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[Film] Interstellar - neuer Film von Christopher Nolan
scrandy:
Nein es ist genau andersherum: zuerst wurde der Plot entworfen und dann überlegt wie man ihn möglichst plausibel machen kann. Drehbuchautoren sind eben keine Physiker und beginnen nicht mit den Fakten. Und da wie viele ja schon beschrieben hatten Nolan sehr Symbolisch erzählt, geht es hier in erster Linie um diese Motive und die Authentizität kommt erst danach.
Natürlich ist es schade, dass man keinen Weg gefunden hat, zu erklären, warum das Raumschiff denn auf den Planeten wieder starten kann, aber das war wohl zu schwierig. Und da die Story nunmal mehrere Landungen verlangt, damit sie funktionieren kann, wurde dieses Detail nicht konsequent umgesetzt bzw. verdeckt oder zurechterzählt.
Mich persönlich stört das nicht. Denn wie gesagt: Auch in anderen guten Filmen gibt es diese Löcher, insbesondere wenn man von gewissen Details Ahnung hat. Ich habe dieses Jahr zum Beispiel "Who am I" sehr genossen und mich immer gefreut, wenn sie sich bemüht haben eine Authentische Linux-Konsole mit authentischen Befehlen zu zeigen. Wenn man den Film aber mit den Maßstäben ansieht, die hier angelegt werden, dann ist der Film natürlich komplett unlogisch. Aber genauso wie Interstellar keine Doku für Space-Nerds ist, ist "Who am I" keine Doku für Hacker.
Urias:
Hab ihn mir vor zwei Wochen angesehen und ja, er ist schon nicht schlecht. Die Effekte sind cool und auch die DarstellerInnen mag ich. Aber es hilft irgendwie alles nichts: Der Film wäre, wie auch schon Inception (einer der überbewertetsten Filme schlechthin und ich könnt mich ewig drüber aufregen aber egal), so gerne extrem smart und anregend aber die Prämisse wird einfach nicht konsequent genug durchgezogen. Schade drum.
FlawlessFlo:
--- Zitat von: scrandy am 9.12.2014 | 15:36 ---Natürlich ist es schade, dass man keinen Weg gefunden hat, zu erklären, warum das Raumschiff denn auf den Planeten wieder starten kann, aber das war wohl zu schwierig. Und da die Story nunmal mehrere Landungen verlangt, damit sie funktionieren kann, wurde dieses Detail nicht konsequent umgesetzt bzw. verdeckt oder zurechterzählt.
--- Ende Zitat ---
Und das ist ein handwerklicher Schnitzer. Wenn ich keine Erklärung dafür habe, wie so ein Raumschiff von einem Planeten ohne Rakete starten kann, dann baue ich das fiktive Raumschiff einfach so, dass es ohne Rakete starten kann und lasse physikalische Erwägungen dabei bewusst außer Acht. Soweit, so gut. Dann aber vermiedeich es besser, besagtes Raumschiff einmal per Rakete starten zu lassen und später dann einfach so.
Feuersänger:
Wenn ich das richtig mitbekommen habe, hatte einer der bewussten Planeten doch außerdem eine größere Schwerkraft als die Erde; 1,4G oder so? Das würde bei konventionellen, chemischen Triebwerke bedeuten, dass man für die gleiche Trockenmasse genau doppelt soviel Sprit braucht wie normal. (Die e-Funktion ist eine Bitch.)
Was hat also dieses magische Zauberraumschiff für einen Antrieb, dass es diese Schwerkraft mal eben einfach so aus dem Stand überwindet, ohne Stufen oder Booster? Das Shuttle da hat etwa die Ausmaße eines Lamborghini, also überhaupt keinen Platz für größere Treibstoffreserven. Wo der magische Antigrav-Antrieb doch noch nicht fertig sein kann, denn wenn er das wäre, müsste man doch nicht mehr zu dem Schwarzen Loch hinfliegen?
Soviel zum Thema "Nolan-Filme sind nicht zum Hirn-Ausschalten". Meine Fresse. Ich muss mich irgendwie davon ablenken, sonst beiße ich vor Frust noch in die Schreibtischkante.
First Orko:
@Feuersänger: Auf Basis deiner Aussagen zur bisherigen Diskussion hier möchte ich dir _dringend_ dazu raten, ca. 10min vor dem Ende von "Europa Report" auszuschalten - falls du den jemals gucken solltest... Ist eventuell auch besser für die Nerven ;)
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