und natürlich gibt es Handlungen welche für einen Paladin falsch sind, welche für ihn negative Konsequenzen haben sollten. (Beispielsweise eben wegschauen oder gar sich selbst daran beteiligen)
Aber weil die Situationen einzigartig sind macht es auch keinen Sinn die Konsequenzen fix ins Regelwerk zu schreiben und vorzugeben.
Kowalski:
--- Zitat von: Arldwulf am 26.04.2016 | 12:02 ---Der Punkt ist halt: Jede dieser Situationen ist einzigartig. Und natürlich gibt es Handlungen welche für einen Paladin falsch sind, welche für ihn negative Konsequenzen haben sollten. (Beispielsweise eben wegschauen oder gar sich selbst daran beteiligen)
Aber weil die Situationen einzigartig sind macht es auch keinen Sinn die Konsequenzen fix ins Regelwerk zu schreiben und vorzugeben.
--- Ende Zitat ---
Nun, bei rot über Ampel gehen wurde schon erwähnt.
Lustigerweise geht es beim Paladin nicht darum das man nicht "unrechtes" tun soll.
Man soll nichts "böses" tun und dabei im Recht bleiben.
Wobei im Zweifel "unrecht" besser als "böse" ist.
D.h. wenn für den Paladin die einzige Möglichkeit ein paar Unschuldige zu retten ein Banküberfall oder Karavanenüberfall ist, dann wird er das tun. Und später dieses Unrecht wieder gut zu machen versuchen.
MORE PLOT HOOKS!!!!!
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