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[Brainstorming] Star Dreams - Historie einer Raumfahrtagentur als RPG-Setting?

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Waldviech:
Mal wieder eine grobe Idee, von der ich nicht weiß, ob sie eine sonderlich gute ist - aber ich stelle sie trotzdem mal zur Diskussion. Vielleicht kommt ja was Fruchtbares bei rum. :)

Aus Pendragon oder Hellas kennt man das Prinzip eines "dynastischen" Rollenspiels. Man verkörpert im Laufe einer Kampagne quasi eine ganze Dynastie von Helden durch einen turbulenten Abschnitt der Geschichte. Nun kam mir grade die Frage, ob ein ähnliches Prinzip auch in einem anderen Kontext funktionieren würde. Statt Ritter oder wie im Falle von Hellas antik angehauchten Helden (mit Laserkanonen) mit moderneren Helden. Nämlich mit Testpiloten, Wissenschaftlern und Astronauten! (Ja, Videos von Kerbal-Space-Programm haben bei der Idee eine Rolle gespielt). Im Stil von "Der Stoff aus dem Helden sind", "Apollo 13", "Mission to Mars" oder "Der Europa-Report".
Das Setting wäre ein sehr nah an der echten Erde angelehnter fiktiver Planet (einfach um historische Freiheiten zu ermöglichen). Vampire, Elfen und Zauberer gibt es natürlich nicht (wozu auch). Der "Metaplot" folgt knapp 150 Jahre lang der Geschichte einer Raumfahrtagentur von ihren Anfängen in einer den 1950ern nachempfundenen Epoche bis hin zu einer Near-Future-Epoche mit Expeditionen zu den nächsten Nachbarplaneten. Die Technik wäre dabei natürlich stark an historische Raumfahrttechnik und realistische Hard-Sci-Fi angelehnt. Die SC wären nun die Mover und Shaker dieser Raumfahrtagentur. Sie versuchen, den ersten Astronauten ins All zu schießen bevor die Kommunisten es tun, fliegen als erste zum Mond, retten verunglückte Astronautenkameraden, drücken neue Projekte vor dem Kongress durch, etc.pp. Abenteuerliche Elemente kommen natürlich durch die Raumfahrt selbst, durch feindliche Agenten, Drama in der Kontrollstation oder im Schiff u.ä. zustande.
So wie Pendragon die Abenteuer nach Jahren und Sommern strukturiert ist, würde ich das Ganze nach "Missionen" strukturieren, die jeweils ein eigenes Abenteuer darstellen. Lässt sich daraus grundsätzlich was machen?

Supersöldner:
Gibt es später auch Außerirdische? 

Waldviech:
Weiß ich noch nicht. Was das Ganze zumindest nicht werden soll, ist Star Wars und ob man intelligente Aliens treffen sollte, da wäre ich auch unschlüssig. Recht gut vorstellen könnte ich mir in der Near-Future-Phase des Ganzen aber, eine Mission zu einem Gasriesen-Mond zu spielen, deren Aufgabe es ist ein mögliches Ökosystem in einem tief unter dem Eis des Mondes liegenden Ozean zu untersuchen. Oder, wenn man es ganz abgefahren haben will, ein seltsames Phänomen am Rande des Sonnensystems zu erforschen.
Was ich auch noch nicht weiß, ist wie ein möglicher "Endpunkt" der zeitlich begrenzten Kampagne aussehen sollte. Pendragon endet ja z.b. immer tragisch  mit dem Untergang Camelots. Ich könnte mir hier mehrere Möglichkeiten vorstellen:
- Star Dreams endet, wie auch Pendragon, tragisch. Aus festzulegenden Gründen wird die Raumfahrtagentur am Ende des Plots geschlossen. Was bleibt, ist aber (wie bei Camelot) die Erinnerung daran (Wir waren Helden und wandelten zwischen den Sternen). Die Agentur mag nach all ihren Heldentaten gescheitert sein, ist aber während der späteren Menschheitsgeschichte ein leuchtendes Vorbild.
- Es endet mit dem größten Triumph der Agentur (kurz bevor sie in ihrer alten Form aufgelöst wird)- vielleicht mit der Mission, den ersten Flug in ein anderes Sonnensystem durchzuführen (mit dem ersten Warp-Antrieb oder so). Die Zeit der alten Agentur endet zwar damit, aber es beginnt ein neues Zeitalter!
- Oder es endet etwas psychedelisch mit dem Erstkontakt mit höher entwickelten Aliens. Quasi ein "2001-Endpunkt".

Man könnte den Endpunkt der Kampagne natürlich, anders als bei Pendragon, auch von den Spielern abhängig machen.

Pyromancer:

--- Zitat von: Waldviech am 29.07.2014 | 13:17 ---Man könnte den Endpunkt der Kampagne natürlich, anders als bei Pendragon, auch von den Spielern abhängig machen.

--- Ende Zitat ---

Alles andere wäre totaler Quatsch.

Zur Inspiration: Warren Ellis - "Ministry of Space". Ein Alternativwelt-Comic, der den Aufstieg Großbritanniens als Raumfahrt-Nation behandelt.

Waldviech:
Ja, das wäre auch so eine ziemlich brilliante Inspiration und hat ziemlich genau den Stil, der mir vorschweben würde.


--- Zitat ---Alles andere wäre totaler Quatsch.
--- Ende Zitat ---
Ist wohl richtig. Bei Pendragon macht der fixierte Endpunkt ja wegen der zugrunde liegenden Mythologie Sinn. Hier nicht unbedingt. Was ich allerdings gerne behalten würde, wäre die "150-Jahres-Frist". Die Zeit der Agentur endet nach 150 Jahren Geschichte und danach öffnet sich ein neues Kapitel der Menschheitshistorie. Gegebenenfalls könnte man statt festen Enden bestimmte "Ziele" der Agentur vorschlagen - wie "Erstkontakt", "Kolonisation des Nachbarplaneten", "Warp-Antrieb" usw.

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