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[Brainstorming] Fantasy Setting auf Planet mit gebundener Rotation
kalgani:
wie soll denn der pol von einem lavameer bedeckt sein?
das wären temepratur von 800°C und mehr!
wie kommt auf diese zienmlich abwegige idee???
dann müsste auf äquatorhöhe ja ein reiner glutofen (1000°C+) herrschen.
das ist doch nicht realistisch, wobei realistisch eh unsinn ist.
da du oben auch von vielen vulkanen redest kann es auch sein das die sonnenseite durch russpartikel der vulkane künstlich kühl gehalten wird und dadurch sogar bewohnbar wird?
wenn du einen erdähnlichen planeten annimmst dann dürfte auf äquatorhöhe eventuell 100°C herrschen vielleicht sogar 150°C mehr aber nicht.
Antariuk:
Wenn du mir nicht glaubst, lies dir ein paar Artikel oder Paper durch, ich hab mir den Aspekt nicht aus den Fingern gesaugt.
Wenn ein- und diesselbe Seite des Planeten permanent und ununterbrochen Sonne in dem o.g. Maß abbekommt, hat das extreme Auswirkungen auf das Klima und auf Erosionseffekte. Es wird zwar eine Vermischung von heißer, trockener Luft und kalter, feuchter Luft stattfinden, aber nicht in dem uns bekannten Maße - die Chancen, dass die hefitgen Wüstengebiete wirklich nennenswerte Mengen an Polarluft von der anderen Planetenseite bekommen, stehen astronomisch schlecht. Daher heizt sich die Sonnenseite immer weiter und weiter auf, was dann zu den erwähnten heftigen Wetterphänomenen in der Twighlight Zone führen kann. Ich habe oben denke ich genau gesagt auf was ich "erdenähnlich" bezogen habe, damit war nicht das Klima gemeint! Genau das soll ja ein wichtiger Knackpunkt des Settings sein, weil es abseits der Twighlight Zone so extrem wird. Mehr Extreme, mehr Abenteuer!
Antariuk:
So, hab mir nochmal ein paar Gedanken zum dem Setting gemacht. Eigentlich eher Fragen als Gedanken ;)
Angenommen der Planet ist erdenähnlich in Größe und Zusammensetzung, was für "Standard" Fantasy sicherlich nicht von Nachteil ist, dann wäre die normal bewohnbare Twilight Zone zwischen Tag- und Nachtseite nicht besonders breit, vielleicht 1500 km? Kann natürlich hier und da breiter oder dünner sein, wenn sich Gebirge reinschieben, aber viel mehr würde ich nicht geben. Die Idee von Text, dass die Planetenrotation nicht zu 100% mit der Sonnenumkreisung synchron ist und die Twilight Zone daher ganz langsam wandert, finde ich großartig, weil man dann viel Potential für Ruinen (alte und neue) und Abenteuer innerhalb der extremen Zonen hat.
Da es wahrscheinlich mit den Tag- und Nachtseiten irgendwann recht langweilig wird ("Jojo, da isses kalt... darum gehen wir da auch nicht hin."), finde ich braucht es ein paar abgefahrene Naturphänomene, welche die Leute in der Twilight Zone stets daran erinnern dass sie genau zwischen zwei Extremen leben. In meinem Blog hab ich da mal ein paar aufgelistet, aber das alleine bringt eigentlich auch nichts wenn sie nicht spieltechnisch irgendwie relevant werden. Man könnte also mit dem Auftauchen von merkwürdigen Sturmwolken bestimmte Zauber beeinflussen lassen, oder Charakteren beim Auftauchen von Sun Dogs irgendwelche Boni/Mali um die Ohren hauen. Frage ist, macht das auf Dauer Spaß? Wie zufällig darf es noch sein bevor das zum Selbstzweck verkommt?
Spannend - und sinnvoll - wäre es außerdem die so verbreitete, platonische Einteilung der Elemente aufzubrechen. Wenn jeglicher Regen aus der Weltenhälfte kommt die permanent dunkel und zu großen Teilen schweinekalt und eisbedeckt ist, und alle warmen Winde aus der Sonnenhälfte kommen, kann ich mir gut vorstellen dass die Leute in dieser Welt da irgendwelche Verbindungen zwischen den Elementen ziehen, bzw. sowas wie "Tag" und "Nacht" (oder passende Äquivalente) in einer Systematik berücksichtigen.
Von meiner Seite aus ist das alles momentan noch relativ ungebundene Spekulation, d.h. ich hab noch keine Ahnung was für eine Art Setting ich daraus stricken wollen würde, was der Fokus sein soll. Kampf ums Überleben in einer harschen Umwelt, à la Dark Sun? Schatzjäger und Schurken der Woche? Kampf zwischen Licht und Dunkelheit? Was würdet ihr machen, oder was nicht?
Ucalegon:
--- Zitat von: Antariuk am 22.08.2014 | 11:59 ---In meinem Blog hab ich da mal ein paar aufgelistet, aber das alleine bringt eigentlich auch nichts wenn sie nicht spieltechnisch irgendwie relevant werden. Man könnte also mit dem Auftauchen von merkwürdigen Sturmwolken bestimmte Zauber beeinflussen lassen, oder Charakteren beim Auftauchen von Sun Dogs irgendwelche Boni/Mali um die Ohren hauen. Frage ist, macht das auf Dauer Spaß? Wie zufällig darf es noch sein bevor das zum Selbstzweck verkommt?
--- Ende Zitat ---
Vielleicht wird es interessanter, wenn du die Spieler da mehr einbeziehst. D.h. wenn eines dieser Phänomene auftaucht, können die Spieler über irgendeine Form von Point-spend/Skill/Move Aussagen darüber machen, welche Konsequenz das jetzt hat. Ich stelle mir da Abenteuer vor, in denen es zentral ist, dass die SCs aus ihrer jeweiligen Rassen/Klasse-Perspektive bestimmte Interpretationen der Wetterphänomene liefern.
Antariuk:
--- Zitat von: Ucalegon am 22.08.2014 | 12:27 ---Vielleicht wird es interessanter, wenn du die Spieler da mehr einbeziehst. D.h. wenn eines dieser Phänomene auftaucht, können die Spieler über irgendeine Form von Point-spend/Skill/Move Aussagen darüber machen, welche Konsequenz das jetzt hat. Ich stelle mir da Abenteuer vor, in denen es zentral ist, dass die SCs aus ihrer jeweiligen Rassen/Klasse-Perspektive bestimmte Interpretationen der Wetterphänomene liefern.
--- Ende Zitat ---
Jo, sowas in der Art hab ich mir auch gedacht, allerdings macht es wohl am meisten Sinn das erst anzugehen wenn man sich für ein Regelsystem entschieden hat - was ich noch nicht gemacht habe. Pathfinder bietet sich bei mir zwar an weil a) am meisten Chancen dafür Spieler zu finden und b) gute Kenntnisse des Systems, aber ich denke das wird dann schon schwierig irgendwelche neuen Dinge in die Regeln einzubauen weil bei der Menge an momentan verfügbaren Optionen kaskadiert das evtl. irgendwo rein wo es nicht geplant war.
Aber solche Phänomene zum Gegenstand von Interpretation seitens der Spieler und/oder Bestandteil von Abenteuern selbst zu machen ist sicher ein guter Ansatz, das Aufeinanderprallen der Elemente in den Vordergrund zu holen. Hättest du gerade ein konkretes Beispiel zur Hand?
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