Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
D&D5 Players Handbook
Jeordam:
--- Zitat von: Arldwulf am 25.09.2014 | 12:34 ---Solche Beispiele sind wie gesagt zahlreich...ein anderes wäre ja, dass der Barde z.B. mächtige Paladinzauber sprechen kann bevor der Paladin dies kann.
--- Ende Zitat ---
Genau dieses Problem sehe ich nicht im geringsten als Problem sondern als die Lösung eines Problems.
Wenn ich mir jetzt nämlich den Schadensoutput pro Runde eines Valorbarden mit Langschwert und Schild ansehe, maximierte Stärke, dann sind das auf Stufe 6 2D8+10 bzw. 19. Und dabei bleibt es bis einschliesslich Stufe 20.
Beim Paladin mit derselben Ausrüstung sind es ab Stufe 6 2D8+14 bzw. 23, ab Stufe 11 4D8+14 bzw. 32. Und nochmal 2D8 gegen Untote und Fiends.
Im Vergleich von Stufe 11 zu Stufe 11 also glatte 60% mehr Schaden, die der Barde mit eben diesen Zaubern wieder reinholen muss.
Beim Ranger sieht es ähnlich aus.
Über das reine Blasten bekommst der Bard den Schadensoutput auch nicht rein, die Bardenzauber sind schadenstechnisch ziemlich mies und ihm fehlen auch die lustigen Blastverstärker die Evocationwizard, Warlock, Sorceror und sogar ein paar Clericvarianten haben.
Arldwulf:
Kritik kann sich natürlich immer nur auf das bisher veröffentlichte beziehen, das ist doch klar.
Was die 4E betrifft. Ich denke, dass die (weitgehende) Gleichberechtigung dort nicht beim Thema Klassen stehen bleibt, das bezieht sich ja nicht nur auf Klassen, sondern vor allem auch auf die Frage welche Abenteuer man damit spielen kann. Was für verschiedene Spielweisen unterstützt werden.
Im Prinzip ist das große Thema der 4E: Spielbarkeit. Spielbarkeit verschiedener Klassen, Spielbarkeit im Design, Spielbarkeit verschiedener Abenteuerarten und Spielbarkeit verschiedener Magielevel.
Und auf dieser Grundlage, auf dieser Idee "was wollen wir eigentlich" sind dann die meisten Regeln aufgebaut. Wer weiß, vielleicht kristallisiert sich ja wirklich noch heraus, was die tiefergehende Idee hinter der 5E ist. Das Thema hab ich oben ja ohnehin nur als (mögliche) Erklärung für die Fehler und nicht so recht durchdachten Regeln / Nebenwirkungen angebracht. Je weniger Grundkonzept man hat, umso schwerer ist es die Entwicklung mehrerer Einzelteile durch verschiedene Leute in einen Einklang zu bringen.
--- Zitat von: Jeordam am 25.09.2014 | 14:53 ---Genau dieses Problem sehe ich nicht im geringsten als Problem sondern als die Lösung eines Problems.
Wenn ich mir jetzt nämlich den Schadensoutput pro Runde eines Valorbarden mit Langschwert und Schild ansehe, maximierte Stärke, dann sind das auf Stufe 6 2D8+10 bzw. 19. Und dabei bleibt es bis einschliesslich Stufe 20.
Beim Paladin mit derselben Ausrüstung sind es ab Stufe 6 2D8+14 bzw. 23, ab Stufe 11 4D8+14 bzw. 32. Und nochmal 2D8 gegen Untote und Fiends.
Im Vergleich von Stufe 11 zu Stufe 11 also glatte 60% mehr Schaden, die der Barde mit eben diesen Zaubern wieder reinholen muss.
Beim Ranger sieht es ähnlich aus.
Über das reine Blasten bekommst der Bard den Schadensoutput auch nicht rein, die Bardenzauber sind schadenstechnisch ziemlich mies und ihm fehlen auch die lustigen Blastverstärker die Evocationwizard, Warlock, Sorceror und sogar ein paar Clericvarianten haben.
--- Ende Zitat ---
Wenn man dem Barden etwas Extraschaden hätte geben wollen wäre es die einfachere Möglichkeit gewesen ihm einfach etwas extraschaden zu geben.
So bekommt man im Rollenspiel komische Situationen. Aber wie gesagt: Es ging auch eher darum, dass hier die Nebenwirkung einer Regel nicht wirklich bedacht wurde.
Fredi der Elch:
--- Zitat von: Luxferre am 25.09.2014 | 14:42 ---und es wird auch noch dauern, bis ich/man den Punkt (aka Roten Faden) in der 5E finden kann.
--- Ende Zitat ---
Der Punkt ist doch schon länger klar: man hat jegliches gute Design über Bord geworfen, um es den Grognards Recht zu machen. >;D
Slayn:
--- Zitat von: Fredi der Elch am 25.09.2014 | 15:13 ---Der Punkt ist doch schon länger klar: man hat jegliches gute Design über Bord geworfen, um es den Grognards Recht zu machen. >;D
--- Ende Zitat ---
Aha?
Skyrock:
Hat man nicht schon 2008 gutes Design über Bord geworfen, um es den jetzigen 4e-Grognards recht zu machen? :P
Die 5e war unter Handlungszwang, seit D&D seine Marktposition zu 4e-Zeiten beidseitig von Pathfinder und der OSR schwer angeknabbert bekam. Auf theRPGsite hat estar von Bat in the Attic D&D 5e als "jedermanns zweitliebstes D&D" beschrieben, und das ist eine Einschätzung die ich teile. Es stellt weder OSR-Grognards noch die 3.x-/PF-Fans völlig zufrieden, aber es schafft einen guten Treffpunkt, der dazu noch Stellschrauben hat um das Spiel in die eine oder andere Richtung anzupassen. (Reine Basic-5e-Regeln für die OSR-Freunde, Optionen wie Multiclassing und Feats für die 3.xler.)
Die 4e war vielleicht kohärenter, aber die Verkaufszahlen haben eine deutliche Sprache gesprochen. D&D hat noch nie davon gelebt, besonders kohärent zu sein - D&D hat zu seinen erfolgreichen Zeiten immer davon gelebt, ein breit angelegtes Spiel zu sein das eine Menge verschiedener Spielertypen unter einen Hut bekommen und ausreichend gut unterhalten kann.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln