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[Brainstorming] Fantasy Setting auf Planet mit gebundener Rotation
Galatea:
Also um das mal klarzustellen, die Pole einer Eyeball-Earth sind verdammt unangenehme Gebiete, in denen man definitiv kein Zelt aufschlagen möchte. Der sonnenabgewandte Pol ist so eiskalt, dass das Kohlendoxid aus der Atmosphäre ausfällt, atmen ist da nicht drin. Der sonnenzugewandte Pol ist entweder eine gewaltige Wüste mit Temperaturen wie in einem Schmelzofen oder ein feuchtwarmes Gebiet das von einem kolossalen nie endenden Wirbelsturm beherrscht wird.
Was ebenfalls zu berücksichtigen ist - es gibt keinen Tag-Nacht-Rythmus. Das hört sich erstmal banal an, bedeutet aber dass es keine fest definierte Nachtruhe gibt. Folglich schlafen Lebewesen entweder garnicht, halb (sie benötigen ein Teil ihres Gehirns und ihrer Sinne aktiv um nicht gefressen zu werden) oder haben völlig andere Strategien entwickelt (Rudeltiere könnten in Schicht schlafen, also ein Drittel der Gruppe schläft zu jeder Zeit oder es entwickeln sich Symbiosen zwischen zwei Organismen, bei der einer den anderen mit sich herumträgt und füttert und der dafür aufpasst wenn der Träger schläft).
Ucalegon:
--- Zitat von: Galatea am 7.11.2014 | 09:28 ---Also um das mal klarzustellen, die Pole einer Eyeball-Earth sind verdammt unangenehme Gebiete, in denen man definitiv kein Zelt aufschlagen möchte. Der sonnenabgewandte Pol ist so eiskalt, dass das Kohlendoxid aus der Atmosphäre ausfällt, atmen ist da nicht drin. Der sonnenzugewandte Pol ist entweder eine gewaltige Wüste mit Temperaturen wie in einem Schmelzofen oder ein feuchtwarmes Gebiet das von einem kolossalen nie endenden Wirbelsturm beherrscht wird.
--- Ende Zitat ---
Vorsicht, die Pole liegen auf der Rotationsachse und somit gerade nicht auf der Tag- respektive Nachtseite (siehe die Berge des ewigen Lichts). Außer natürlich die Rotationsachse ist wie bei Uranus gekippt. Dann ginge aber gebundene Rotation nur auf einer ebenfalls gekippten Bahnebene wie bei Pluto und Charon und die Pole würden wieder nicht mit Tag und Nachtseite zusammenfallen? Die Astronomen hier mögen mich bitte korrigieren.
Ethelbeorn:
Richtig, mit Pol war die Rotationsachse bei einer sehr langsamen potentiellen Rotation gemeint. Die beiden Extrempunkte markieren aber ebenfalls wichtige Koordinaten. Insofern hat man wirklich "Vier Himmelsrichtungen"
Ein Kompass oder ein ähnliches Gerät könnte sich beispielsweise immer auf den Hitzepunkt ausrichten.
Im übrigen haben Kreaturen mit einer langen Lebenserwartung hier eine wichtige Funktion, da sie über Wissen aus wenigen vorherigen Generationen verfügen, das drohende Gefahren voraussagen kann.
Ich weiß nicht, ob es bereits erwähnt wurde, aber es könnte auch Kreaturen geben, die ihre Eier so ablegen, dass sie zunächst tiefgefrohren und anschließend von der Sonne ausgebrütet werden. Oder umgekehrt. Dann schlüpfen die Viecher genau dann, wenn die Entdecker ein Nest betreten.
Das ergibt eine weitere relativ plausible Geschichte, in der die ersten geschlüpften Viecher eine Prophezeihung erfüllen, die von einer Zeit berichtet in der ganze Heerschaaren von ihnen die belebte Zone unsicher machen.
