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Symbaroum
Evil Knivel:
Ich habe den Eindruck, dass die aktuelle Version recht solide ist, würde aber auch darauf wetten, dass ich bei einem erneuten Querlesen noch mindestens 5 Fehler und 10 Unklarheiten finde.
Aber auch so wie es jetzt ist, ist es schon viel besser als viele andere deutsche Rollenspielbücher, die schlechte bis falsche Übersetzungen enthalten. [Mit Grausen denke ich an Warhammer 3 von den Heidelbergern. Das "Spieleiterbuch" (sic!), indem von einem "Spiellerbuch" (sic!) die Rede war. Und ein Spielerbuch, in dem die Initiativeregeln ausführlicher als im englischen Original erklärt wurden - und damit falsch! Aber ich schweife ab...]
Meiner Meinung nach könnte - bei Symbaroum jetzt - noch etwas mehr auf Genauigkeit geachtet werden. Zum Beispiel heißt es zu Überraschungsangriffen, dass der Angreifer, der jemanden überraschen will, auf [Heimlichkeit <- Aufmerksamkeit] würfelt. Genau genommen ist das falsch. Nicht der Angreifer, sonder der Spieler, dessen SC einen NSC überraschen will, tut das. Der Spieler, dessen SC von einem NSC überrascht wird, würfelt statt dessen auf [Aufmerksamkeit <- Heimlichkeit]. Wer das System kennt, weiß das. Aber für einen Anfänger ist das schwer zu verstehen, wenn es so oft weggelassen wird.
Candacis:
Also ich habe mich intensiv mit der deutschen Übersetzung beschäftigt und muss sagen, dass sie doch recht ordentlich ist. Natürlich würde ich sie persönlich selbst hier und da anders übersetzen. Viele Anmerkungen, die ich gegeben hatte, wo etwas schlicht falsch übersetzt wurde, wurden aber auch geändert.
Das Imperium heißt nun auch wie im schwedischen Kaiserreich und die Ambrianer sind nun wie im schwedischen Ambrier. In der Hinsicht bin ich also zufrieden.
Und natürlich würde ich mir wünschen, dass sie mehr Zeit hätten, um auch wirklich noch jeden Fehler und Unklarheit auszumerzen, aber ich denke, es kann zukünftigen Produkten von Symbaroum nur hilfreich sein, wenn es bei der SPIEL schon da ist. Bedeutet einfach nunmal mehr Umsatz und eventuell die ein oder andere Erwähnung in der Presse. Und je bekannter Symbaroum dann auch im deutschen Raum wird, desto mehr Chancen haben wir auch die nächsten Symbaroum Produkte auf deutsch zu erhalten.
korknadel:
Hatte jetzt endlich mal Lust, ein bisschen in Symbaroum querzulesen. Das Setting macht mich total an. Erinnert mich zunächst an Dragon Age: erwachsene low-magic Fantasy mit viel Politik und moralischen Grauzonen. Aber auch darüber hinaus finde ich das Ganze sehr inspirierend, zum einen das Thema Ambria, was irgendwie an das Imperium bei Warhammer erinnert, nur eben nicht mit dem dem Kriegshammer, sondern etwas subtiler gezeichnet und als Verlierer des krassen Kriegs gegen das Übel. Aus diesem Motiv entsteht dann ein Kolonial-Thema, das an den Clash christlich-römischer Soldaten und Mönche mit den Germanen des Nordens erinnert. Gleichzeitig hat das für mich aber auch einen genialen Wild-West-Flair: manifest destiny-Überzeugung der Ambrier, Glücksritter auf der Suche nach Schätzen und Siedler, die sich Land krallen und es ausbeuten wollen. Das alles nur gegen den Widerstand der Elfen und anderer Wesen des Waldes (Indianer). Sehr faszinierend finde ich auch den Konflikt Zivilisation-Natur, wie er hier präsentiert wird, und natürlich das Geheimnis des großen untergegangenen Reichs Symbar. Ich habe richtig Bock, in diesem Setting, in dem es keine "guten" Helden geben kann, Abenteuer zwischen Wild-West-Athmo, Indiana Jones-Grabräubertum und warhammerigem Imperialismus zu spielen.
Die Regeln sind natürlich nichts, was einen vom Hocker reißt, aber ohne längere Spielpraxis möchte ich kein Urteil darüber fällen, wie tragfähig sie sind oder nicht. Dass die Attribute Abilities so spezielle Auswirkungen haben, auch noch in drei Stufen gestaffelt, das finde ich ein bisschen anstrengend, weil es bedeutet, dass man die Wirkungen entweder auswendig lernen oder andauernd nachschlagen muss. Da würde ich mir Kärtchen wünschen.
Jetzt bin ich sehr auf die große Kampagne gespannt (irgendwas mit Thorn und Throne). Will unbedingt mal Symbaroum leiten, glaube ich.
EDIT: Attribute sollte Abilities heißen.
Achamanian:
--- Zitat von: korknadel am 20.09.2016 | 12:35 ---Jetzt bin ich sehr auf die große Kampagne gespannt (irgendwas mit Thorn und Throne). Will unbedingt mal Symbaroum leiten, glaube ich.
--- Ende Zitat ---
Du machst das ja schon mal sehr schmackhaft als Numenera-Nachfolger!
Blizzard:
--- Zitat von: korknadel am 20.09.2016 | 12:35 ---Hatte jetzt endlich mal Lust, ein bisschen in Symbaroum querzulesen. Das Setting macht mich total an. Erinnert mich zunächst an Dragon Age: erwachsene low-magic Fantasy mit viel Politik und moralischen Grauzonen. Aber auch darüber hinaus finde ich das Ganze sehr inspirierend, zum einen das Thema Ambria, was irgendwie an das Imperium bei Warhammer erinnert, nur eben nicht mit dem dem Kriegshammer, sondern etwas subtiler gezeichnet und als Verlierer des krassen Kriegs gegen das Übel. Aus diesem Motiv entsteht dann ein Kolonial-Thema, das an den Clash christlich-römischer Soldaten und Mönche mit den Germanen des Nordens erinnert. Gleichzeitig hat das für mich aber auch einen genialen Wild-West-Flair: manifest destiny-Überzeugung der Ambrier, Glücksritter auf der Suche nach Schätzen und Siedler, die sich Land krallen und es ausbeuten wollen. Das alles nur gegen den Widerstand der Elfen und anderer Wesen des Waldes (Indianer). Sehr faszinierend finde ich auch den Konflikt Zivilisation-Natur, wie er hier präsentiert wird, und natürlich das Geheimnis des großen untergegangenen Reichs Symbar.
--- Ende Zitat ---
Das hört sich sehr spannend und interessant an. *argl*...
--- Zitat ---Ich habe richtig Bock, in diesem Setting, in dem es keine "guten" Helden geben kann, Abenteuer zwischen Wild-West-Athmo, Indiana Jones-Grabräubertum und warhammerigem Imperialismus zu spielen.
--- Ende Zitat ---
Ein Setting in dem es keine gutenHelden geben kann? Wie ist das gemeint bzw. kannst du das näher erläutern?
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