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Symbaroum
Antariuk:
Hey,
Leitet oder spielt aktuell noch jemand Symbaroum? Ich wäre sehr an längerfristigen Erfahrungen interessiert, weil mich das Setting nach wie vor anmacht (auch wenn es die Regeln nicht wirklich tun). Auf Reddit und Co. liest man über diverse Balancing Probleme die durch entsprechendes Encounter Design gelöst werden (können). Ich habe nach wie vor den Eindruck dass Symbaroum dem SL nicht wirklich hilft, dass angepeilte Spielgefühl adäquat umzusetzen.
Teo Vernam:
Passt wegen fehlender längerfristiger Erfahrung nicht ganz, aber ja, ich leite Symbaroum. Nach dem Einstiegsabenteur sind wir direkt zur Tomb of dying dreams gesprungen. Hier befindet sich meine Gruppe gerade auf dem Weg ins Zielgebiet und hat sich etwas schwergetan einen klugen Weg zu wählen. Ich bin nicht sicher ob das alle überleben werden, bevor es richtig losgeht.
Ich bin mit Setting und Regeln sehr glücklich. Mir gefällt die Verwaltungsarmut für den GM. Der düstere Grundton macht Freude und lässt mich gerne cthuloide Elemente einbauen.
Sicher können die teils sehr mächtigen Fertigkeiten in höheren Stufen ein Thema des Balancing werden. Der GM hat ja seinerseits aber auch alle Möglichkeiten... 8]
Marask:
--- Zitat von: Antariuk am 10.11.2018 | 00:40 ---Ich habe nach wie vor den Eindruck dass Symbaroum dem SL nicht wirklich hilft, dass angepeilte Spielgefühl adäquat umzusetzen.
--- Ende Zitat ---
Woran machst Du den Eindruck fest, dass Symbaroum in deinen Augen nicht hilft, das Spielgefühl adäquat umzusetzen?
Dann kann ich sicherlich auch mit meiner Symbaroum-Erfahrung was zu sagen :)
Antariuk:
--- Zitat von: Teo Vernam am 10.11.2018 | 20:38 ---Ich bin mit Setting und Regeln sehr glücklich. Mir gefällt die Verwaltungsarmut für den GM. Der düstere Grundton macht Freude und lässt mich gerne cthuloide Elemente einbauen.
--- Ende Zitat ---
Die Verwaltungsarmut gefällt mir auch sehr muss ich sagen, da bin ich seit Numenera auch echt etwas pingelig geworden und habe zunehmend weniger Lust auf Systeme wo man als SL rotieren muss.
--- Zitat von: Teo Vernam am 10.11.2018 | 20:38 ---Sicher können die teils sehr mächtigen Fertigkeiten in höheren Stufen ein Thema des Balancing werden. Der GM hat ja seinerseits aber auch alle Möglichkeiten... 8]
--- Ende Zitat ---
Sicher, Rule 0 und so, aber das ist genau ein Punkt an dem ich mich mit Symbaroum reibe. Warum werden SCs überhaupt erst so stark? Per se ja total OK und toll, aber man muss sich nicht mal anstrengen um eine arg kompetente Kampfsau zu basteln für die ein SL schon nachlegen muss im Encounter damit es nicht zu langweilig wird. Die Sterblichkeit ist zwar deutlich höher als in z.B. D&D, aber trotzdem kippt das Gefüge für mein Empfinden hier total unnötig in Richtung D&D und Co. ab, ohne dass dadurch - mMn - ein Mehrwert in Sachen Stimmung und Atmosphäre erreicht wird.
--- Zitat von: Marask am 10.11.2018 | 21:01 ---Woran machst Du den Eindruck fest, dass Symbaroum in deinen Augen nicht hilft, das Spielgefühl adäquat umzusetzen?
--- Ende Zitat ---
Siehe oben, D&Dartiges System mit teilweise enormer Kompetenzsteigerung der SCs weit über normale Maße hinaus. Dann z.B. ein Mangel an Fertigkeiten, die sich gezielt mit der Erkundung und Erforschung des Davokar, Ruinen oder Artefakten beschäftigen, oder den Auswirkungen derselben auf einen SC. Es gibt solche Fertigkeiten - Alchemy, Beast Lore, Witchsight usw. - aber verglichen mit den Kampfoptionen sind das echt nicht viele. Apropos Witchsight, das ist auch so ein Ding - die Farbe und Form von "Schatten" ist dieses tolle mystische Konzept, dass Korruption in einer Kreatur anzeigt, aber spielmechanisch gibt es fast nichts was da irgendwie drauf aufbaut oder interagiert - oder ich übersehe da was.
Alles für sich keine Dealbreaker, aber es erzeugt bei mir in Summe ein "Och nööö... warum?" ;)
Fezzik:
Also wir haben insgesamt etwas über 1 Jahr gespielt und jetzt nach dem Tomb of dying dreams gemeinsam diskutiert und auch wegen einiger Dinge die Antariuk hier anspricht beschlossen das System abzusägen.
Innerhalb der Gruppe gab es auch ein starkes Machtgefälle im Crunch, das sich negativ ausgewirkt hat. Während ein Spieler Standardgegner zum Frühstück verspeist hat, haben andere dann wenig bis keinen Schaden gemacht und waren unzufrieden. Es wird in offiziellen Abenteuern immer drauf rumgeritten das die Spieler doch Loremaster, Beast Lore und Medicus einsetzen sollen um Spuren und Infos zu erhalten. Aber es ist fast schon lächerlich in Tomb of dying dreams einen Masterrank in Loremaster zu erwarten. Das sind verschenkte Punkte. Zumindest in meiner Runde investiert da keiner rein, weil sich sonst die Schere noch weiter aufgemacht hätte zwischen den Kampfsäuen und den Normalos.
Die Grundidee an sich hat mir auch gefallen (keine Stufen, frei wählbare Fähigkeiten, Tödlichkeit, nur 8 Grundattribute auf die geprobt wird, nur die Spieler würfeln), aber bei uns hats dann nicht funktioniert.
Wenn ich es nochmal spielen würde, würde ich es ziemlich stark hausregeln oder gleich The Black Hack modifizieren.
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