Galatea:
--- Zitat von: Ucalegon am 7.11.2014 | 12:56 ---Vorsicht, die Pole liegen auf der Rotationsachse und somit gerade nicht auf der Tag- respektive Nachtseite (siehe die Berge des ewigen Lichts). Außer natürlich die Rotationsachse ist wie bei Uranus gekippt. Dann ginge aber gebundene Rotation nur auf einer ebenfalls gekippten Bahnebene wie bei Pluto und Charon und die Pole würden wieder nicht mit Tag und Nachtseite zusammenfallen? Die Astronomen hier mögen mich bitte korrigieren.
--- Ende Zitat ---
Die Rotationsachse ist nicht auf den Stern gerichtet? Ich kann mir nicht vorstellen, dass so eine "Brathähnchen-Umlaufbahn" (Achse quasi auf dem Rotationskreis) stabil sein kann. Ganz abgesehen davon dass es auf dem Planet HORRENDE Winde gegeben muss wenn regelmäßig gewaltige Landmassen ihre Temperatur um mehrere hundert Grad ändern.
Außerdem könnte sich unter den Voraussetzungen höchstens an den Polen Leben entwickeln und würde auch niemals groß darüber hinauskommen - bis etwas die andere Seite erreicht hat wird es entweder gebraten oder tiefgefroren. Versuch mal auf der Erde der Nacht davonzuwandern, da brauchst du was schnelleres als nen Rennpferd. Sowas schaffen höchstens Mikroben oder Kleinstlebewesen, deren Eier extreme Umweltzustände vertragen - die kommen dann im Zwielicht schnell raus, vermehren sich und sind wieder weg.
Eulenspiegel:
--- Zitat von: Galatea am 7.11.2014 | 22:18 ---Die Rotationsachse ist nicht auf den Stern gerichtet? Ich kann mir nicht vorstellen, dass so eine "Brathähnchen-Umlaufbahn" (Achse quasi auf dem Rotationskreis) stabil sein kann.
--- Ende Zitat ---
Wieso sollte das nicht stabiler sein? Schau dir die Erde an. Diese hat eine Achsenneigung von 23,44° und ist sehr stabil. Und ich habe auch nirgendwo gelesen, dass eine Achsenneigung von 90° jetzt stabiler ist als eine Achsenneigung von 0°.
--- Zitat ---Ganz abgesehen davon dass es auf dem Planet HORRENDE Winde gegeben muss wenn regelmäßig gewaltige Landmassen ihre Temperatur um mehrere hundert Grad ändern.
--- Ende Zitat ---
Na kommt auf die Zeit an, in der sie ihre Temperaturen um mehrere 100° ändern.
Wenn die Landmassen an einem Tag ihre Temperatur um 100° ändern, dann hättest du Recht.
Aber in dem Setting ist die Rotation ja gerade so, dass die Landmassen in etwa 100 Jahren ihre Temperaturen um 200° ändern. Das bedeutet also, dass sich die Temperatur um 2° pro Jahr ändert. Und das sollte eine vernachlässigbare Temperaturänderung sein.
--- Zitat ---Außerdem könnte sich unter den Voraussetzungen höchstens an den Polen Leben entwickeln und würde auch niemals groß darüber hinauskommen - bis etwas die andere Seite erreicht hat wird es entweder gebraten oder tiefgefroren. Versuch mal auf der Erde der Nacht davonzuwandern, da brauchst du was schnelleres als nen Rennpferd.
--- Ende Zitat ---
Die Erde dreht sich mit einer Geschwindigkeit von 360° pro 24 Stunden.
Der Planet, von dem wir reden, dreht sich mit einer Geschwindigkeit von 361° pro Jahr.
Zudem kommt noch hinzu, dass sich der Planet ja zusätzlich noch um die Sonne dreht. Das bedeutet, effektiv hat man sogar eine Nachtwanderung von 360° pro Tausende von Jahren.
Zur Erinnerung: Bei uns auf der Erde dauert die Dämmerung etwa eine halbe Stunde bis ganze Stunde. (In Europa. - Am Äquator noch kürzer, an den Polen etwa ein halbes Jahr.) Die Dämmerung auf dem hier besprochenen Planeten dauert 100 Jahre.
Ich hoffe, das macht deutlich, wie extrem langsam dort alles ist.
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