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Warum so wenig Wiederverwendung bei freien Universalsystemen?
Text:
--- Zitat von: Auribiel am 3.08.2014 | 02:04 ---Jedes SaWo-Spiel ruft doch das selbe Spielgefühl hervor? Natürlich gefärbt durch das Setting (es macht nun einmal einen Unterschied, ob ich Rippers oder SuSk spiele), aber es ist immer FFF.
--- Ende Zitat ---
Was bedeutet FFF?
--- Zitat von: blut_und_glas am 3.08.2014 | 02:06 ---Zum Basteln gehört für mich auch das Basteln an den Regeln. Ein System braucht also "Ecken und Kanten", an denen ich herumzimmern kann (und will! - eine scheinbare "Schwäche" des Systems kann so zu einem echten Vorteil werden), und/oder es braucht Bausteine, denen ich weitere hinzugesellen kann. Dabei muss einerseits das Basteln herausfordernd genug sein, dass es nicht mit einem einfachen Umbenennen oder dergleichen getan ist, andererseits darf es nicht zu ausufernd sein, damit es nicht abschreckt (Beispiel: innerhalb der d20-Familie (konkret: D&D 3.x, d20 Modern, Star Wars d20 und revised) habe ich durchaus häufiger Hand in Hand mit der Settingsausgestaltung auch Klassen erstellt - unter D&D 4E habe ich das nicht mehr getan, weil die 30 Stufen mit angehängten Powers eine zu hohe Hürde waren).
--- Ende Zitat ---
Das ist spannend. Ich dachte immer, die Leute würden zu Unversalsystemen greifen weil sie eben so wenig wie möglich selber Regeln basteln wollen.
Warum entscheidest du dich für ein (gutes) Universalsystem - gegenüber der Möglichkeit ein komplett eigenes Spiel zu entwerfen? Sind das eher praktische Überlegungen (zu viel Aufwand, dauert zu lange, zu schwer Spieler dafür zu finden)? Oder macht es dir mehr Spaß an etwas bestehendem zu basteln anstatt etwas von Grund auf alleine zu entwickeln?
--- Zitat von: rettet den wald am 3.08.2014 | 04:35 ---Wie hier bereits gesagt wurde: Das System bestimmt signifikant mit, wie sich das Setting anfühlt. Einfachstes Beispiel: Das DSA-Setting. Es hat eine komplett andere Stimmung, wenn man es mit GURPS spielt, oder mit Savage Worlds, oder mit DSA3 oder mit DSA4. Wenn ich jetzt also das Feeling vom "DSA3-DSA" haben will, dann kann ich dafür als System nicht GURPS nehmen. Funktioniert nicht.
--- Ende Zitat ---
Woran liegt es dass die Leute sich so oft für SaWo und Co entscheiden? Eher daran, dass diese Spiele ein (bei Setting-Bauern) recht beliebtes Spielgefühl abbilden (oder dem zumindest recht nahe kommen)? Oder eher an dem Henne-Ei-Problem, dass Setting-Bauer aus den genannten Gründen ein verbreitetes System bevorzugen?
Nebula:
Die Leute (also die meisten die ich kenne) sind von neuen Sachen angefixt, d.h. wo geil hast gesehen, da kann man Monster spielen?
Krass, da kannst dein eigenes Haus spielen und auch noch in der und der Welt
Fett... Lichtschwerter...
Da geht es nur zweitrangig um die Regeln. Der Hype kommt mit dem Setting und da kauft man dann die Regeln Einfacherheitshalber einfach mit. Daß dann die Runden schnell wieder einschlafen verwundert mich nicht, entweder sind die Regeln mist (wie doch keine Lichtschwerter?) oder der Hype um das Setting war nur in den eigenen Gedanken so toll, aber am Spieltisch schnell öde...
Persönlich würde ich mir auch nie die ganze Arbeit machen, ein Setting (z.b. D&D Forgotten Realms) auf ein anderes System umzuberechnen (SaWo, GURPS, Dungeonslayer)
Ich würde mal behaupten ich mag fast jedes Regelwerk (bis auf SaWo, das finde ich so extrem uncool), trotzdem würde ich nie Hellfrost oder SuSk mit D&D Regeln bespielen
Zudem hatten wir schon mal eine ähnliche Diskussion hier auf Tanelorn, daß manche Regelsysteme einfach bessere Regeln für Ihre eigene Welt haben. Mit D&D könnte ich wohl Raumkampf schlecht nachbilden oder ein extremes Detektivsetting. Dafür kann Traveller mir bei weitem keine so guten Kämpfe wie D&D rüberbringen
Krayzeee:
--- Zitat von: Text am 3.08.2014 | 09:32 ---Was bedeutet FFF?
--- Ende Zitat ---
Fast! Furious! Fun! - Das Savage Worlds Motto.
Prisma:
--- Zitat von: Krayzeee am 3.08.2014 | 10:28 ---Fast! Furious! Fun! - Das Savage Worlds Motto.
--- Ende Zitat ---
Und Soll-Zustand. :)
sir_paul:
Ich habe mich mit so einigen, auch freien, Universal Systemen auseinander gesetzt. Warum ich mich für Savage Worlds entschieden habe? Das liegt vor allem an folgenden Punkten:
* Die Explorers Edition war für ein kommerzielles Produkt sehr günstig, der Schreibstil hat mich angesprochen und die Regeln haben mir gefallen.
* Es gibt viele kommerzielle Settings welche man direkt spielen oder als Ideenquelle nutzen kann.
* Mit den Companions gibt es auch Bastelanleitungen welche beim selber machen unterstützen.
* Eine große und sehr aktive Spielerschaft.
Alle mir bekannten freien Alternativen kranken an einem oder meist sogar an mehreren dieser Punkte.
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